Lokalsport Südhessen

Fußball-Kreisoberliga FSG-Coach nimmt seine Elf vor dem Duell mit Hofheim in die Pflicht

Klartext von Bozanovic

Archivartikel

Ried.Rudi Kecskemeti, der neue Trainer des Fußball-Kreisoberligisten TV Lampertheim, kann es einfach nicht fassen. „So schwer ist es ja nicht, mal einen Treffer zu erzielen. Aber jedes Mal schießen wir vorbei“, war der Übungsleiter beim mageren 1:1 gegen Anatolia Birkenau ganz außer Atem. Die Möglichkeiten hätten gereicht, um zwei, ja um drei Spiele zu gewinnen, doch es reichte nicht einmal zu einem Heimsieg über die Elf aus dem Odenwald.

Doch Kecskemeti kommt auch nicht umhin, die positive Tendenz bei seinem neuen Verein zu erkennen, die seit dem Abstieg in der vergangenen Saison nun wieder vorherrschend ist. „Der fünfte Platz ist zwar nur eine Wasserstandsmeldung. Aber ich muss auch zugeben, dass hier vieles gut läuft. Die Spieler ziehen gut mit und belohnen sich selbst für ihren Trainingsfleiß. Ich bereue es jedenfalls keine Sekunde, Trainer beim TV Lampertheim zu sein“, ist Kecskemeti mit sich und der Fußballwelt im Reinen.

Dies soll auch nach dem kommenden Spiel so bleiben. Hier muss sich der TV Lampertheim beim abstiegsbedrohten SC Olympia Lorsch beweisen. „Die sind sicherlich stärker, als es das Tabellenbild ausdrückt. Doch egal, wie stark der Gegner letztlich ist, werde ich meinen Mannen vor der Begegnung einen Matchplan in die Hand drücken, nach dem sie sich richten soll“, will Kecskemeti auf dem Lorscher Olympia-Gelände bestehen. Dabei planen ihm personell einige Sorgen. Denn mit Pascal Simon, Daniel Willhardt und Ersatztorhüter Daniel Obert befinden sich gleich drei seiner Spieler in Urlaub. Zudem hat sich Nicolas Herwehe vor wenigen Tagen einer Operation unterzogen und fällt nun ebenso aus.

„Absolute Siegermentalität fehlt“

Die FSG Riedrode schien ihre Wankelmütigkeit überwunden zu haben, und schon gab es am vergangenen Wochenende wieder eine 3:4-Auswärtsniederlage bei der Tvgg Lorsch. „Natürlich sind wir mit dem zweiten Tabellenplatz zufrieden. Aber nicht mit der Art und Weise wie sich unsere Mannschaft präsentiert hat“, sagt FSG-Trainer Duro Bozanovic. Gerade das Auftreten in der ersten Halbzeit gefällt dem Trainer ganz und gar nicht: „Von acht Begegnungen haben wir bei sechs hinten gelegen. Das ist definitiv zu viel.“ Die Niederlage in Lorsch sah er als absolut verdient an und hätte sogar einen Punkt als glücklich erachtet. „Uns fehlt die absolute Siegermentalität, die Leidenschaft und der unbedingte Wille, sofort das Spiel in die Hand zu nehmen und es auch gewinnen zu wollen. So wie wir im Moment auftreten, können wir von jedem geschlagen werden. Deswegen erwarten wir eine Reaktion der Mannschaft. Wir müssen wieder dahin kommen, wo wir vor acht Wochen zu Ende der Vorbereitung waren und diese Einstellung wieder an den Tag legen.“, redet Bozanovic vor der Heimbegegnung gegen den FV Hofheim Klartext.

Auch gegen die Hofheimer Elf seines früheren Mannschaftskameraden Oliver Schader werde es am Sonntag nicht einfach. „Wenn wir den Schalter nicht umlegen können, gewinnen wir auch gegen Hofheim nicht“, so Bozanovic. Während er verletzungsbedingt auf Eduard Tropman und Janis Wiesener verzichten muss, befindet sich Maximilian von Dungen im Urlaub. Nach seiner Verletzung hat er zwar wieder mit dem Lauftraining angefangen, doch seine Rückkehr ins Team wird erst für Mitte Oktober erwartet.

Ähnlich wie Olympia Lorsch ist auch der FC Ober-Abtsteinach als Aufsteiger noch nicht so richtig in die Gänge gekommen. Dennoch wäre es fatal, wenn der VfR Bürstadt den kommenden Auswärtsgegner unterschätzen würde.

Auch bei Schlusslicht FC Starkenburgia Heppenheim läuft es noch nicht richtig Rund. Dies ist aber dennoch kein Grund für den FC Alemannia Groß-Rohrheim, mit zu viel Optimismus „An den Galgen“, der traditionsreichen Spielstätte der Starkenburgia, zu fahren. hias

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