Lokalsport Südhessen

Spieler der Woche 22-Jähriger nutzt seine Chancen, sich im Kasten von Kreisoberliga-Meister Eintracht Bürstadt zu beweisen

Kamprath – mehr als Ersatztorwart

Archivartikel

Bürstadt.Im Tor von Kreisoberliga-Meister Eintracht Bürstadt durfte Eric Kamprath beim letzten Saisonspiel gegen den FSV Riedrode noch einmal als Vertretung für Stammtorwart Christian Steiner ran. Gerade in den zweiten 45 Minuten, als die Gäste aus Riedrode den Druck auf das Tor der Gastgeber merklich erhöhten, machte er seine Sache sehr gut. An ihm lag es nicht, dass die Riedroder in der Schlussphase doch noch zum 2:2-Ausgleich kamen – im Gegenteil: Kamprath war es, der diesen Augenblick so weit es ging hinausgezögert hatte. „Dass wir durch einen Abwehrfehler in der 87. Minute noch das 2:2 bekommen haben, hat mich natürlich geärgert. Insgesamt haben wir aber ein gutes Spiel gemacht“, meinte der 22-Jährige. Für den Hofheimer war es erst der fünfte Einsatz in der ersten Mannschaft.

Vor der Saison vom Lokalrivalen VfR Bürstadt an die Wasserwerkstraße gewechselt, durfte Kamprath nun mit der Eintracht mit dem Aufstieg in die Gruppenliga Darmstadt den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feiern. Dass er im Tor der Eintracht die Nummer zwei hinter Steiner sein würde, war Kamprath bei seinem Wechsel bewusst. „Ich kannte Christian Steiner ja schon aus gemeinsamen Tagen beim FV Hofheim. Auch Torwarttrainer Markus Frank hatte uns damals in Hofheim schon trainiert. Ich habe mich mit beiden immer sehr gut verstanden. Das war schon ein wesentlicher Grund, warum ich zur Eintracht gewechselt bin“, sagte Kamprath, der bei den Bürstädtern mit Fabio Capello und Maximilian Hödl auch auf alte Freunde aus Jugendtagen traf.

„Der Zusammenhalt in der Mannschaft ist riesengroß, hier kämpft jeder für jeden und es sind alle Freunde, die gerne etwas zusammen unternehmen“, schwärmt Kamprath. Auch die Tatsache, dass Eintracht-Meistertrainer Benjamin Sigmund für klare Ansagen steht, gefällt dem jungen Torhüter.

Rivale? Nein, Mentor

„Er hat sich vor der Runde auf Christian Steiner als Nummer eins und mich als Nummer zwei im Tor festgelegt – ich finde so etwas besser als eine Rotation. Ich verstehe mich mit Christian sehr gut. Er ist fast so etwas wie ein Mentor für mich und bringt mir zusammen mit Markus Frank viel bei“, weiß Kamprath, dass er sich weiter verbessern kann und muss. Als Teamplayer zeigt sich der Hofheimer dabei nicht nur in seiner Rolle als zuverlässiger Vertreter Steiners, sondern auch in der zweiten Mannschaft der Eintracht, in der er nach der Winterpause immer wieder aushalf und wertvolle Spielpraxis sammelte. „Im Winter ist da ein Torwart weggefallen“, half Kamprath in elf Spielen im Kasten der Eintracht-Reserve aus. „Unser Trainer möchte allerdings schon, dass er bei Erstmannschaftsspielen beide Torhüter zur Verfügung hat. Daher ging das Einspringen bei der Zweiten im wesentlichen nur bei Heimspielen.“

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