Lokalsport Südhessen

Spieler der Woche Mit seinen beiden Freistoßtreffern gegen Starkenburgia Heppenheim setzt der Neuzugang bei der FSG Riedrode ein Ausrufezeichen

Mario Basyouni erfüllt gerne Wünsche

Archivartikel

Riedrode.„Daran, dass ich in einem Spiel schon einmal zwei Freistoßtore geschossen habe, kann ich mich so auf Anhieb auch nicht erinnern“, muss Mario Basyouni von Kreisoberligisten FSG Riedrode Schmunzeln, wenn er an seinen Doppelpack beim 3:2-Sieg beim FC Starkenburgia Heppenheim denkt. Die Tore des 23-Jährigen aus Bürstadt in der 45. und 72. Minute drehten dabei die Partie in der Kreisstadt zugunsten der Gäste aus Riedrode, die in der 44. Minute zunächst mit 0:1 in Rückstand geraten waren.

„Beim ersten Tor konnte der Heppenheimer Torhüter nichts machen“, freute sich Basyouni über seinen präzisen Freistoß, der praktisch postwendend den 1:1-Ausgleich für die FSG brachte. Sein zweiter Treffer nach einem Standard zum 2:1 empfand der FSG-Angreifer dagegen als glücklich. „Das zweite Tor habe ich aus über 30 Metern Torentfernung erzielt. Der Ball hat da ganz schön geflattert, das war auch Pech für den Torwart“, unterstrich Basyouni.

FSG bestens aufgestellt

„Die Starkenburgia hat nicht gespielt, wie ein Vorletzter. Ich denke, dass sie da unten auch wieder heraus kommen werden“, ist der gebürtige Heppenheimer, der dort auch seine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann absolviert.

„Bis letzte Saison habe ich in der Gruppenliga Darmstadt ja noch für den Lokalrivalen FC Sportfreunde Heppenheim gespielt, trotzdem war es in Heppenheim kein besonderes Spiel für mich, außer dass wir mit dem Sieg die Tabellenführung in der Kreisoberliga vom VfR Bürstadt übernehmen konnten“, nahm der 23-Jährige in erster Linie den Sprung auf Platz eins zur Kenntnis. Die Zeit bei den Sportfreunden war für Basyouni gerade in seinem zweiten Jahr sehr anstrengend. „In meiner Ausbildung musste ich in den ersten neun Monaten zunächst nach Grünstadt in die Pfalz, das war mit den drei Trainingseinheiten unter der Woche nur schwer, in Einklang zu bringen, daher hatte ich bei den Sportfreunden zwischenzeitlich pausiert“, erlebte der 23-Jährige mit deutschen und ägyptischen Wurzeln den dramatischen Saisonendspurt der Kreisstädter in der Gruppenliga allerdings mit. Auch das letzte Saisonspiel gegen den VfR Fehlheim, dessen Ausgang nicht nur für die Sportfreunde wichtig war, sondern Clubs bis hinunter zur C-Liga vom Resultat betroffen waren. „Das war schon eine extreme Situation und nach dem Schlusspfiff haben wir noch nicht gejubelt, sondern fünf Minuten weiter gezittert“, war auch Basyouni nicht gleich klar, das dass 1:1 gereicht hatte, um in der Gruppenliga zu bleiben. „Das war auch gut so“, wollte sich der 23-Jährige nicht mit einem Abstieg aus der Kreisstadt verabschieden.

Auf der Suche nach einem Club wurde er bei der neu formierten FSG Riedrode fündig. „Aus Bürstadt kann ich da mit dem Fahrrad zum Trainingsplatz fahren“, sagt Basyouni. Dass er damit dem Werben von gleich zwei Trainern nachgab, hatte der 23-Jährige so aber auch noch nicht. „Sowohl Duro Bozanovic als Coach des FSV Riedrode als auch Andreas Keinz als Trainer der SG Riedrode hatten jeweils schon zwei Jahre um mich geworben. Jetzt konnte ich bei der FSG beiden diesen Wunsch erfüllen“, sieht Basyouni die FSG aber nicht nur in Sachen Trainerduo gut aufgestellt.

„Es ist spannend Teil dessen zu sein, was hier in Riedrode nun aus zwei Vereinen zusammenwächst. Allerdings haben wir hier nicht nur gute Spieler und gute Trainer, sondern auch das Drumherum stimmt, von den Betreuern bis zum Spielausschuss, dem Platzwart und auch denen, die beim Spiel für Kaffee und Kuchen sorgen. Mir gefällt die familiäre Atmosphäre in Riedrode“, hat Basyouni seinen Wechsel in den Bürstädter Ortsteil nicht bereut, der aktuell mit fünf Toren und sechs Vorlagen auch die interne Scorerwertung bei der FSG anführt.

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