Lokalsport Südhessen

Fußball Hessischer Verband passt Empfehlung für Personenzahl auf dem Platz nach oben an / Eintracht Bürstadt kann Planungen zum Derby mit Riedrode vorantreiben

Jetzt doch 250 Zuschauer erlaubt

Archivartikel

Frankfurt/Bürstadt.Der Hessische Fußball-Verband (HFV) hat seine Zuschauerzahl für Fußballspiele in Hessen unter Pandemie-Bedingungen nach oben angepasst. Empfahl der Verband seinen Vereinen bis vor kurzem, nicht mehr als insgesamt 250 Personen auf den Platz zu lassen, so orientiert sich der HFV jetzt an den Corona-Verordnungen des Landes Hessen, die bis zu 250 Zuschauer bei Sportveranstaltungen gestatten.

Die Anpassung geht aus einem Schreiben hervor, das der HFV unter dem Titel „Corona-Pandemie: FAQs zum Saisonstart aktualisiert“ auf seiner Homepage veröffentlichte. „Zuschauer sind Gäste, nicht Spieler, Betreuer, Helfer, Mitwirkende und Beschäftigte“, stellt der Verband klar. Die lokalen Behörden könnten bei Vorlage eines Hygienekonzepts auch eine höhere Anzahl an Zuschauern genehmigen, heißt es darin weiter.

Der HFV hatte seinen Mitgliedern bislang eine Maximalzahl von 250 Personen statt Zuschauern empfohlen – und war damit bewusst eine vorsichtigere Linie gefahren als die hessischen Behörden oder auch der Landessportbund, der sich schon die ganze Zeit nach den Vorgaben der Politik richtete. „Die HFV-Regelung soll dabei dem Schutz der Vereine dienen und soll diesen ermöglichen, sich im Rahmen der Freundschaftsspiele bei etwas niedrigerer Teilnehmerzahl besser an die Abläufe des neuen Hygienekonzeptes vor Ort zu gewöhnen“, heißt es in einer HFV-Mitteilung vom 12. August.

Für Hessens Fußballvereine ist die Anpassung eine gute Nachricht, auch wenn die 250-Zuschauer-Marke bei einem Großteil der Amateurfußballspiele nicht erreicht wird. Beim Kreispokalfinale zwischen der FSG Riedrode und Eintracht Wald-Michelbach vor einer Woche hatte sich Kreisfußballwart Reiner Held noch an der 250-Personen-Marke orientiert, so dass nur 200 Zuschauer in Mitlechtern zugelassen waren. Zur Einordnung: 2019 waren 1200 Zuschauer beim Finale vor Ort. Beim Halbfinale gegen den SV Unter-Flockenbach Ende August hatte die gastgebende FSG Zuschauern den Zutritt verwehren müssen, weil die Kapazität erreicht war.

„Wir sind froh, dass die Durchführungsbestimmungen des HFV jetzt im Einklang mit denen des Landessportbundesstehen“, sagt Rainer Beckerle. Der Vorsitzende der Bürstädter Eintracht kann nun die Planungen für das Gruppenliga-Derby gegen die FSG Riedrode vorantreiben. Am Montag veröffentlichte die Eintracht auf ihrer Facebook-Seite einen Link zum HFV-Anmeldeformular, das Spielbesucher zwecks Kontaktverfolgung ausfüllen müssen. „Das füllen sie am besten zu Hause aus und bringen es ausgedruckt mit. Dann gibt es keine Schlange an der Kasse“, rät Beckerle.

Mit FSG-Vorstand Horst Kreiling hat sich der Eintracht-Boss darauf verständigt, dass die Gäste vorab 50 Karten zum Verkauf zur Verfügung gestellt bekommen. Generell gilt das Prinzip „First come, first served“. Beim Hygienekonzept sieht Beckerle keine Probleme. „Bei uns besteht die Möglichkeit, sich in zweiter und dritter Reihe aufzustellen. Da kann jeder Abstand halten“, sagt er. Schon vor Rundenstart hatte die Eintracht das Heimrecht der Reserve getauscht, um Publikumsandrang zu vermeiden. Bürstadts 1b-Team spielt nun am Sonntagmittag bei Olympia Lorsch II. cpa

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