Lokalsport Südhessen

Handball-Bezirksoberliga Nach dem 27:33 gegen Abstiegskandidat Roßdorf/Reinheim sucht Trainer Schmied nach Lösungen

Krisensitzung beim TV Lampertheim

Lampertheim.Sie hatten sich so viel vorgenommen. Die Handballer des TV Lampertheim wollten bei ihrem Gastspiel beim Drittletzten MSG Roßdorf/Reinheim II endlich den ersten Sieg nach der Winterpause einfahren und damit Rang drei verteidigen. Doch nach einer erneut ernüchternden Partie war Trainer Achim Schmied völlig bedient. „Wir haben eine Krise“, gab er nach der 27:33 (11:17)-Niederlage unumwunden zu. „Wir werden uns jetzt am Dienstag zusammensetzen und brauchen ganz schnell Lösungen. Denn viel Zeit haben wir nicht. Am kommenden Wochenende folgt schon das schwere Heimspiel gegen die SKG Bonsweiher. Da müssen wir uns anders präsentieren“, fordert er eine Reaktion seiner Mannschaft.

Gehörige Portion Frust

Schon jetzt ist klar: Tino Bohrmann wird gegen Bonsweiher nicht mit dabei sein. Er handelte sich neun Minuten vor dem Ende der Partie in Roßdorf eine Rote Karte mit Bericht ein, was eine Mindestsperre von zwei Spielen nach sich zieht. Nachdem er den MSG-Torhüter bei einem Wurf unglücklich im Gesicht getroffen hatte, stellte ihn ein Gegenspieler zur Rede, Bohrmann verlor etwas die Nerven und verpasste diesem einen Nasenstüber.

Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel allerdings schon längst entschieden und bei Bohrmann war sicherlich auch eine gehörige Portion Frust dabei.

Die Spargelstädter kamen schon in der ersten Viertelstunde mit der offensiven Deckung der MSG Roßdorf/Reinheim nicht klar, aber als größtes Problem erwies sich über die gesamte Spielzeit die eigene Defensive: „Jeder hat alleine für sich gespielt. Es hat die Kompaktheit, das Miteinander in der Deckung gefehlt“, ärgerte sich Achim Schmied.

Mitte der ersten Hälfte stellte er seine Abwehr auf eine 3:2:1 um, was allerdings nur bedingt erfolgreich war, weil der TVL zudem in der Offensive einige gute Chancen ausließ. So setzten sich die Gastgeber von 10:6 bis zur Pause auf 17:11 ab.

„Aber entschieden war noch nichts. Es war klar, dass wir das noch drehen können, wenn wir zu unserer Leistung finden und den Hebel umlegen können“, hoffte Schmied mit der gewohnten 6:0-Abwehr im zweiten Abschnitt die Wende herbeizuführen.

Bis auf 16:20 (37.) kam Lampertheim heran, dann verwarfen die Gäste in Folge drei Konter und eine freie Chance. „Das war eindeutig zu viel“, schüttelte Schmied fassungslos den Kopf. Roßdorf/Reinheim nutzte die fehlende Konsequenz der Gäste und erhöhte wieder auf 23:16 (41.) und machte beim 26:18 (48.) den Sack vorzeitig zu.

„Wir haben in der Schlussviertelstunde alles probiert, haben wieder offensiv gedeckt, um Bälle zu gewinnen, haben mit dem siebten Feldspieler agiert, was auch ganz ordentlich geklappt hat, aber unter dem Strich war es die schwache Deckung, die uns um alle Chancen brachte“, musste der Coach der Spargelstädter erkennen.

Lob für Griesheimer

Immerhin hatte er auch einen Lichtblick zu verzeichnen: Für der erkrankten Frederick Saul gab der eigentliche Zweitmannschaftstorhüter Max Griesheimer sein Debüt in der Bezirksoberliga „und machte seine Sache sehr gut. Er hat als er drin war, einige gute Würfe gehalten, auch einen Siebenmeter und sich für weitere Einsätze auf alle Fälle empfohlen“, lobte Lampertheims Coach Achim Schmied.

TVL-Tore: Eschenauer (5), Glanzner, Redig (je 4), Deissler (3), Zielonka (3/2), Gaebler, König, Bohrmann (je 2), Kettler, Emmerich (je 1). me

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