Lokalsport Südhessen

Leichtahtletik Matthias Thome und Franziska Schildhauer entscheiden die Hitezschlacht in Lampertheim für sich

„Jede Abkühlung mitgenommen“

Archivartikel

Lampertheim.Der Titelhattrick von Franziska Schildhauer (TSV Amicitia Viernheim Triathlon) beim EWR Triathlon in Lampertheim ist perfekt. In einer Zeit von 1:04:51,38 Stunden entschied die Siegerin der Jahre 2017 und 2018 auch beim 24. EWR-Triathlon am Sonntag im Sprint-Triathlon die Damenkonkurrenz für sich. Die Athletin aus dem Damenbundesligateam der Viernheimer verbuchte damit auch die zwölfbeste Gesamtzeit des gesamten Teilnehmerfelds des Sprint-Triathlons für sich.

Am schnellsten war Matthias Thome, der die 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen in der Spargelstadt in 59:48,77 Minuten absolvierte und damit noch unter der Ein-Stunden-Marke blieb. Da auch Matthias Thome für den TSV Amicitia Viernheim Triathlon startet, durfte diese in der Spargelstadt einen Doppelsieg feiern.

„Es ist schön, dass ich hier wieder gewonnen habe. Ich fühle mich in Lampertheim immer sehr wohl“, wird der EWR-Triathlon für die Siegerin Franziska Schildhauer schon langsam zu einer Art Wohnzimmer. Ginge es nach der dreifachen Siegerin, wäre das Wohnzimmer aber am Sonntag nicht ganz so stark beheizt worden. „Es war schon unglaublich heiß und ich habe auf der Strecke jede Möglichkeit zur Wasseraufnahme und zur Abkühlung in Anspruch genommen, die es gab. Im Vorfeld hatte ich schon überlegt, dass es bei Temperaturen mit den üblichen Wasserausgabestellen eng werden könnte, aber dann habe ich gelesen dass es einen zusätzlichen Posten geben wird“, nahm Schildhauer aber auch gerne das zur Kühlung dargebotene Crushed Eis oder die Schwämme in Anspruch und war damit nicht alleine.

„Du hast alles genommen, was du zur Abkühlung kriegen konntest“, war auch die Zweitplatzierte Anna-Maria Keinert von der MTG Mannheim Triathlon froh über das von der ausrichtenden DLRG Lampertheim bereitgestellte Angebot.

Gegenwind auf der Radstrecke

„Schwimmen ist nicht meine Disziplin, da ist Franziska dann schon weggezogen“, wusste Keinert früh, dass Platz zwei das Optimum sein würde. Auch Rang drei blieb in der Metropolregion Rhein-Neckar, diesen belegte Katharina Beran (LSV Ladenburg Triathlon). „Wir kommen eigentlich jedes Jahr nach Lampertheim, weil uns die Veranstaltung gefällt. Ich habe auf der Radstrecke schon früh gemerkt, dass es für mich darum gehen wird, Platz drei zu sichern und darauf habe ich mich konzentriert“, hatte Beran, ebenso wie Schildhauer und Keinert, auf der Radstrecke mit Gegenwind zu kämpfen.

Während es sich die Damen gerne etwas kühler gewünscht hätten, schockten die Temperaturen über 30 Grad die besten Herren nicht. „Ich bin erst kürzlich aus Australien nach Viernheim nach Hause gekommen. Da ist man solche Temperaturen natürlich gewohnt. Lampertheim war allerdings nicht mein erster Wettkampf nach meiner Rückkehr, ich war auch schon im Regionalliga- und Hessenliga-Team im Einsatz“, hatte sich Thome in der Spargelstadt etwas ausgerechnet.

„Ich habe gesehen, dass diesmal nicht die ganz großen Cracks dabei sind, wie etwa Steffen Kundel, der hier in den letzten zwei Jahren gewonnen hatte. Daher habe ich mich am Sonntag zur Nachmeldung entschieden“, sollte er diese Entscheidung nicht bereuen.

„Ich hätte natürlich gerne gewonnen und in der Online-Anmeldung war Matthias Thome ja nicht zu sehen, weil er nachgemeldet hat“, hatte sich der Vorjahressechste Tim Weiskat (Soprema Team TSV Mannheim) Chancen auf den Sieg ausgerechnet, am Ende reichte es immerhin für Platz zwei. „Ich habe es lieber warm als kalt, weil man gegen die Hitze als Athlet etwas tun kann“, erklärte Weiskat. Rang drei ging an Klaus Lehn (Stimmel Sports Team) aus Worms.

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