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Handball-Bezirksoberliga Schmiedel-Sieben macht sich beim 31:30 in Rüsselsheim selbst das Leben schwer

Lampertheimer Zittersieg

Archivartikel

Lampertheim.Die Erleichterung war riesig: Denkbar knapp mit 31:30 (15:13) gewannen die Handballer des TV Lampertheim ihr Bezirksoberliga-Auftaktspiel bei der MSG Rüsselsheim/Bauschheim/Königstädten. „Das Wichtigste sind die beiden Punkte. Eigentlich hätten wir das Spiel deutlicher gewinnen müssen, aber wir haben uns Leben selbst extrem schwer gemacht“, meinte TVL-Trainer Achim Schmied im Anschluss.

Die Spargelstädter starteten gut, führten 4:1 und 6:3 (8.), ließen dann aber im Angriff einige gute Möglichkeiten aus, was die Gastgeber nutzten, um auf 6:7 (11.) heranzukommen. Und dann waren da noch die Abpraller: Immer wieder kam Rüsselsheim/Bauschheim/Königstädten zu zweiten Chancen. „Gefühlt jeder, aber wirklich jeder Abpraller landete bei der MSG“, schüttelte Schmied fassungslos den Kopf, nahm jedoch diesbezüglich seine Spieler in Schutz: „Das war wirklich Pech. Am mangelnden Einsatz lag das nicht.“ Ein anderer Faktor, der dem TVL Probleme bereitet, war die Linie der Schiedsrichter: „Sie haben unsere Deckungsarbeit nicht belohnt. Immer wieder wurden Freiwürfe für die Gastgeber gepfiffen, die andere Gespanne so sicherlich nicht geben würden. Aber das war nun mal ihre Linie“, hätte sich der Trainer zwar eine großzügigere Auslegung gewünscht und auch erwartet, „aber das kann man so machen“.

Hätte Frederik Saul in der ersten Hälfte nicht zahlreiche Großchancen der MSG zu Nichte gemacht, die Führung wäre schon dahin gewesen. So aber legte Lampertheim nach dem zwischenzeitlichen 12:12 (27.) beim Gang in die Kabine wieder ein 15:13 vor. Im zweiten Abschnitt das gleiche Bild: Lampertheim optisch überlegen und mit der scheinbar besseren Spielanlage, aber der Knoten wollte einfach nicht platzen. Im Gegenteil: Beim 22:21 (41.) führten erstmals die Gastgeber, beim 23:21 (43.) sogar mit zwei Treffern. „Dann hielt uns Michael Redig im Spiel“, war Schmied erleichtert, dass sein Routinier das Heft in die Hand nahm. Beim 23:23 war der Ausgleich schon wieder geschafft, beim 25:24 lagen die Spargelstädter in Front und beim 28:25 sieben Minuten vor dem Ende waren die Weichen auf Sieg gestellt. „Zittern mussten wir aber bis zur Schlusssirene“, gab Schmied zu.

Trainer Schmied atmet durch

Wieder scheiterte der TVL mehrmals im Angriff und die aufopferungsvoll kämpfenden Rüsselsheimer witterten ihre Chance. Als die Gastgeber den neuerlichen 30:31-Anschlusstreffer markierten, waren noch 90 Sekunden zu spielen. Lampertheim wollte einen sicheren Angriff spielen und möglichst Tor Nummer 32 machen. „Doch dann haben wir den Ball schon wieder vertändelt“, ärgerte sich der Trainer.

Somit hatte Rüsselsheim/Bauschheim/Königstädten den letzten Angriff der Partie. Der TVL rackerte in der Deckung, kämpfte um den Sieg und wurde schließlich belohnt. Die MSG kam zu keinem guten Abschluss mehr, ein direkter Freiwurf mit der Schlusssirene verpuffte. „Danach haben wir erstmals kräftig durchgeatmet“, gab Achim Schmied hinterher zu.

TVL-Tore: Eschenauer (7), Zielonka (6/3), Karb (5), Glanzner (4), König, Emmerich (je 2). me

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