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Motorsport 28-jähriger Hemsbacher startet am Wochenende in Monza in die Saison der Blancpain GT Series / Nach Silver-Cup-Titel nun Gesamtsieg im Visier

Nico Bastian fühlt sich als Gejagter wohl

Hemsbach.Die Tasche ist gepackt, Nico Bastian (Bild) kann es kaum erwarten, am Wochenende in Monza die Mission Titelverteidigung anzugehen. Der 28-jährige gebürtige Hemsbacher tritt mit dem französischen Team Akka ASP in der Blancpain GT Series an.

„Der Winter war lang, zu lang“, berichtet der amtierende Meister Silver-Cup-Wertung dieser internationalen Tourenwagen-Serie. Untätig auf seine Einsätze im Mercedes-AMG GT3 gewartet hat Bastian aber natürlich nicht. „Ich habe für mehrere Projekte im Simulator gesessen, beispielsweise für die Formel E. Auch wenn das mit dem GT-Sport nicht viel zu tun hat, hält es einen warm.“

Apropos Temperatur. „In Schweden war ich im Winter viel als Instruktor unterwegs. Da stehen zwar die Kunden im Vordergrund, aber man sitzt ja trotzdem im Auto“, waren die Monate, bis er im Februar im Mercedes auf dem Formel-1-Kurs Paul Ricard in Frankreich testen konnte, doch einigermaßen ausgefüllt. Bei den Tests lernte Bastian auch seine neuen Teamkollegen kennen. „Felipe Fraga ist ein guter Typ, der in Brasilien beim Pendant der DTM gefahren ist“, beschreibt der Hemsbacher den 23-Jährigen. „Timur Boguslavskiy kommt aus dem Prototypensegment und fährt zwar ebenfalls sein erstes GT-Jahr, aber er lernt schnell“, freut sich Bastian auf den erst 18-jährigen Russen. „Man merkt: er hat Bock.“ Das gilt aber auch für den Vollblut-Motorsportler, der schon in der Mini Challenge, der ADAC GT Masters und der VLN Langstreckenmeisterschaft erfolgreich unterwegs war.

„Nach dem Sieg im vergangenen Jahr bin ich nun der Gejagte“, freut sich Bastian auf die Herausforderung. „Und mit den neuen Teamkollegen könnte es nicht nur etwas mit der Silver-Cup-Wertung werden, sondern wir könnten auch ein Wörtchen mitreden, wenn es um den Gesamtsieg geht“, hat sich der 28-Jährige große Ziele für die aus zwei Teilen bestehende GT Serie gesetzt. Neben dem Endurance Cup mit fünf mehrstündigen Läufen stehen fünf Rennen über jeweils eine Stunde in der World Challenge Europe an. Einziges Heimrennen ist der Klassiker auf dem Nürburgring Ende August. Höhepunkt sind die 24 Stunden von Spa Ende Juli.

Die Konkurrenz wird es ihm mit Sicherheit nicht leicht machen. Nico Bastian tritt unter anderem gegen Porsche-Ass Kelvin van der Linde, die ehemaligen DTM-Piloten Markus Winkelhock, Miguel Molina, Maro Engel oder Maxime Martin oder Le-Mans-Sieger Romain Dumas an. Der härteste Widersacher könnte jedoch aus dem eigenen Team kommen. Denn Raffaele Marciello tritt als Titelverteidiger der Serie wieder an.

Jens Klingmann zufrieden

Derweil ist BMW-Werkspilot Jens Klingmann mit einem guten Ergebnis in die Saison auf der Nürburgring Nordschleife gestartet. Der gebürtige Leimener belegte im ersten Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft im BMW M6 GT3 den achten Platz. „Wir können mit unserem ersten Auftritt in der neuen Saison wirklich sehr zufrieden sein. Für uns ging es in erster Linie darum, Entwicklungsarbeit im Hinblick auf das 24-Stunden-Rennen zu leisten. Das ist uns sehr gut gelungen“, freute sich der 28-Jährige von Falken Motorsports, der sich das Cockpit mit Alexandre Imperatori teilte. Bereits am Wochenende kehrt Klingmann zum zweiten VLN-Lauf in die Eifel zurück. Neben den Langstreckenrennen tritt er mit dem MRS GT-Racing-Team im ADAC GT Masters an. Dort startet die Saison am 26. April mit dem Lauf in Oschersleben.

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