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Handball HSG Bensheim/Auerbach gewinnt Bundesliga-Derby in Ketsch, muss aber den Wechsel einer Leistungsträgerin hinnehmen

Maidhoff verlässt Flames

Bensheim/Ketsch.Diese Partie hat Heike Ahlgrimm gestresst. „Solche Spiele setzen einem ganz schön zu“, sagte die Flames-Trainerin. Knapp zwei Stunden zuvor war das Match zwischen den Kurpfalz Bären Ketsch und der HSG Bensheim/Auerbach zum Rückrundenauftakt der Handball-Bundesliga der Frauen zu Ende gegangen. Mit 33:30 (21:12) hatten die Flames die Begegnung am Freitagabend in Ketsch gewonnen und Ahlgrimm dabei mit ihrer Leistung durch eine Wechselbad der Gefühle geschickt. Einem fast perfekten ersten Abschnitt war eine phasenweise ziemliche wacklige Angelegenheit in Hälfte zwei gefolgt.

„Wir haben eine wahnsinnig gute erste Halbzeit gespielt und machen in der zweiten nur noch zwölf Tore und bekommen 18“, beschrieb Ahlgrimm in Kurzform die Geschichte des Duells. Vor allem die vielen Gegentreffer nach der Pause stören den Abwehr-Fan erheblich. „Das ärgert mich, aber wir haben 33 Tore geworfen und letztlich die zwei Punkte geholt. Das war das Wichtigste, alles ist gut.“ Im Bundesliga-Klassement belegen die Flames weiterhin Rang acht, Ketsch bleibt Schlusslicht.

Nach einem ausgeglichenen Start begannen die Flames vor 1100 Zuschauern in der ausverkauften Neurotthalle ab Minute sieben heiß zu laufen. Eine „Top-Abwehr“ (Ahlgrimm) mit einer bärenstarken Helen van Beurden zwischen den Pfosten, eine exzellente Spielsteuerung durch Sarah van Gulik, hohes Tempo sowie bestechende Abschlussqualität, etwa von Sarah Dekker, auf allen Positionen – das waren die Zutaten des beeindruckenden Auftritts. In der Abwehr gelang es den Bären zwar mit hohem Aufwand, Liga-Topschützin Julia Maidhof zu „entschärfen“, allerdings taten sich dafür an anderen Stellen Löcher in der Defensive auf.

Maidhoff wird die Flames mit Ablauf ihres Vertrages im Sommer mit dem Ziel SG BBM Bietigheim verlassen. „Nun bin ich an dem Punkt angelangt, an dem ich den nächsten Schritt machen will – und freue mich ab Sommer auf die neue Herausforderung“, erklärte die 21-Jährige. Die Linkshänderin wechselte 2014 vom TV Glattbach zu den Flames, war im Aufstiegsteam eine feste Größe und konnte sich in der Bundesliga das Rüstzeug für den jetzigen Wechsel zu einem Topteam der Liga verschaffen. eh

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