Lokalsport Südhessen

Spieler der Woche Xhino Dushaj von Eintracht Bürstadt meldet sich mit drei Toren gegen den SV Nauheim eindrucksvoll zurück

„Nach meiner Sperre musste ich einfach Gas geben“

Archivartikel

Bürstadt.Bereits beim 5:2 (3:1)-Auswärtssieg gegen den Kreisoberligisten TSV Auerbach in der zweiten Runde des Kreispokals Bergstraße durfte Xhino Dushaj nach seiner Rotsperre wieder im Team des Gruppenligisten Eintracht Bürstadt mitwirken und trug sich dabei einmal in die Torschützenliste. Diesem Erfolgserlebnis ließen die Grün-Weißen aus Bürstadt in der Liga einen wichtigen 5:0 (2:0)-Heimsieg gegen den SV Nauheim folgen. Dabei schnürte der 25-Jährige mit seinen Toren in der 45., 64., und 70. Minute einen Dreierpack und markierte damit in der Gruppenliga seine Saisontore Nummer eins, zwei und drei.

Aus Fehler gelernt

„Nach meiner Sperre musste ich jetzt einfach Gas geben“, sagte Dushaj. Er war froh, nach seiner Roten Karte bei der 0:6-Niederlage in Michelstadt am 16. August endlich wieder in der Gruppenliga mitwirken zu können. „Damals ist Xhino außerhalb des Platzes mit seiner Grätsche noch in den Gegner hinein gerutscht, das war recht unglücklich, aber auch unnötig. Wir haben darüber gesprochen und im Training hat man gemerkt, dass Xhino darauf brennt, endlich wieder spielen zu können. Als er gegen Nauheim das 3:0 für uns erzielt hat, war das schon sehr wichtig, denn da war die Partie zu unseren Gunsten entschieden“, erklärte Benjamin Sigmund. Der Trainer war nicht nur über den zweiten Saisonsieg des Aufsteigers froh, sondern auch darüber, dass Dushaj die guten Eindrücke aus dem Training im Punktspiel bestätigte. „Fußball gehört zu meinem Leben, da willst du nicht gesperrt von draußen zuschauen, wenn deine Mannschaft spielt. Ich habe in Michelstadt einen Fehler gemacht. Fehler sind dazu da, sie einmal zu machen und dann nicht mehr“, hat der 25-jährige Albaner augenscheinlich seine Lektion gelernt.

„Der Saisonstart ist für uns bisher sehr schwierig verlaufen, trotzdem haben wir eine gute Mannschaft zusammen“, hofft Dushaj nach seinem Dreierpack, dass bei den Grün-Weißen nun der Knoten geplatzt ist und damit scheint er nicht so falsch zu liegen, schließlich landete die Eintracht am vergangenen Sonntag bei den Sportfreunden Heppenheim mit 8:1 (5:1) einen Kantersieg und verließ damit die Abstiegsränge.

Eine Saison wie die vergangene will der ETB-Stürmer auch nicht mehr erleben, denn da stieg er mit der FSG Bensheim sang- und klanglos aus der A-Liga ab, daran konnten auch Dushajs 15 Saisontore in 23 Spielen nichts ändern. „Die letzte Saison war nicht schön“, bringt der 25-Jährige die Erlebnisse der vergangenen Runde auf den Punkt.

Vor zweieinhalb Jahren kam Xhino Dushaj nach Deutschland und teilt sich in Bensheim eine Wohnung mit Klaudi Buraku, wo beide für die FSG Bensheim spielten und diese vor dieser Saison in Richtung Eintracht Bürstadt verließen. Die Wohngemeinschaft Buraku/Dushai war auch beim Kantersieg in Heppenheim erfolgreich, denn diesmal netzte Buraku zweimal ein.

„Der Vater von Flamur und Valon Bajrami kennt uns und wir haben mit den beiden Bajramis hier in Deutschland auch schon in einer albanischen Hobbymannschaft zusammengespielt. Da war also immer ein Kontakt nach Bürstadt da“, erklärt Dushajs Mitbewohner, warum er und Xhino Dushaj sich vor dieser Saison für den Gruppenligaaufsteiger entschieden haben.

„Natürlich will ich jetzt auch weiter Tore schießen, am wichtigsten ist aber, dass die Mannschaft gewinnt“, sagt Dushaj, der in Heppenheim selbst keine weiteren Treffer nachlegen konnte. Dafür schnürte Juan Marroqui Cases in der Kreisstadt schon den nächsten Dreierpack für die Eintracht.

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