Lokalsport Südhessen

Spieler der Woche Stürmer des VfR Bürstadt stellt nach elfmonatiger Verletzungspause Treffsicherheit unter Beweis

Kadir Kilic meldet sich zurück

Bürstadt.Mit seinen Toren zum 1:0 (39.) und 2:0 (60.) hatte Kadir Kilic großen Anteil daran, dass der VfR Bürstadt am vergangenen Spieltag in der Kreisoberliga Bergstraße einen letztlich klaren 4:1 (1:0)-Heimsieg gegen Schlusslicht FC Ober-Abtsteinach einfuhr und damit als Tabellenzweiter dem Spitzenreiter und Lokalrivalen FSG Riedrode auf den Fersen blieb. Für Kilic selbst waren es in den zurückliegenden fünf Partien die Tore drei und vier. Angesichts von fünf Torvorlagen war der 21-Jährige damit an neun der 15 VfR-Tore im Jahr 2019 direkt beteiligt. „Es freut mich natürlich, dass es jetzt schon wieder so gut für mich läuft, aber eine lange Anlaufphase habe ich noch nie gebraucht. Nur mit der Schnelligkeit bin ich nach der langen Verletzungspause noch nicht ganz bei 100 Prozent“, hat der gebürtige Viernheimer eine lange Leidenszeit hinter sich.

Erfahrung mit langen Ausfällen

So sprang ihm am 8. April 2018 im Kreisoberligaspiel gegen den SV Anatolia Birkenau die Kniescheibe heraus und er musste in der 34. Minute das Feld verlassen. „Danach musste ich mich im Mai und November zwei Operationen unterziehen. So habe ich dann ja auch in der Saison 2018/2019 die komplette Hinrunde verpasst“, ist Kilic froh, wieder spielen zu können. Dass der 21-Jährige tatsächlich keine lange Anlaufphase braucht, stellte er schon am 10. März unter Beweis, als er beim 1:0-Heimsieg des VfR Bürstadt gegen Starkenburgia Heppenheim den Siegtreffer markierte.

Für Kilic war die Partie gegen die Kreisstädter das erste Ligaspiel nach fast genau elf Monaten Verletzungspause. „Die Vorbereitung im Januar konnte ich ja schon wieder komplett mitmachen“, ist es für den gebürtigen Viernheimer nicht zum ersten Mal, dass ihn eine Knieverletzung monatelang außer Gefecht gesetzt hat.

So spielte Kilic damals mit der U 19 des VfR Wormatia Worms in der Jugendregionalliga und schnupperte sogar schon im Erwachsenenbereich ins Regionalligateam der Nibelungenstädter hinein, als ihn ein Gegenspieler schwer am Knie verletzte, was ebenfalls einen operativen Eingriff und einen Ausfall von satten 13 Monaten nach sich zog. „Damals war es das linke Knie und diesmal das rechte. Da ich nur zwei Knie habe und beide jetzt schon dran waren, hoffe ich jetzt mal, dass da keine weiteren Verletzungen mehr kommen“, würde Kilic gern auf weitere schwere Verletzungen verzichten.

„Gerade mein Trainer Karl-Heinz Göbel stand während der letzten Monate sehr zu mir, aber auch die Mannschaft und der Verein. Auch wenn es Angebote von anderen Vereinen gab, habe ich doch mittlerweile auch für die kommende Saison zugesagt“, will Kilic bei den Schwarz-Weißen aus Bürstadt bleiben.

„Unsere Niederlage bei der FSG Riedrode war schon sehr unglücklich, aber wir sind weiterhin dicht an der FSG dran und das wollen wir auch bleiben“, weiß Kilic sehr gut, dass die beiden Spitzenteams in der Kreisoberliga gerade einmal zwei Punkte voneinander trennen. „Wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern beisammen“, traut der 21-Jährige dem VfR noch einiges zu.

Dass er nun wieder in der Offensive spielen kann, gefällt Kilic. „Davor hatte ich zuletzt in der Innenverteidigung gespielt und letztlich spiele ich da wo mich der Trainer hinstellt, aber in der Rolle des Vorlagengebers und des Torschützen fühle ich mich dann doch am wohlsten. Wenn es sein müsste, würde ich allerdings auch ins Tor gehen, aber ich glaube da, sind wir im Moment ganz gut besetzt“, sagt der junge Stürmer mit einem Lächeln im Gesicht.

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