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Motorsport Lampertheimer will im tschechischen Most die nächsten Punkte im ADAC GT Masters einfahren

Marvin Dienst bestens motiviert

Lampertheim/Most.Der Saisonauftakt ist vielversprechend verlaufen, daher startet Marvin Dienst mit Rückenwind ins zweite Wochenende des ADAC GT Masters. Im tschechischen Most will der Lampertheimer mit dem Schützrennstall aus Bobenheim/Roxheim erneut sein Können unter Beweis stellen. Dass der 22-Jährige schnell ist, hat er im Mercedes AMG GT3 in Oschersleben gezeigt, als er sich die Pole Position des ersten Laufes sicherte.

„Unsere Ziele vor der Saison waren hoch. Aber wir haben nicht damit gerechnet, gleich auf der Pole zu stehen“, gab Dienst zu. Im Rennen sorgte Regen in der Schlussphase dafür, dass Diensts Teamkollege Aidan Read die Führung nicht halten konnte und nur Rang fünf heraussprang. „Nach einem Jahr Pause für Schütz Motorsport und zwei Jahren Pause im ADAC GT Masters für mich wäre es natürlich schön gewesen, auf dem Podium zu stehen, vor allem ganz oben“, war Dienst verständlicherweise nicht ganz zufrieden. Zumal im zweiten Rennen ein vorzeitiger Ausfall weitere Punkte verhinderte.

Allerdings blickte er schnell nach vorn. „Unser Speed hat beim ersten Rennen gepasst. Mit der Pole-Position habe ich eine super Runde geschafft und sicherlich einige aufhorchen lassen. Das Potenzial unseres Autos ist da, nun müssen wir dieses in Most in ein zahlbares Ergebnis ummünzen“, erklärte Dienst.

Trotz seiner vielfältigen Erfahrungen im Motorsport – Dienst gewann den BMW Talent Cup, holte sich den Meistertitel in der ADAC Formel Masters, absolvierte ein Rennen in der Formel 3, wurde Vize-Weltmeister in der FIA-Langstrecken-WM – kommt mit dem Kurs in Most etwas Neues auf den 22-Jährigen zu. Die 4,212 Kilometer lange Strecke kennt er noch nicht. „Das ist für mich kein großes Problem. Ich habe mich im Simulator auf die Strecke eingestellt und bin bereit“, versicherte Dienst.

Harte Gegner aus der Region

Doch die Konkurrenz ist hart. Im zweiten freien Training am Freitag wurde Dienst Neunter, vor Jogging-Partner und Markenkollege Fabian Vettel (HTP-Team), dem jüngeren Bruder von Sebastian Vettel. BMW-Pilot Jens Klingmann aus Heidelberg (MRS-Raching) belegte Rang drei, David Jahn aus Speyer setzte sich in der Corvette von RWT Racing auf Platz sieben. In der Gesamtwertung belegt Dienst nach zwei Läufen mit elf Punkten Rang acht, Jahn hat ebenfalls elf Zähler, Klingmann liegt mit zehn Punkten auf dem zehnten Platz, Vettel wartet noch auf die ersten Zähler.

Am Samstag und Sonntag warten nach den Qualifyings (10 Uhr) jeweils 60 Rennminuten auf die Piloten. Die Läufe werden ab 14.45 Uhr live von Sport1 übertragen.

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