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Tischtennis Drittliga-Herren empfangen den SV Siek / Oberliga-Damen nach 3:8 gegen Kassel im Abstiegskampf angekommen

Lampertheim am Scheideweg

Lampertheim.Uwe van gen Hassend redet nicht lange um den heißen Brei herum. „Das ist ein richtungsweisendes Spiel für den Rest der Saison“, sagt der Vorsitzende des Tischtennis-Clubs (TTC) Lampertheim vor dem Heimspiel der ersten Herrenmannschaft gegen den SV Siek am Samstag (18.30 Uhr, Sedanhalle) in der 3. Bundesliga Nord.

Mit dem Begriff „Favoritenrolle“ tut sich van gen Hassend in diesen Tagen schwer. „Es gab einige sehr überraschende Ergebnisse“, erklärt der 59-Jährige – und blickt in den Norden der Republik. Aufsteiger Hannover 96, in Liga-Kreisen eigentlich als Abstiegskandidat gehandelt, trumpfte zuletzt groß auf. Gegen die Aufstiegsmitfavoriten TTC Champions Düsseldorf und Union Velbert setzten sich die Hannoveraner jeweils mit 6:4 durch. Die Lampertheimer, die am 17. November nach Niedersachsen müssen, sind gewarnt.

Auch der SV Siek war unlängst für die eine oder andere Überraschung gut. Gegen Velbert holten die Schleswig-Holsteiner ein 5:5-Heimremis, bei der Erstliga-Reserve des TTC Fulda-Maberzell mussten sich die Norddeutschen hauchdünn mit 4:6 geschlagen geben. Dass Siek mit 2:6 Punkten auf dem vorletzten Platz steht, spiegelt die Kräfteverhältnisse nur bedingt wider. „Siek hat mit dem Polen Adrian Wiecek eine super Nummer eins, im hinteren Paarkreuz spielt mit Rimas Lesiv ein litauischer Nationalspieler“, betont van gen Hassend und hält fest: „Das ist eine ordentliche Drittliga-Mannschaft.“

Hoffen auf Semenov und Udra

Trotzdem – oder gerade deshalb – zählt für Lampertheim am Samstagabend nur ein Sieg. „Wenn wir gegen Siek gewinnen, haben wir schon zwei Teams recht deutlich auf Distanz gehalten“, meint van gen Hassend. Aktuell belegen die TTC-Herren mit 3:3 Punkten Rang sechs. „Durch den Heimvorteil sind wir in einer leichten Favoritenposition“, räumt van gen Hassend ein, warnt jedoch: „Am Samstag kann alles passieren.“ Vor dem dritten Heimspiel der TTC-Herren geht van gen Hassends Blick auch in Richtung Frankfurter Flughafen. Lampertheims Nummer zwei, Andrey Semenov, mischt ab Donnerstag bei den Belarus Open mit und kommt erst am Samstagmittag in Deutschland an. „Mal sehen, ob er pünktlich ankommt – und wie er den Stress verkraftet“, hofft der TTC-Vorsitzende auf Semenovs Einsatz. Davon abgesehen sind alle Mann an Bord. „Unsere Nummer eins, Alfredas Udra, hat nach dem 1:6 beim Tabellenführer Hertha BSC eine Woche lang im Bett gelegen. Aber er ist wieder gesund. Unter der Woche wird Udra bei einem Turnier in Tschechien an den Start gehen.“

Für die Spargelstädter ist die Partie gegen Siek auch deshalb richtungsweisend, weil sie den Auftakt in einen ereignisreichen November markiert. Am 10. November (14.30 Uhr) kommt der SC Buschhausen in die Sedanhalle, danach geht es für den TTC nach Fulda (16. November) und Hannover (17. November). Mindestens fünf Punkte hat van gen Hassend für diese vier Begegnungen als Ziel ausgerufen. Da die Vorrunde für Lampertheim mit den Top-Spielen gegen Velbert (1. Dezember) und in Düsseldorf (7. Dezember) endet, sind die Südhessen gut beraten, ein Polster auf die Abstiegsplätze neun und zehn aufzubauen.

Mittelfeld rückt in die Ferne

Wenig auszurichten gab es unterdessen für die Oberliga-Damen des TTC im Heimspiel gegen die Kasseler Spvgg Auedamm II (3:8). „Wir waren chancenlos“, resümierte van gen Hassend. Nach einem 0:2-Rückstand aus der Doppelphase hielten Anne Lochbühler, Tanja Haberle und Inken Diederich die Spannung bis zum 3:5 aufrecht. „Wir stecken mitten im Abstiegskampf“, stellt der TTC Boss klar. Mit 2:8 Punkten erwischte das Damenteam einen besorgniserregenden Saisonstart. „Im Moment läuft es nicht so, wie es laufen sollte. Wir dachten, wir könnten uns im Mittelfeld behaupten. Aber die Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte sind für uns zurzeit nicht machbar“, so van gen Hassend.

Am Samstag, 9. November (15 Uhr, Sedanhalle) empfangen die TTC-Damen den Sechsten TTF Oberzeuzheim (2:4 Punkte). „Das wird ein Schlüsselspiel für uns“, meint Lampertheims Vorsitzender.

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