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Spiel der Woche Die Fußball-Gruppenligisten Eintracht Bürstadt und FSG Riedrode trennen sich leistungsgerecht 0:0

Keine Tore im Bürstädter Derby

Bürstadt.Ohne Sieger und ohne Tore ist das Bürstädter Derby am zweiten Spieltag der Fußball-Gruppenliga über die Bühne gegangen: Die DJK Eintracht Bürstadt und die FSG Riedrode trennten sich am Sonntag 0:0-Unentschieden. Mit dem torlosen Remis konnten sich die Mannschaften gut anfreunden, beide Teams haben jetzt vier Zähler auf dem Konto. „Vom Verlauf hätte dieses Spiel keinen Sieger verdient gehabt“, meinte FSG-Trainer Duro Bozanovic: „Die Eintracht war in der ersten Halbzeit überlegen, wir waren dagegen sehr mutlos und hatten nicht die Laufbereitschaft und die Einstellung, die man in so einem Derby von Anfang an braucht. In der zweiten Halbzeit sind wir mit etwas spielerischem Übergewicht aus der Kabine gekommen.“

Benjamin Sigmund machte ein Chancenplus für seine Elf aus. „Im Vorfeld hätten wir für ein 0:0 unterschrieben“, fand Bürstadts Spielertrainer: „Wir waren dem Sieg ein Stück weit näher und sind vielleicht noch etwas enttäuscht, dass es nicht drei Punkte geworden sind. Ich kann mit dem Punkt aber gut leben und bin nicht unzufrieden.“

Unter der Woche hatte Sigmund noch der FSG die Favoritenrolle zugeschoben. Die ersten 15 Derbyminuten lieferten den 250 Zuschauern auf dem DJK-Sportplatz aber ein gegensätzliches Bild. Schon in der dritten Minute wurde es gefährlich vor dem Kasten von FSG-Torwart Chris Keilmann. Nach einer Ecke von Fabio Cappello schaute die Riedroder Innenverteidigung um Janis Wiesener und Henrik Wegerle dem Ball nur hinterher.

Eintracht-Stürmer Andre Bandieramonte fackelte nicht lange, zog ab – und Keilmann klärte wiederum zur Ecke. Auch bei der zweiten Standardsituation der Partie schien die FSG-Abwehr mit den Gedanken eher im nahegelegenen Schwimmbad zu sein. Von der Strafraumgrenze kam das Kunstleder gefährlich in den Sechzehner zurück, nach einem weiteren Ballkontakt lenkte Bandieramonte die Kugel zur vermeintlichen 1:0-Führung ins Tor (3.).

Doch die Eintracht-Bank freute sich zu früh: Die Fahne des Linienrichters ging – nicht zum letzten Mal – nach oben. „Eine äußerst fragliche Entscheidung“, machte Sigmund eine tiefstehende FSG-Defensive aus: „Ein Gegenspieler stand fast auf der Linie. Das Riedroder Tor in der zweiten Halbzeit war dreimal klarer Abseits.“ Über Bandieramonte (5./Hereingabe) und Paul Herbel (6./Abseits) kam die Eintracht noch zweimal gefährlich in den Gäste-Strafraum, dann ließen auch bei den Platzherren die Kräfte ein wenig nach. Bei einem platzierten Drehschuss von Riccardo Presti (22.) wäre Keilmann jedoch nicht mehr drangekommen. Die Spätsommerhitze war tödlich für das Tempo, das die FSG in den ersten 45 Minuten nie aufnahm. Sehr oft bildete Riedrodes Offensive eine Vierer- oder Fünferreihe, deren Sinn sich nicht jedermann erschloss.

Auf die Idee, die Abstände zum Defensivverbund mit Laufarbeit zu verkürzen, kamen Sinisa Pitlovic und Co. über weite Strecken des ersten Durchgangs nicht. Die Folge: Außer Langholz und Versuchen aus der zweiten Reihe (René Salzmann, 35., knapp drüber), brachte die FSG wenig zustande. „In Ballbesitz haben wir viel zu wenig gemacht. Wir hatten zu viele Ballverluste“, räumte Bozanovic ein.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit probierte es FSG-Kapitän Tomislav Tadijan mit einem Gewalt-Freistoß, der sein Ziel verfehlte (47.). Dann zeichnete sich Eintracht-Ersatzkeeper Eric Kamprath – Jannik Hüter fehlte wegen einer Oberschenkelblessur – gegen Sinisa Pitlovic aus (48.). Ein Lattenknaller von FSG-Angreifer Gianluca  Lucchese erregte Aufsehen (53.), bevor Keilmann im Duell mit Xhino Dushaj stark die Oberhand behielt (56.).

Vitali Becker für Eintracht Bürstadt (62.) und FSG-Mann Mario Basyouni per Volley-Abnahme (64.) hatten die nächsten Möglichkeiten, ehe erneut Keilmann – diesmal gegen Luca Schäfer – in höchster Not rettete (68.). In der Schlussphase war Riedrode offensiv etwas auffälliger. Der Treffer von Joker Patrick Landwehr nach toller Vorarbeit von André Moos und Timo Seyfried wurde aber wohl zu Recht nicht anerkannt (85.).

Für die FSG geht es am Mittwoch (19.30 Uhr) zu Hause gegen Aufsteiger 1. FCA Darmstadt weiter. Die Eintracht bekommt es am Donnerstag (19.30 Uhr) ebenfalls mit einem Neuling, dem VfR Groß-Gerau, zu tun.

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