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Motorsport Lampertheimer schlägt sich in der FIA-Langstreckenserie glänzend / Defekter Scheinwerfer beim Saisonfinale in Bahrain bremst 20-Jährigen aus

Marvin Dienst rast im Premierenjahr zum Vize-Titel

Archivartikel

Bahrain/Lampertheim.Der ganz große Triumph ist Marvin Dienst zwar verwehrt geblieben, doch WEC-Vize-Weltmeister wird man auch nicht alle Tage. Der 20-jährige Lampertheimer hat sich genau diesen Titel in der Langstreckenrennserie des Weltverbandes FIA in der Klasse GTE-Am gesichert. Beim Saisonabschluss in Bahrain belegte Dienst mit seinen Kollegen Matteo Cairoli und Christian Ried den vierten Rang. Neue Champions sind Mathias Lauda, Paul Dalla Lana und Pedro Lamy im Aston Martin.

"Ich habe in diesem Jahr so viel gelernt und konnte zahlreiche Eindrücke sammeln, ein großer Dank an Dempsey Proton Racing für das in mich gesetzte Vertrauen. Der zweite Platz in der Weltmeisterschaft ist ein toller Lohn für unsere harte Arbeit", blickte Dienst auf ein ereignisreiches Premierenjahr mit dem Rennstall des Hollywood-Schauspielers zurück. Mit einem so erfahrenen Team zu arbeiten, hat mir viel gebracht und dazu auch noch Spaß gemacht", war dem Vollblut-Motorsportler das Vergnügen, den 470-PS-Porsche zu bewegen in den neun Saisonläufen deutlich anzumerken. Immerhin zwei Rennsiege, ein zweiter und drei dritte Plätze holte Dienst mit seinen beiden Kollegen, insgesamt holte das Team 168 Punkte, nur 24 Zähler weniger als Lauda & Co. Ausgerechnet beim Saisonfinale verpasste der im November zum "ADAC Junior-Motorsportler des Jahres" gewählte Dienst auf Rang vier das Podium. "Wir haben das Titelrennen bis zum Schluss spannend gehalten. Auch wenn die starke Leistung des Teams in dieser Saison am Ende nicht mit dem Gewinn der FIA Endurance Trophy belohnt wurde, können wir stolz sein auf das, was wir geschafft haben", blickte Michael Ried, Eigner und Technischer Direktor des Proton-Teams zufrieden zurück.

Der Porsche mit der Startnummer 77 ging von Startplatz drei aus in den letzten Saisonlauf über sechs Stunden. Doch es lief nicht reibungslos. "Schade, wir haben zu Beginn des Rennens durch einen Schaden am Frontscheinwerfer viel Zeit an der Box verloren. Dadurch war es schwer, wieder auf das Podium zu fahren", erklärte Dienst.

Kaum ist die WEC 2017 Geschichte, da schauen die Protagonisten bereits voraus und sagen der Konkurrenz den Kampf an. "Wir werden uns jetzt intensiv auf die Saison 2018/2019 vorbereiten und dann wieder angreifen", versprach Michael Ried.

Und auch für Marvin Dienst wäre jeder Stillstand ein Rückschritt. "So schnell wie die Saison zu Ende war, beginnt auch die neue. Ich hoffe, wieder in der WEC dabei zu sein und werde weiter hart arbeiten." Eine der Aufgaben wird es sein, Sponsoren davon zu überzeugen, in weitere Erfolge des Lampertheimers zu investieren, Argumente hat er dazu reichlich geliefert.

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