Lokalsport Südhessen

Tennis Bislang erfolglose Suche nach Führungskräften

Kreisverbanddroht die Auflösung

Archivartikel

Bergstraße.Wie geht es weiter in der Führung des Tenniskreis Bergstraße? Für Samstag, 11.30 Uhr, hat Vorsitzender Jan Kahlert die Vertreter der 26 Mitgliedsvereine zur Jahreshauptversammlung ins Clubhaus des TC Viernheim gebeten. Fest steht, dass Kahlert (Sportpark Heppenheim), Schatzmeisterin Beate Burandt (BW Bensheim) und Jugendwartin Melanie Lang (BW Birkenau) zwei Jahre nach ihrer Wahl nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung stehen. Dem ältesten Tenniskreis in Hessen, der am 18. November 1983 gegründet wurde, droht sogar das Aus, sollte sich keine neue Führungsriege finden.

„Das ist einerseits traurig, andererseits aber auch eine logische Folge aus vielen Bemühungen, die wir als Kreisvorstand in den vergangenen zwei Jahren in der Hoffnung auf eine bessere Zusammenarbeit mit unseren Basisvereinen unternommen haben“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende und Spielleiter Roland Bode (TC Viernheim). Bode würde seine Tätigkeit als Spielleiter fortsetzen, um die Anfang Mai beginnenden Team-Wettbewerbe nicht zu gefährden. Selbst den Vorsitz zu übernehmen, das scheidet für ihn aus. Zwar hat auch Schriftführer Michael Marten (TC Viernheim) seine Bereitschaft erklärt, dem Vorstand erhalten zu bleiben. Alleine in dieser Konstellation sei der Kreisvorstand aber nicht handlungsfähig.

Hoffen bis zuletzt

„Wir stehen in Kontakt mit dem Registergericht Darmstadt und der Satzungskommission im Hessischen Tennis-Verband, zu dem der Tenniskreis Bergstraße ebenso als Mitglied zählt. Hier werden momentan noch die vereinsrechtlichen Konsequenzen für den „worst case‘, den schlimmsten Fall, geprüft“, so Bode weiter. Sollten sich trotz zahlreicher bisher aber vergeblicher Bemühungen keine Nachfolger für die relevanten Ämter finden, müsste eine außerordentliche Mitgliederversammlung über die Zukunft des Tenniskreises Bergstraße entscheiden. Bis dorthin könnte es vielleicht doch gelingen, Kandidaten zu finden. Im schlimmsten Fall droht aber die Auflösung des Kreisverbands.

Ungeachtet dessen stehen neben den Rechenschaftsberichten für das Geschäftsjahr 2019 auch Ehrungen und Informationen zur ab November dieses Jahres neu eingeführten Winter-Hallenrunde im Tennisbezirk Darmstadt auf der Tagesordnung. Weiteres Kernthema ist die diskutierte Strukturreform der fünf Kreisverbände im Bezirk Darmstadt. robo

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