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Fußball Unruhe bei den Lilien nach 1:3-Niederlage

Nicht-Leistung in Fürth erzürnt Darmstädter Fans

Fürth/Darmstadt.Der Gang zu den mitgereisten Fans war für die Spieler des SV Darmstadt 98 alles andere als angenehm. Viele der Anhänger waren nach der teils desaströsen Leistung beim 1:3 (0:2) gegen die SpVgg Greuther Fürth aufgebracht. „Es war gut, dass sich jeder da mal ausgekotzt hat“, räumte Kapitän Fabian Holland später offen ein. „Da waren einige dabei, die ziemlich sauer waren. Aber bei uns in der Mannschaft waren auch einige dabei, die mit dem Auftritt überhaupt nicht zufrieden waren.“

Nach vier Spielen ohne Niederlage in der Liga hatten sich die Lilien eigentlich gute Chancen ausgerechnet, den Aufwärtstrend fortzusetzen. Doch es kam ganz anders. Ein haarsträubender Fehler von Torwart Marcel Schuhen und ein unnötiges Eigentor von Immanuel Höhn bescherten den Franken eine komfortable Führung zur Pause, die sie kurz nach Wiederanpfiff auf 3:0 ausbauten. Erst dann begann Darmstadt, Fußball zu spielen.

„Die ganze erste Halbzeit hat gefehlt. Da waren wir gar nicht auf dem Platz“, konstatierte Holland. „Wenn Du ab dem 0:3 ein gutes Spiel machst, dann bringt dir das nichts. Dann kannst du in der Liga nicht bestehen.“ Auch Lilien-Coach Dimitrios Grammozis zeigte Verständnis für den Unmut der Anhänger: „Unsere Fans nehmen so viele Kilometer auf sich, um dann eine Mannschaft zu sehen, die wenigstens von Anfang an alles gibt“, sagte er.

Angesichts der Leistung im ersten Durchgang sei er ziemlich angefressen und „brutal enttäuscht“. Da sei das Team mutlos aufgetreten, habe sich viele leichte Ballverluste geleistet und sei nicht ernsthaft in Zweikämpfe gegangen. „Auf diese Art und Weise können wir uns nicht präsentieren“, sagte er.

Einen positiven Aspekt konnte er der zweiten Hälfte abgewinnen. „Die Jungs, die reingekommen sind, haben uns alle geholfen“, sagte Grammozis. Dass in Victor Pálsson dann erneut ein Defensivspieler zum späten 1:3 getroffen habe, sei jedoch bezeichnend für die Probleme seiner Mannschaft. „Unsere Offensivspieler haben derzeit nicht die Qualität, sich durchzusetzen“, kritisierte der Coach. dpa

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