Lokalsport Südhessen

Fußball-A-Liga Azzurri erwarten den VfB

Kräftemessen im Lampertheim-Duell

Archivartikel

Ried.Nur wenig Zeit zur Regeneration hat der VfB Lampertheim in dieser Woche. Nachdem der VfB am Mittwochabend das Nachholspiel der Fußball-A-Liga beim TSV Reichenbach mit 2:3 verloren hat, muss die Truppe von Trainer Stefan Svrga am Sonntag im heimischen Stadion gegen den Stadtrivalen Azzurri Lampertheim antreten. Außerdem empfängt der FV Biblis den TSV Aschbach, die SG Nordheim/Wattenheim reist zum SSV Reichenbach.

TSV Reichenbach – VfB Lamp. 3:2

Von der Fahrt zum TSV Reichenbach hatte man sich beim VfB mehr versprochen. Am Ende eines spannenden Mittwochabends mussten die Lampertheimer die Heimreise aus dem Odenwald allerdings ohne Punkte antreten, denn nach der 2:3-Niederlage blieben alle drei Zähler in Reichenbach.

„Wir haben über 60 Minuten das Spiel bestimmt und dann nachgelassen. Ich denke, ein Unentschieden wäre das gerechtere Ergebnis gewesen“, haderte Gisela Hanusch vom VfB-Sportausschuss. TSV-Spielertrainer Christian Bauer sah das etwas anders: „Wegen unserer starken zweiten Halbzeit ist unser Sieg durchaus verdient. Im Kampf um den Klassenerhalt ist dieser Erfolg gut für die Moral meiner Mannschaft.“

Dabei sah es lange gut für die Lampertheimer aus. Nach einem Reichenbacher Ballverlust im Mittelfeld schaltete die VfB-Offensive schnell um, Nunzio Pelleriti brachte die Svrga-Elf in Führung (36.). Als Uwe Lauinger in der zweiten Halbzeit auf 2:0 erhöhte (49.), schien der Lampertheimer Sieg in greifbarer Nähe, zumal der VfB anschließend einige gute Chancen zum 3:0 hatte. Allerdings kamen die Reichenbacher durch ein Traumtor von Thomas Wolf zurück: Aus etwa 25 Metern hämmerte der TSV-Kicker den Ball nach einer Ecke volley in die Maschen (65.). Anschließend traf Mario Metzner zum Ausgleich (71.) und kurz vor Schluss erzielte Fabian Weishäupl den Siegtreffer für den TSV (89.).

Azzurri – VfB Lampertheim

Bereits am Sonntag muss der VfB die nächste Auswärtspartie bestreiten, diesmal aber im eigenen Stadion, denn Gasgeber ist offiziell Stadtrivale Azzurri. Neben der räumlichen Nähe, beide Mannschaften trainieren im Adam-Günderoth-Stadion und tragen dort auch ihr Heimspiele aus, stehen die beiden Teams auch in der A-Liga-Tabelle dicht beieinander. Lediglich ein Punkt trennt die beiden Clubs, aktuell stehen die Azzurri auf dem fünften, der VfB auf dem sechsten Platz.

„Beide Mannschaften haben mit dem Abstieg nichts mehr zu tun und auch nach oben geht nicht mehr viel. Ich hoffe, dass alle Spieler Spaß am Spiel haben werden, das Derby nicht allzu hitzig wird, sich keiner verletzt und das Spiel ohne Rote Karten auskommt“, sagt Gisela Hanusch.

Bei den Azzurri fordert Trainer Martin Göring eine Leistungssteigerung seiner Mannschaft: „Zuletzt beim Unentschieden in Lindenfels waren wir in der ersten Halbzeit richtig schlecht. Im Derby muss da mehr von uns kommen, denn das Stadtderby will man nicht verlieren.“

Einfach wird es für die Azzurri jedoch nicht werden, zumal Göring mit Daniel Windecker, Patrick Stoll und Jannick Hofmann auf gleich drei Leistungsträger verzichten muss. „In der Vergangenheit standen wir gegen den VfB immer unter Zugzwang, da wir noch Punkte für den Klassenerhalt brauchten. Diesmal ist das zwar entspannter, aber der VfB will ihrem Trainer Stefan Svrga sicherlich noch einen Derbysieg zum Abschied schenken“, so Göring.

FV Biblis – TSV Aschbach

Eigentlich dürfte für den FVB beim Heimspiel gegen den TSV Aschbach nur ein Sieg zählen, angesichts der personellen Situation wäre Coach Thomas Roth jedoch bereits mit einem Unentschieden zufrieden. Während Jan Dickerhof privat verhindert ist, befindet sich Shpejtim Jakupi im Urlaub, Romario Kronauer ist rot-gesperrt und Jonas Heinrich Drolshagen fehlt verletzt. Roth: „Bei diesen Vorraussetzungen ist ein Punkt das Minimalziel, auch wenn wir gerne drei Zähler einfahren würden.“

SSV Reichenbach – SG NoWa

„Der SSV ist in diesem Jahr eine Wundertüte. Von den letzten vier Spielen haben sie nur eines gewonnen. Ich hoffe, dass wir die Euphorie durch das Unentschieden gegen Winterkasten mitnehmen können und eventuell einen Punkt entführen. Wichtig dafür wird, dass wir auf Spieler wie Wolfgang Greiss und Spielertrainer Abedin Reqica achten und dass sich meine junge Mannschaft nicht unnötig provozieren lässt“, sagt Jens Stark, Trainer der SG NoWa. rago

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