Lokalsport Südhessen

Spieler der Woche Paul Herbel erzielt fünf Treffer in vier Partien für Eintracht Bürstadt

Mann mit Torgarantie

Archivartikel

Bürstadt.Am vergangenen Sonntag gab es beim Gruppenligisten Eintracht Bürstadt nur strahlende Gesichter, hatte die Mannschaft doch den TSV Lengfeld mit 9:1 (4:1) abgefertigt. „Wir haben einfach die Chancen genutzt und ein gutes Direktspiel gezeigt. Auch in den beiden Partien davor haben wir gute Leistungen gezeigt, aber unsere Tormöglichkeiten nicht so konsequent genutzt“, zeigte sich ETB-Spielertrainer Benjamin Sigmund mit der Leistung seines Teams zufrieden.

Einer stach dabei besonders hervor, steuerte der erst 20-jährige Paul Herbel doch gleich einen Dreierpack zum zweiten Saisonsieg der Grün-Weißen bei. „Er ist sicherlich gut drauf. In der vergangenen Gruppenligarunde hatte er zunächst eine schwierige Phase, aber in der zweiten Saisonhälfte hat er dann die Sache richtig gut angenommen“, freut sich Sigmund, dass der junge Stürmer nun da anknüpfen konnte, wo er zuletzt in der Liga aufgehört hatte.

Umstellung gemeistert

„Ich hatte beim JFV Bürstadt auch schon Gruppenliga gespielt, aber Gruppenliga im Juniorenbereich und Gruppenliga im Seniorenbereich, das ist schon eine große Umstellung. Daran muss man sich als junger Spieler erst einmal gewöhnen. Wenn du in dieser Liga Fehler machst, dann wird das meist sofort bestraft“, findet sich Herbel im Darmstädter Fußballoberhaus mittlerweile allerdings gut zurecht. Mit fünf Toren aus vier Punktspielen hat Herbel schon jetzt seine Trefferausbeute aus der Vorsaison eingestellt. „Außer im Spiel gegen Türk Gücü Rüsselsheim habe ich bisher immer getroffen, aber meine momentane Quote wird schon schwer aufrecht zu erhalten sein. Natürlich will ich noch mehr Tore schießen, aber das Wichtigste ist immer, dass die Mannschaft gewinnt“, hat sich Herbel daher auch keine bestimmte Toremarke zum Ziel gesetzt.

„Er hat sich bisher schon gut entwickelt, muss sich aber gerade taktisch noch weiterentwickeln, um noch mehr richtige Entscheidungen treffen zu können“, sagt Sigmund, der Herbel schon auf dem Radar hatte, als dieser noch in der Jugend des JFV Bürstadt spielte.

„Ich bin vergangene Saison zusammen mit Niclas Herzberger aus der Jugend in die erste Mannschaft der Eintracht gekommen und wir durften noch als A-Jugendliche zuvor schon an der Weihnachtsfeier teilnehmen. Es gefällt mir hier bei der Eintracht sehr gut. Wir haben eine gute Mischung im Team und einen starken Zusammenhalt“, ist es für Herbel wichtig, Spaß am Fußball zu haben.

Einst die Freude verloren

Das war in der Vergangenheit nicht immer so, denn nachdem der Lampertheimer nach sieben Jahren beim TV Lampertheim in die Jugend des SV Waldhof Mannheim und danach des VfR Wormatia Worms wechselte, gab es für ihn auch schwierige Zeiten. „Es kamen Verletzungen, die mich zurückgeworfen haben und ich bin dadurch auch aus dem Blickfeld der Trainer geraten. Das hat mir keinen Spaß mehr gemacht“, legte Herbel daher auch erstmal eine Pause ein, ehe er in die B-Jugend zum JFV Bürstadt wechselte.

„Dort war Thomas Haberer mein Trainer und ich habe wieder richtig Freude am Fußball bekommen“, sagt Herbel, der Fan des Bundesligisten SV Werder Bremen ist. „Zuletzt habe ich die Bremer in Hoffenheim gesehen, ins Weserstadion habe ich es dagegen noch nie geschafft. Das ist ja am anderen Ende der Republik – und wenn man selbst spielt und die Fahrt dorthin eigentlich länger planen muss, dann ist es schon nicht sehr hilfreich, wenn man nicht weiß ob das Spiel nun freitags, samstags, sonntags oder gar montags ist“, bedauert Herbel.

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