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Tischtennis Drittliga-Herren verlieren 1:6 in Fulda, gewinnen aber 6:2 bei Hannover 96 / Oberliga-Damen holen nur ein 7:7 im Kellerduell

Lampertheim erfüllt Vorgabe

Archivartikel

Lampertheim.Eine Ausbeute von 5:3 Punkten hatte sich das erste Tischtennis-Herrenteam des TTC Lampertheim für die vier Spiele im November in der 3. Bundesliga Nord vorgenommen. Nach den Heimerfolgen gegen den SV Siek (6:4) und den SC Buschhausen (6:2) war die persönliche Vorgabe zum Greifen nahe – am jüngsten Doppelspieltag machten die Südhessen dann Nägel mit Köpfen.

Zwar setzte es bei der Bundesliga-Reserve des TTC Fulda Maberzell ein klares 1:6, dafür präsentierte sich Lampertheim beim 6:2-Sieg bei Hannover 96 in Normalform. Hinter den Top-Teams Hertha BSC (12:0 Punkte), Fulda-Maberzell II (10:4) und TTC Düsseldorf (9:3) sortieren sich die Spargelstädter mit 9:5 Zählern auf Rang vier ein. Eine ausgeglichene Punktebilanz zur Winterpause hat der TTC damit sicher, den November schließt er mit 6:2 Punkten ab. „Wir haben Hannover überholt und sind jetzt absolut im Soll“, erklärte van gen Hassend.

Das 1:6 in Fulda konnte van gen Hassend nicht wirklich einordnen. „Da sind wir ausgerutscht. Wir waren nie richtig drin im Spiel“, sprach der TTC-Boss von einer „sang- und klanglosen Niederlage“ bei den Osthessen: „In der Halle war es eiskalt. Außerdem fiel Dmitry Zakharov wegen einer starken Erkältung aus. Für ihn kam Dario Arce zum Einsatz.“ Lampertheims 17-jähriger Drittliga-Debütant bekam es mit keinem gewöhnlichen Kontrahenten zu tun: Bei Fulda II stand kein Geringerer als Ex-Nationalspieler Hans-Jürgen Fischer als Ersatzmann an der Platte.

Einseitige Angelegenheit

Nach einem 0:2-Rückstand aus den Doppeln mussten sich Alfredas Udra und Andrey Semenov im Spitzenpaarkreuz mit 9:11 und 10:12 im fünften Satz geschlagen geben. Den Ehrenpunkt zum 1:5 stellte Istvan Molnar sicher. „Statt 2:2 stand es also schon früh 0:4. Für uns galt daher: Mund abputzen, Spiel abhaken“, fasste van gen Hassend die einseitige Angelegenheit zusammen.

Auch beim stark gestarteten Aufsteiger Hannover 96, jetzt Fünfter mit 8:8 Punkten, sah es für Lampertheim zunächst nicht gut aus. Die TTC-Doppel Udra/Molnar und Andrey Semenov/Zakharov lagen bereits 0:2 hinten – schlugen dann aber zurück und entschieden die Partien im fünften Satz für sich. Der formstarke Semenov fertigte anschließend Hannovers Spitzenspieler Carlo Rossi in drei Sätzen ab, ehe Udra eine Drei-Satz-Niederlage gegen Maximilian Dierks bezog. Nach der Pause verkürzte Hannovers Heye Koepke gegen Molnar mit einem 12:10-Erfolg im fünften Satz auf 2:3. Danach spielte nur noch Lampertheim: Zakharov, Udra und erneut Semenov steuerten die Zähler zum 4:2, 5:2 und 6:2-Endstand jeweils in drei Sätzen bei.

Am kommenden Wochenende sind die TTC-Herren spielfrei – jedenfalls alle bis auf den Litauer Udra. Lampertheims Nummer eins nimmt am 22. und 23. November an den World Championships im Teq-Pong in Budapest teil, die mit 50 000 Euro dotiert sind. Bei Teq-Pong handelt um eine Tischtennisvariante, die an einem gekrümmten Tisch ausgespielt wird. Am Sonntag, 1. Dezember (14.30 Uhr, Sedanhalle), empfängt Lampertheim den Sechsten SV Union Velbert (7:5 Punkte) zum letzten Heimspiel 2019. Am 7. Dezember (18.30 Uhr) geht es nach Düsseldorf. Velbert und Düsseldorf zählen als Mitstreiter um die vorderen Plätze. „Chancenlos sind wir nicht. Vor allem zu Hause ist für uns immer ein Punkt möglich“, hofft van gen Hassend, dass seine Schützlinge die Vorrunde mit einer positiven Bilanz aus neun Partien abschließen.

TTC-Damen hadern

Alles andere als hoffnungsvoll gestaltet sich die Lage der TTC-Damen in der Oberliga Hessen. Das Schlusslicht (jetzt 3:11 Punkte) kam im Heimspiel gegen den Vorletzten TTG Morschen-Heina (3:9) nicht über ein 7:7 hinaus. „Es läuft nicht so, wie wir es uns gedacht hatten. Wir befinden uns voll im Abstiegskampf“, stellt van gen Hassend klar.

Das TTC-Doppel Anne Lochbühler/Sabrina Metzger holte den ersten Punkt. In der Einzelphase punktete Spielführerin Anne Lochbühler zweimal, Inken Diederich und Inessa Leckel ergatterten je einen Einzelerfolg. Zwei Siege im Einzel steuerte Metzger bei, darunter den wichtigen Fünf-Satz-Erfolg zum Endstand. Am 30. November geht es zum Dritten Blau-Weiß Münster.

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