Lokalsport Südhessen

Fußball Wehens Trainer Rüdiger Rehm nach 3:6 bedient

„Nicht fußballtauglich“

Wiesbaden.Fußball-Zweitligist SV Wehen Wiesbaden hat sich am Samstag in erster Linie über die deutliche 3:6 (2:4)-Niederlage gegen Holstein Kiel geärgert – doch das meist diskutierte Thema waren wieder einmal der Video-Assistent und die erheblichen Verzögerungen durch Eingriffe. „Es ist nicht tragbar, jedes Mal minutenlang zu warten. Die aktuelle Regelung stört mehr als alles andere. Es nervt einfach, auch das Publikum“, sagte Wiesbadens Coach Rüdiger Rehm deutlich.

Den beiden Elfmetern zur Wiesbadener 1:0-Führung und dem 3:1 der Kieler sowie dem 2:4 der Gastgeber ging jeweils eine rund zweiminütige Spielunterbrechung voraus. Das Resultat: sieben Minuten Nachspielzeit in Hälfte eins. „Da geht der ganze Spielfluss verloren. Es weiß keiner mehr was passiert. Für den Schiedsrichter wird es immer schwieriger“, sagte Angreifer Manuel Schäffler und schloss sich damit der Kritik seines Trainers an.

Sorgenkind Abwehr

Sportlich hatten sich die Wiesbadener viel vorgenommen, der jüngste Aufwärtstrend sollte fortgesetzt werden. Doch es folgte der nächste Rückschlag für den Tabellenletzten. Insbesondere die Defensivleistung gibt Anlass zur Sorge. „Das war nicht nur nicht zweitligatauglich, sondern nicht fußballtauglich, wie wir verteidigt haben. Wenn du so fahrlässig und schlecht verteidigst, kannst du nicht den Anspruch haben, ein Fußballspiel zu gewinnen“, kritisierte Rehm.

Dabei lief es zunächst noch gut. Manuel Schäffler brachte die Gastgeber vor 4053 Zuschauern mit 1:0 in Führung (5. Minute/Foulelfmeter), doch im Anschluss zog Kiel davon. Emmanuel Iyoha (8.), Alexander Mühling (21., 27./Handelfmeter) und Janni Serra (29.) sorgten noch in der ersten halben Stunde für eine komfortable 4:1-Führung. Daniel Kyereh verkürzte zwar zum 2:4 (30.), doch Salih Özcan (50.) besorgte nach der Pause das 5:2, ehe Schäffler erneut verkürzte (52.). Den 6:3-Endstand besorgte Jonas Meffert (90.+4).

In den kommenden beiden Spielen warten mit Nürnberg und Darmstadt zwei direkte Konkurrenten aus dem Tabellenkeller. Bleibt die Trendwende auch in diesen Partien aus, wird es im Kampf um den Klassenerhalt immer schwieriger. dpa

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