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Fußball-Gruppenliga FSG verliert beim Tabellenzweiten Fehlheim 0:4 / Bürstädter Eintracht meldet sich mit 4:2-Sieg in Höchst zurück

Nächster Dämpfer für Riedrode

Ried.Die FSG Riedrode hat das Gruppenliga-Duell beim VfR Fehlheim verloren. Mit einer 0:4 (0:0)-Niederlage im Bensheimer Stadtteil – und damit ohne Punktgewinn – beendete der stark in die Saison gestartete Aufsteiger seine Englische Woche. Die Bürstädter Eintracht meldete sich hingegen zurück: Beim TSV Höchst setzte sich die Elf von Spielertrainer Benjamin Sigmund mit 4:2 (2:1) durch.

Fehlheim – Riedrode 4:0

Es ist erst acht Tage her, dass sich die FSG für einen tollen Saisonstart mit 19 Punkten und für fünf Siege in Folge feiern lassen konnte. Nach einer 0:2-Heimniederlage gegen Mitaufsteiger Rüsselsheim, einem 2:4 in Büttelborn und dem 0:4 am Sonntag ist die Euphorie allerdings etwas verflogen. „Fehlheim war ganz klar die bessere Mannschaft“, erkannte Riedrodes Trainer Andreas Keinz bei seiner Analyse neidlos an: „Der VfR hatte schon in den ersten zehn Minuten zwei große Gelegenheiten. Wir haben erst nach einer Viertelstunde in die Partie gefunden. Bis zur Pause war es dann ein offenes Spiel. In der zweiten Halbzeit haben wir allerdings gleich bei der ersten Aktion gepennt.“

Alexander Butz nutzte eine Unzulänglichkeit in der FSG-Defensive, die mit der Auswechslung von Innenverteidiger Dominic Kohl (15./Leistenprobleme) eine frühe Schwächung verkraften musste, zum 1:0 für Fehlheim aus (47.). Als „spielentscheidend“ bezeichnete Keinz den Strafstoß, den Max Schwerdt zum 0:2 aus Riedroder Sicht verwandelte (65.): „Danach wurde es auf dem tiefen Rasen immer schwieriger für uns.“ Der vom früheren FSV-Riedrode-Coach Sascha Huy trainierte VfR übernahm zunehmend die Kontrolle über das Spielgeschehen. Nach einem Zuspiel in die Schnittstelle sorgte Paul Schmieder für das 3:0 (75.). Zwei Minuten später war FSG-Torhüter Chris Keilmann, der mit mehreren Paraden einen höheren Spielausgang verhinderte, bei einem Sonntagsschuss von Kevin Lortz aus 25 Metern machtlos (77.).

Während der Tabellenzweite Fehlheim (26 Punkte) nach zwei Niederlagen gegen Bürstadt und Dieburg wieder in die Spur fand, muss die FSG vor dem Heimspiel gegen Höchst am kommenden Sonntag ihre Wunden lecken. „Im Moment ist die personelle Situation etwas angespannt“, weiß Keinz, der das aber nicht als Vorwand nehmen will: „Wir müssen uns auf die Tugenden besinnen, die uns in den ersten Spielen so stark gemacht haben. Hinten muss erst einmal die Null stehen. Leider sind wir im Moment zu konteranfällig, wir haben zu viele leichte Abspielfehler und Ballverluste.“

Höchst – Eintr. Bürstadt 2:4

Drei Tage nach dem 1:4 beim FC 07 Bensheim stellte die Eintracht (jetzt 18 Punkte) den Anschluss zum oberen Mittelfeld wieder her. „Das war die passende Antwort, die ich von meiner Mannschaft auch erwartet habe“, erklärte Eintracht-Coach Benjamin Sigmund – und merkte mit einem Schmunzeln an: „Zur Pause hätten wir 4:1 oder 5:1 führen müssen. Wir haben definitiv drei Tore zu wenig geschossen. Vielleicht wollten sich die Jungs ja etwas für das Spiel am kommenden Samstag aufsparen.“ Dann ist Tabellenführer SG Langstadt/Babenhausen zu Gast in Bürstadt. Eintracht-Angreifer Xhino Dushaj trotzte dem Dauerregen und brachte die Gäste mit 1:0 in Führung (15.). Vitali Becker erhöhte nach einer schönen Einzelleistung auf 2:0 (25.). Kurz vor der Pause nutzte der TSV seine einzige Chance im ersten Durchgang zum 1:2-Anschlusstreffer (40.). Nach dem Seitenwechsel setzte Dushaj seinen Teamkameraden Riccardo Presti toll in Szene. Bürstadts Neuzugang blieb im Eins-gegen-Eins mit TSV-Keeper Thomas Wolf cool und erhöhte auf 3:1 (55.). Nach dem 2:3 – eine TSV-Flanke senkte sich zum erneuten Anschlusstreffer in den Bürstädter Kasten (65.) – musste die Eintracht eine kurze Druckphase der Hausherren überstehen. „Da bekam der Gegner neuen Auftrieb und eine gute Chance, aber wir haben es gut verteidigt“, meinte Sigmund. Der Druckphase des TSV setzte Paul Herbel ein abruptes Ende. Nach einem weiteren präzisen Pass von Dushaj schlenzte er den Ball zum 4:2-Endstand in den Winkel (80.). cpa

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