Lokalsport Südhessen

Fußball Durch die steigenden Corona-Infektionszahlen gibt es ein Kontaktsport-Verbot bis zum 30. November / Positiver Test sorgt für Absage des FSG-Heimspiels

Neuer Stillstand im Fußballkreis

Ried.Ein positiver Covid-19-Test bei einem Spieler der FSG Riedrode hat am Sonntagmittag die kurzfristige Absage des Riedroder Gruppenliga-Heimspiels gegen den FC Fürth nach sich gezogen. Die Bürstädter Eintracht spielte – und verlor. Beim 1. FCA Darmstadt kassierten die Grün-Weißen eine 0:3 (0:3)-Niederlage. Für die Elf von Spielertrainer Benjamin Sigmund ist es die vierte sieglose Begegnung in Folge.

FSG Riedrode – FC Fürth abgesagt

Zum zweiten Mal seit dem Beginn der Covid-19-Pandemie im März steht der Fußball im Kreis Bergstraße vor dem Stillstand. Am Sonntagnachmittag veröffentlichte der Kreis Bergstraße eine Mitteilung mit der Überschrift „Inzidenz bei knapp 70: Kreis gibt weiterführende Maßnahmen für Schulen und Kitas bekannt“. Darin heißt es im dritten Absatz etwas unvermittelt: „Im Kreis Bergstraße wird zudem nur noch kontaktloser Sport erlaubt sein, auch im Schulsport. Das Gesundheitsamt empfiehlt überdies, den Sportunterricht im Freien abzuhalten. Diese Regelung gilt zunächst bis 30.11.2020.“ Die Pressestelle des Kreises verwies auf Nachfrage auf eine Pressekonferenz, die am Montagmittag (12 Uhr) stattfinden soll. Auch die hiesigen Sportverbände dürften sich in Kürze äußern.

Die FSG Riedrode erfuhr am Sonntagmittag von der Covid-19-Infektion eines Spielers. Laut FSG-Trainer Andreas Keinz war der betroffene Spieler am Dienstagabend zum letzten Mal im Mannschaftstraining. Nachdem ein Familienmitglied am Freitag ein positives Corona-Testergebnis erhalten habe, habe sich der Spieler in Quarantäne begeben und sich ebenfalls einem Test unterzogen, teilte Keinz mit. In der Aufstellung für das Fürth-Spiel habe der Spieler nicht gestanden. „Er hatte aber engeren Kontakt mit einem anderen Spieler aus unserer Mannschaft“, erklärte Keinz: „Aus diesem Grund haben sich die beiden Teams und der Klassenleiter darauf geeinigt, das Spiel abzusagen.“

Der Spieler, der mit dem positiv getesteten Spieler in Kontakt stand, hat sich Keinz zufolge noch am Sonntag testen lassen. „Dieses Testergebnis warten wir jetzt ab“, antwortete der FSG-Coach auf die Frage, ob die Riedroder weitere Maßnahmen in Erwägung ziehen. Die beiden betroffenen Spieler wiesen bislang keinerlei Symptome auf, betonte Keinz. Sollte das Spitzenspiel zwischen der FSG und dem VfR Groß-Gerau am kommenden Sonntag stattfinden können, wird der Tabellenzweite aus Riedrode (19 Punkte) mit einem Fünf-Punkte-Rückstand beim Tabellenführer antreten müssen. Die Groß-Gerauer setzten sich am Sonntag mit 6:2 bei Türk Gücü Rüsselsheim durch. Für den starken Aufsteiger, der jetzt ein Spiel mehr absolviert hat, war es der achte Sieg im neunten Ligamatch.

FCA Darmstadt – ET Bürstadt 3:0

„Fatal für uns war, dass wir nach 30 Sekunden schon hinten lagen“, sagte Bürstadts Fußball-Abteilungsleiter Marcus Haßlöcher. Die Entstehung des schnellen 0:1-Rückstands war die Kurzversion dessen, was Haßlöcher und Eintracht-Trainer Benjamin Sigmund seit Wochen ansprechen. Nach einer Freistoßflanke in den Strafraum fehlte hinten die Zuordnung, der freistehende Jack McCoist Cowan schob aus kurzer Distanz zum 0:1 ein.

Danach hielt die Eintracht aus Bürstadt gut mit. „Nach vorne haben wir in der ersten Halbzeit gefällig gespielt, aber im letzten Drittel kam der Pass nicht an“, meinte Haßlöcher. Zu allem Überfluss blieb Bürstadt hinten anfällig. In der 28. Minute ließ sich die Hintermannschaft der Eintracht von einem Konter überraschen, den Fagner Antonio Ramos zum 2:0 für die Darmstädter vollendete.

Kurz danach sorgte Thiago Zanon Novis nach einem Foul von Maxi Hödl per Strafstoß für das 3:0 (38.). Es sollte der Pausen- und zugleich der Endstand sein, denn auch im zweiten Durchgang strahlte die Eintracht nur selten Torgefahr aus.

Versuche von Paul Herbel und Juan Marroqui klärte die Heimelf auf der Torlinie. Der Platzverweis von Fabio Cappello, der in der 57. Minute zweimal Gelb und somit Gelb-Rot sah, schwächte die Bürstädter derweil nicht entscheidend. „Wir haben nie aufgegeben und waren besser, haben vorne aber wieder schlechte Entscheidungen getroffen“, befand Marcus Haßlöcher.

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