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Fußball-C-Liga FVB II nach 1:2 bei SG Riedrode II vor dem Abstieg / Hüttenfeld verliert 0:2

Katerstimmung in Biblis

Archivartikel

Ried.Für den FV Biblis II gehen im Abstiegskampf in der Fußball-C-Liga so langsam alle Lichter aus. Im Ried-Derby bei der zweiten Mannschaft der SG Riedrode musste die Elf von Spielertrainer Sven Sauer kurz vor Schluss den Gegentreffer zur bitteren 1:2 (1:0)-Niederlage hinnehmen. Keinen Punkt gab es am gestrigen 23. Spieltag auch für die SG Hüttenfeld, die das Verfolgerduell bei der SG Hammelbach/Scharbach mit 0:2 (0:1) verlor. Jubeln durfte dafür Eintracht Bürstadt II nach einem starken 5:2 (3:1)-Sieg beim TSV Gras-Ellenbach.

SG Riedrode II – FV Biblis II 2:1

„Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam noch Pech dazu“ – auf die berühmten Worte von Ex-Bayern-Profi Jürgen Wegmann berief sich gestern Nachmittag auch FVB-II-Spielertrainer Sven Sauer. „Dieses Zitat trifft den Nagel auf den Kopf. Diese Niederlage hat die Mannschaft nicht verdient. Aber wenn du da unten drin stehst, hast du einfach nicht das Glück“, fand der 31-Jährige. In der zehnten Minute hatte Daniel Mengesteab die Gäste in Führung geschossen. „Danach haben wir es versäumt, mit 2:0 in Führung zu gehen“, erklärte Sauer.

Stattdessen drehte Riedrodes Kreisoberliga-Reserve die Angelegenheit in den zweiten 45 Minuten. In der 57. Minute lenkte der Bibliser Marco Müller den Ball in Richtung eigenes Tor, das Kunstleder kullerte letztlich in Slapstick-Manier vom Rücken des FVB-Schlussmanns Lukas Berg ins eigene Netz. In der 88. Minute kam es noch dicker für den Vorletzten, als der nicht gerade in die Bäume gewachsene Mirko Alimi zum 1:2-Endstand aus Bibliser Sicht einköpfte.

„Das Spiel hätte keinen Sieger verdient“, so Sauer. Da Wegmann beim FC Bayern mit Lothar Matthäus am Ball war, galt für Biblis II gestern jedoch auch: Wäre, wäre, Fahrradkette – auch im Abstiegskampf. Sieben Spieltage vor Rundenende fehlen dem Aufsteiger 13 Zähler zum Relegationsplatz. „Jetzt ist es vorbei“, resignierte Sauer. Für die SG Riedrode II, die bei 27 Punkten steht, kam der zweite Sieg in der fünften Begegnung unter Spielertrainer Dirk Horaczek dagegen einem kleinen Befreiungsschlag gleich.

Hamm./Sch. – Hüttenfeld 2:0

Hammelbach/Scharbach (46 Punkte) zog mit dem Dreier an Hüttenfeld (45) vorbei. Eine echte Erklärung für den bitteren Rückschlag im Aufstiegskampf hatte SGH-Trainer Marco Falkenstein nicht. „Die Gegner wissen selbst nicht, wie sie aus eineinhalb Chancen zwei Tore machen. Es war ein kollektives Versagen bei uns auf allen Positionen. Wir hatten keine Bewegung im Aufbauspiel und haben die Bälle zu leicht verloren“, sagte Hüttenfelds Coach – ließ jedoch tief blicken. „Den Leuten, die da waren, kann ich keinen Vorwurf machen – außer, dass wir besser spielen können. Ich muss eher den Spielern einen Vorwurf machen, die einfach nicht kommen und die Mannschaft im Stich lassen. Wir können die Saison jetzt ausklingen lassen, das Thema ist durch.“ Fürs Protokoll: Die Gegentore fielen in der 21. und 58. Minute.

Gras-Ellenb. – Et. Bürstadt II 2:5

„Jetzt werden wir sehen, ob wir wirklich zwischen Platz drei und fünf gehören – oder doch nur zwischen Platz sechs und acht“, hatte Eintracht-Coach Michael Herzberger vor der Partie erklärt. Nach dem 5:2-Erfolg dürfte die Antwort klar sein. „Das war unser bestes Saisonspiel. Wir haben hinten sicher gestanden und vorne sofort gepresst. Der Gegner hatte eigentlich keine Chance, die Tore waren super herausgespielt“, war Bürstadts Trainer begeistert. Drei Tore von Kapitän Daniel Patti (32./38./52., Foulelfmeter) sowie die Treffer von Shpejtim Jakupi zum 1:0 (25.) und von Dominik Stockmann zum 5:1 (80.) brachten den verdienten Dreier für die Eintracht-Reserve (45 Punkte). Gras-Ellenbachs Tore zum 1:3 (42.) und 2:5-Endstand (85.) interessierten nur die Statistiker. cpa

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