Lokalsport Südhessen

Tischtennis, 3. Liga TTC-Herrenteam beginnt Rückrunde in Schwarzenbek und Siek

Lampertheim bangt um Semenov

Lampertheim.„Hamburg-Tour“ nennt Uwe van gen Hassend, der Vorsitzende des TTC Lampertheim, die Planung für das bevorstehende Wochenende. „Freitagmorgen geht es los“, sagt der 59-jährige Macher des Tischtennis-Clubs. Unweit der Hansestadt startet Lampertheims erstes Herrenteam mit einem Doppelspieltag in die Rückrunde der 3. Bundesliga Nord: Am Samstag (15.30 Uhr) gastieren die Südhessen bei Schlusslicht TSV Schwarzenbek, am Sonntag (14 Uhr) geht es zum Drittletzten SV Siek.

Die Reise in den hohen Norden wird der TTC-Tross wie im vergangenen Jahr mit einem Ausflug verbinden. Zwischen Kleinbus und Bahnstrecke werden 16 Betreuer und Anhänger ihr Team begleiten, ein Bummel auf der Reeperbahn ist für Freitagabend vorgesehen. „Ohne die Spieler natürlich. Die müssen sich schonen“, stellt van gen Hassend klar.

Kern steht als Ersatz bereit

Ihre Kräfte werden sich die TTC-Cracks sowieso gut einteilen müssen. Denn noch ist unklar, mit welcher Aufstellung der Tabellenvierte am Wochenende antreten können wird. „Andrey Semenov, der in der Rückrunde unsere Nummer eins sein wird, hat sich im Training am Handgelenk verletzt. Momentan geht bei ihm gar nichts, er trägt eine Schiene“, erklärt van gen Hassend: „Ob Andrey spielen kann, wird sich erst am Freitag oder am Samstag selbst entscheiden. Wenn es nicht geht, sind wir krasser Außenseiter. Dann bräuchten alle anderen einen Sahnetag.“

Mit Thomas Kern steht ein höherklassig erprobter Ersatzmann aus dem Verbandsliga-Team bereit. „Er fährt auf jeden Fall mit“, meint van gen Hassend. Der 17-jährige Dario Arce, der eigentlich als erster Reservespieler für das Drittliga-Team gilt, weilt noch in seiner Heimat Mexiko. Wer auch immer Semenov (Vorrundenbilanz 8:7) ersetzen müsste: Ein Ausfall des Russen würde Lampertheim zu Umstellungen zwingen. Unter anderem würde Istvan Molnar, der in der Hinserie noch auf Position vier gesetzt war, als neue etatmäßige Nummer drei plötzlich neben Alfredas Udra im Spitzenpaarkreuz aufschlagen.

Doch auch mit Semenov, der in keinem Fall im Vollbesitz seiner Kräfte sein dürfte, stellt sich van gen Hassend auf harte Proben ein. „Im Hinspiel haben wir gegen Schwarzenbek nur 5:5 gespielt, gegen Siek haben wir knapp mit 6:4 gewonnen“, erinnert der TTC-Boss: „Außerdem haben beide am vergangenen Wochenende schon gespielt. Schwarzenbek hat in Düsseldorf und Velbert mit 2:6 verloren, Siek hat Hannover mit 6:3 besiegt.“

Für Siek war es der erste doppelte Punktgewinn in dieser Saison. Damit tauschten der neue Achte (jetzt 5:15 Punkte/Spielbilanz -18) und Schwarzenbek (5:17/-22) die Plätze. Zwischen ihnen liegt der Vorletzte TTC Herne (5:15/-21). „Diese drei Teams kämpfen gegen den Abstieg“, weiß van gen Hassend, dessen Team als Vierter mit 11:7 Zählern bis jetzt „voll im Soll“ liegt.

„Geht man allein nach der Tabelle, wären das vier Punkte für uns. Das wird aber ganz schwer“, glaubt er. Van gen Hassend weiß, dass das Programm nach diesem Doppelspieltag keinesfalls leichter wird: Am 26. Januar kommt der Vorrundenzweite TTC Fulda-Maberzell II, zwei Wochen später ist der überlegene Primus Hertha BSC zu Gast im Ried.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional