Lokalsport Südhessen

Handball-Bezirksoberliga Groß-Rohrheim trifft am Sonntag auf Tvgg Lorsch

Neulinge wollen es wissen

Groß-Rohrheim.Das Heimspiel der Handball-Bezirksoberligist TV Groß-Rohrheim am Sonntag um 16 Uhr gegen die Tvgg Lorsch ist gleich in dreifacher Hinsicht eine besondere Partie: Es ist nicht nur ein brisantes Derby, sondern auch das Duell der beiden Aufsteiger, die sich in der vergangenen Runde lange einen Kampf um die A-Liga-Meisterschaft lieferten. Zu guter Letzt ist es das Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften der Stunde: Lorsch hat – nach drei Niederlagen gegen Top-Teams zum Saisonstart – dreimal in Folge gewonnen. Groß-Rohrheim hat sogar nur das allererste Spiel gegen Spitzenreiter Langen verloren und ist mit inzwischen 13:3 Punkten Dritter.

„Das wird ein interessantes Spiel“, ist sich TVG-Trainer Sascha Holdefehr sicher. Dass Lorsch zuletzt in guter Form war, kommt für ihn nicht überraschend, dennoch sieht er seine Mannschaft – gerade in eigener Halle – leicht favorisiert. „Wenn wir die Leistung aus der vergangenen Woche abrufen können, als wir mit 36:25 in Arheilgen gewonnen haben, und uns vielleicht in der Deckung noch steigern, haben wir sehr gute Chancen“, ist Holdefehr überzeugt. „Aber unterschätzen darf man Lorsch auf gar keinen Fall.“

Auch sein Gegenüber, Lorschs Spielertrainer Dennis Rybakov, hat Respekt vor Groß-Rohrheim und ist froh, „dass wir ohne Druck dorthin fahren können. Mit 6:6 Punkten sind wir im Soll und können völlig befreit aufspielen“, erklärt der frühere Zweitliga-Torjäger, der inzwischen vor allem in der Deckung spielt und sich nur noch selten in den Angriff einschaltet. Der Sohn des früheren TVG-Trainers Sergej Rybakov hat die Ried-Handballer bereits intensiv beobachtet und ist vor allem von deren Spielmacher Andreas Ochs sehr angetan: „Der macht das wirklich richtig gut auf der Mitte. Er ist selbst sehr torgefährlich, spielt aber auch für seine Mitspieler.“

Baumann arbeitet an Rückkehr

Natürlich weiß auch Holdefehr, dass die bestechende Form von Ochs der Konkurrenz nicht verborgen geblieben ist, und rechnet daher damit, dass sein Regisseur lange Zeit in Manndeckung genommen werden könnte. „Aber darauf sind wir eingestellt“, verspricht er, „und vielleicht fängt Andi ja auch gar nicht an“, schiebt er nach und erläutert: „Natürlich ist er gut drauf, aber wir sind in der Breite sehr gut aufgestellt. In den letzten Wochen haben wir als Mannschaft überzeugt. Wenn ein Spieler wie er nach einer gewissen Zeit von der Bank kommt, könnte das auch eine sehr interessante Variante sein“, lässt sich der TVG-Trainer nicht in die Karten schauen.

Personell sieht es bei Groß-Rohrheim vor dem Derby sehr gut aus: Lediglich Jonas Ehlert ist privat verhindert. Wieder dabei ist auch der dritte Torhüter David Wägerle, der zuletzt zweimal beruflich bedingt nicht dabei war. „Er scharrt mit den Hufen, will endlich seine wirklich guten Trainingsleistungen auch mal im Spiel zeigen“, hat Holdefehr bei den Keepern ein Luxusproblem: Alexander Wägerle ist seit Wochen in sehr guter Form und Jonas Sartorius hat sich auch sehr stabil präsentiert. Gute Fortschritte macht indes Lukas Baumann nach seinem Kreuzband-riss. Seit kurzem ist er wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, „macht dosiert mit“, so Holdefehr. Der Fahrplan ist klar: Ende des Jahres soll Baumann erste Einsätze in der zweiten Mannschaft bekommen und nach der Weihnachtspause wieder einen festen Platz im Kader des Bezirksoberliga-Teams einnehmen.

Wo der TVG bis dahin stehen wird, darüber möchte der Trainer nicht spekulieren, hält auch nach der jüngsten Erfolgsserie die Bälle flach. „Unser nächstes Ziel ist es, gegen Lorsch zu gewinnen. Dann bekommen wir als Belohnung ein Spitzenspiel.“ Denn nächste Woche kommt der Titelfavorit Crumstadt/Goddelau. „Es kommt nicht allzu oft vor, dass man als Aufsteiger ein Spitzenspiel absolvieren darf. Das wäre schon eine tolles Sache. Aber dafür müssen wir erstmal die Hürde Lorsch nehmen, wozu wir unsere Bestform abrufen müssen“, erklärt Holdefehr. me

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