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Fußball-Kreisoberliga Trainer-Routinier setzt beim TV Lampertheim auf erfahrene Spieler als Gerüst

Kecskemeti behält die Ruhe

Archivartikel

Lampertheim.Nach acht Jahren fast ununterbrochen in der Gruppenliga Darmstadt müssen die Fußballer des TV Lampertheim kleinere Brötchen backen und spielen nun wieder in der Kreisoberliga Bergstraße. Im Darmstädter Fußballbezirk waren die Lampertheimer zuletzt selten glücklich. Gerade die vergangene Saison war gründlich misslungen. Kaum stellte der damalige Trainer Christian Hofsäß sein Traineramt Anfang Oktober 2017 zur Verfügung, da wurde die Mannschaft nach dreimaligem Nichtantreten abgemeldet.

Der Fokus des TV Lampertheim lag nun auf der zweiten Vertretung, die dank der Hilfe einiger Routiniers aus der ersten Mannschaft die B-Klasse hielt. Diesen freien Platz in der Kreisliga B aber nehmen die Lampertheimer (mit einer zweiten Mannschaft) nicht mehr in Anspruch. Die volle Konzentration gilt nun darauf, sich mit dem A-Team in der Kreisoberliga zu behaupten.

Und da ist es den Verantwortlichen gleich gelungen, einen richtigen Fachmann für dieses Vorhaben zu gewinnen: Rudi Kecskemeti. „Der Verein hat den richtigen Zeitpunkt erwischt. Als es mich gerade wieder gejuckt hat, kam der Anruf“, erklärt der Schönauer, der zuletzt vor knapp vier Jahren in der Verantwortung beim Bergsträßer A-Ligisten FSV Rimbach stand, mit dem er fast in die Kreisoberliga aufgestiegen wäre.

Daniel Willhardt kehrt zurück

Kecskemeti ist aber weit davon entfernt, sich nun verrückt machen zu lassen. Auch von der Aussage, dass die Lampertheimer eigentlich eine gute Mannschaft zusammen hätten, die das Potenzial habe, oben mitzuspielen, lässt er sich nicht beeindrucken. Die Kadergröße von 26 Spielern kann sich durchaus sehen lassen. Der wohl prominenteste Zugang ist Daniel Willhardt, der nach seiner Verbandsliga-Zeit beim FC Alsbach nun an die alte Wirkungsstätte zurückkehrt.

„Wir wollen doch jetzt erst einmal wieder eine Mannschaft aufbauen. Dazu sollen die gruppenligaerfahrenen Spieler als Gerüst dienen“, sagt Kecskemeti, der sich besonders gerne an seine frühere Zeit beim FSV Riedrode erinnert, dem er mit seinen vielen Treffern Ende der 1970er Jahre zu drei Aufstiegen in Folge verhalf. Auch ein Saisonziel will er erst einmal nicht definieren: „Da muss ich erst einmal alle meine Spieler und auch die Liga kennenlernen. Aber spätestens Ende September werden wir wissen, wohin die Reise geht. Bis dahin kann ich sagen, ob wir eine Chance für die obere Tabellenregion haben.“

„Muss Spieler kennenlernen“

Trotz aller Lockerheit will Kecskemeti die Grundsätze der Disziplin nicht außer Acht lassen.„Gegenseitiger Respekt und auch Pünktlichkeit gehören zu unserem Sport“, hofft Kecskemeti darauf, auch der jungen Generation nicht nur den Spaß am Fußball zu vermitteln, sondern auch ein paar Werte, die ihnen auch außerhalb des Fußballplatzes sicherlich weiterhelfen werden.

Bedauerlich findet der Trainer, dass der Verein derzeit über keine zweite Mannschaft verfügt und somit Spieler, die erst einmal nicht zum engeren Kader gehören, nicht zu ihren Spieleinsätzen kommen. Diese Problematik ist auch dem Sportausschuss bewusst, der in der nächsten Runde in jedem Fall wieder eine Reserve am Spielbetrieb anmelden will. hias

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