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Fußball-Gruppenliga Früherer Darmstädter Aufstiegsheroe kommt als Bensheimer Spielertrainer nach Riedrode

Lilien-Held da Costa will nach oben

Archivartikel

Bensheim.In der Sommerpause durfte Elton da Costa Junior mal wieder Bundesliga-Luft schnuppern. Der Spielertrainer des FC 07 Bensheim, der als Personal Trainer in einem Reha-Zentrum in Bickenbach arbeitet, hatte keinen Geringeren als Sebastian Rode als Trainingsgast. „Er hat bei uns seine Reha fortgesetzt. Wir kennen uns schon länger und haben drei Wochen lang zusammen auf dem Platz gestanden“, freut sich der Ex-Profi über die erfolgreiche Zusammenarbeit: Der in Alsbach-Hähnlein aufgewachsene Rode hat seine Knieverletzung ausgestanden und hofft nach seiner Rückkehr zu Eintracht Frankfurt auf einen Startelf-Einsatz am ersten Spieltag gegen Hoffenheim.

Seinen eigenen Saisonauftakt in der Fußball-Gruppenliga hat da Costa am Sonntag hinter sich gebracht – ohne Erfolg. Das Heimspiel gegen Aufsteiger SG Dersim/VfR Rüsselsheim verlor Bensheim mit 1:2. Am Mittwochabend (19.30 Uhr) sind die 07er bei der FSG Riedrode auf Zählbares angewiesen. Die FSG, die mit einem 3:0 bei Türk Gücü Rüsselsheim startete, kenne er „gar nicht“, räumt der 39-Jährige ein. „2015/16, als Ronny Borchers noch Trainer und ich Spieler hier war, haben wir gegen den FSV gespielt“, erinnert sich der Mann, der keine zwei Jahre zuvor seine Profilaufbahn beendet hatte. Sein legendärer Schuss zum 4:2-Siegtor für Darmstadt im Relegationsrückspiel gegen Arminia Bielefeld war da Costas letzte Aktion im bezahlten Fußball – und ebnete den Lilien den Weg zum Durchmarsch ins deutsche Oberhaus.

Im Hinspiel in Riedrode im August 2015 unterlag Bensheim 2:5, da Costa verpasste es verletzungsbedingt. Im März 2016 nahm der spätere Meister mit einem 4:0-Sieg Revanche. Allzu lange will sich der Brasilianer indes nicht mit dem Aufsteiger befassen. „Wir entscheiden, ob der Gegner gut oder schlecht ist“, stellt er klar.

Wenn da Costa das sagt, ist das keineswegs despektierlich gemeint, sondern als Appell an seine Mannschaft, das volle Potenzial abzurufen – unabhängig vom Kontrahenten. „Es geht um das, was wir tun. Wir haben die Qualität, um jeden Gegner in dieser Klasse zu schlagen. Wir müssen aber auch gegen jeden Gegner auf den Punkt genau da sein, wenn wir nicht verlieren wollen“, erläutert der Ex-Profi.

Nach einem enttäuschenden sechsten Platz im Vorjahr strebt da Costa „eine Verbesserung“ an: „Ich habe die Plätze eins bis fünf im Auge.“ Dafür müssen die 07er in ihrem zweiten Jahr nach dem Abstieg aus der Verbandsliga aber noch einen Zahn zulegen. „Gegen Rüsselsheim haben wir es phasenweise ordentlich gemacht, aber wir konnten nach 60, 70 Minuten nicht mehr nachlegen. Der Gegner war einfach besser“, weiß da Costa. Dass sein ohnehin nicht allzu großer Kader zurzeit nicht komplett ist, will er nicht als Ausrede nehmen: „Unsere Vorbereitung, in der wir den Fokus auf die defensive Stabilität gelegt haben, war nicht optimal. Es fehlt immer wieder jemand, weil er arbeiten muss oder im Urlaub ist. Aber die Spieler, die da sind, ziehen mit.“

Hüttenfelder Zehnbauer als „Co“

Die Fahrt ins Ried kennt auch da Costas neuer Co-Trainer. Andy Zehnbauer zog bis Mai die Fäden in der Offensive der SG Hüttenfeld und hatte großen Anteil an deren Aufstieg in die B-Klasse. Der 31-Jährige, der auch schon als „Co“ der Hoffenheimer B-Juniorinnen arbeitete, kehrte nun zu seinem Stammverein zurück. „Er ist eine Bereicherung für uns. Er kennt die Strukturen hier und bringt viel Wissen mit“, lobt der Brasilianer seinen Assistenten.

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