Lokalsport Südhessen

Fußball-C-Liga 84 Gegentore in 18 Spielen sind das große Manko des FV Biblis II / Neuer Trainer feilt an der Fitness

Link möchte Schießbude dicht machen

Biblis.84 Tore hat die zweite Mannschaft des FV Biblis in 18 Spielen in der Fußball-C-Liga kassiert. Das macht 4,7 Gegentreffer pro Partie. Oder – auf 30 Spieltage hochgerechnet – 140 Gegentore. „Zu viele“, weiß Roman Link auch ohne Taschenrechner.

Für den neuen Spielertrainer der FVB-Reserve ist klar, worauf es in der Restrunde ankommen wird: „In der Vorbereitung liegt der Schwerpunkt auf unserem Defensiv- und Umschaltverhalten. Wir können nicht jedes Mal drei Tore und mehr schießen, um ein Spiel zu gewinnen. Ein 1:0 oder 2:0 muss auch mal reichen.“

Mit anderen Worten: Es liegt viel Arbeit vor dem Nachfolger von Sven Sauer, der aus beruflichen Gründen nur noch Spieler sein will. „Lieber einmal 0:5 verlieren als fünfmal 0:1“ – diese Weisheit wird Trainerlegende Klaus Schlappner, dem berühmtesten FVler, zugeschrieben. Die Bibliser A-Liga-Reserve strapazierte dieses Motto ein wenig: 56 ihrer 84 Gegentreffer fing sich die Zweitvertretung in nur acht Partien, die mit fünf bis neun Toren verlorengingen.

Lediglich in drei Spielen mussten die FVB-II-Torhüter zweimal oder seltener hinter sich greifen. Die Folge: Gleichauf mit Eintracht Zwingenberg und der SG Wald-Michelbach II befinden sich die Bibliser mit zehn Punkten auf einem der drei Abstiegsplätze. Zum FC Fürth II auf Relegationsplatz 13 fehlen drei Zähler, den ersten Nichtabstiegsplatz belegt die KSG Mitlechtern II (15).

Drei Neuzugänge

Dass die Bibliser noch hoffen dürfen, liegt daran, dass sie gegen die direkte Konkurrenz bislang zuverlässig gepunktet haben. Zwei ihrer drei Siege holte die FVB-Reserve gegen Fürth II (2:0, 4:2). Zwischendurch gab es ein 2:2 in Wald-Michelbach und ein 4:3 gegen Zwingenberg – aber eben auch acht Niederlagen am Stück.

„Die Kondition war der Schwachpunkt. Auch darauf werden wir Wert legen, so dass wir auch mal 90 Minuten durchpowern können“, sagt Link, der als Fitnessökonom arbeitet: „In der Hinrunde haben wir oft 70 Minuten lang gut mitgehalten, sind dann aber eingebrochen. Wir müssen dahin kommen, dass wir nach 75 Minuten selbst Impulse setzen und Spiele für uns entscheiden können. In vier Wochen kann man im konditionellen Bereich einiges erreichen.“

Die ersten Einheiten nach dem Vorbereitungsstart am 26. Januar haben Link Mut gemacht: „Die Jungs sind motiviert. Wir hatten ein paar Kranke zu beklagen, aber immer zehn bis 14 Leute im Training.“ Im ersten Testspiel holte die Link-Elf ein 1:1 gegen den SV Rohrhof II. Die Partie gegen Waldesruh/-horn Lampertheim fiel aus. Weitere Testgegner Hambach II (16. Februar) und Alemannia Groß-Rohrheim II (1. März). In der C-Klasse geht es mit dem Heimspiel gegen den VfL Birkenau II am 8. März weiter.

Mit den Brüdern Alexander und Mathias Boxheimer (fangen wieder an) stehen Link zwei Optionen mehr zur Verfügung. Der dritte Neue ist Link selbst. Das 31-jährige FVB-Urgestein, das sich nach seiner Entlassung als Trainer der ersten Bibliser Mannschaft im Herbst 2018 zuletzt bei Groß-Rohrheim II fit hielt, ist spielberechtigt.

Seinen Vorgänger und Kumpel Sauer bezeichnet er als „verlängerten Arm“, wie er betont. „Schön, dass er dabei bleibt. Vielleicht kann Sven ja seine Torquote weiter aufbessern“, flachst Link. Denn kurioserweise ist Sauer, der sich nur bei Not am Mann selbst einsetzte, mit vier Toren treffsicherster Bibliser.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional