Lokalsport Südhessen

Fußball VfR Bürstadt verliert Relegationsstart in Geinsheim mit 0:1 / Viele Spieler wohl vor dem Abgang

Karl-Heinz Göbel ärgert sich über aberkanntes Tor

Archivartikel

Bürstadt.Der VfR Bürstadt hat den Aufstieg in die Fußball-Gruppenliga nicht mehr in der eigenen Hand. Zum Auftakt der Relegationsrunde kassierte die Elf von Trainer Karl-Heinz Göbel am Donnerstag eine späte und ärgerliche 0:1 (0:0)-Niederlage beim SV Geinsheim.

Ein Schuss des Geinsheimers Marcel Hammann aus 20 Metern zum 1:0-Endstand läutete in der 90. Minute eine dramatische Nachspielzeit ein. Nur eine Minute später schlenzte VfR-Routinier Besim Reka den Ball aus halblinker Position rechts in den Winkel. Doch der Linienrichter hob die Fahne, der Schiedsrichter erkannte das vermeintliche 1:1 ab. Eine Fehlentscheidung, fand Bürstadts Trainer Karl-Heinz Göbel.

„Nicht Besim Reka, sondern Daniel Böck stand im Abseits. Der hat aber nicht eingegriffen“, meinte Göbel und sprach von einem „bitteren“ Ausgang: „Ein 1:1 wäre ein richtig gutes Ergebnis gewesen. Vor dem 2:2 beim TV Lampertheim am letzten Spieltag hatten wir acht Siege in Folge geholt. Jetzt machen wir ein offenes Spiel in Geinsheim, kassieren in der 90. Minute das 0:1 und in der 91. wird uns ein reguläres Tor aberkannt. Das ist schon grausam und nur schwer zu verdauen.“ Seinem Team machte er keinen Vorwurf: „Ich muss den Hut ziehen. Meine Mannschaft ist gegen einen guten Gegner, der ein leichtes Chancenplus hatte, sehr diszipliniert aufgetreten. Obwohl mit Torwart Maximilian Kölsch, Dennis Böck, Kadir Kilic und Luca Schäfer vier Spieler ausgefallen sind und Eugen Zweininger nach 36 Minuten verletzt raus musste, hat sie alles rausgehauen und den VfR Bürstadt würdig vertreten.“

In seine Analyse packte der scheidende VfR-Coach einen weiteren Umstand, der sich seit Wochenbeginn abzeichnet. „So wie es aussieht, werden viele Spieler den VfR nach dieser Runde verlassen. Auch unter diesen Voraussetzungen war es eine ordentliche Vorstellung“, erklärte Göbel. Als Verlierer des ersten Spiels muss der VfR am Sonntag (15 Uhr, Robert-Kölsch-Stadion) zu Hause gegen Hassia Dieburg ran. Am Mittwoch (19 Uhr) empfängt Dieburg dann Geinsheim zur letzten Partie der Dreier-Relegationsrunde. Will sich der VfR eine Chance erhalten, muss gegen Dieburg ein Sieg her. Außerdem müsste Dieburg Geinsheim besiegen. Auf diese Rechenspiele gab Göbel am Donnerstag nichts: „Am Sonntag ist es für viele das letzte Spiel für den VfR. Wir wollen uns mit einem Sieg verabschieden – egal, was am Mittwoch passiert.“ cpa

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