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Motorsport Dem Hemsbacher ist der dritte Titel in der Tourenwagenserie Blancpain nicht mehr zu nehmen

Nico Bastian vor historischem Erfolg

Archivartikel

Hemsbach.Nach dem Double ist vor dem Triple. Mit dieser Einstellung geht Nico Bastian in das Saisonfinale der Blancpain GT Series am Wochenende in Barcelona. Der Hemsbacher hatte sich bereits den Fahrertitel in der im Endurance Cup gesichert und es anschließend auf dem Hungaroring geschafft, seinen Titel im Silver Cup der Tourenwagenserie zu verteidigen.

Rakete im Regen

„Nach dem Meisterschaftssieg im Endurance Cup im letzten Jahr ist mir die Sprintmeisterschaft noch abgegangen. Den Titel jetzt zu holen, ist natürlich ein mega Gefühl – gerade auch mit Thomas zusammen, der seine erste GT3-Saison fährt“, freute sich Bastian über den Sieg gemeinsam mit seinem Teamkollegen, dem Franzosen Thomas Neubauer.

Das Duo kam aus dem Feiern kaum noch heraus, denn dank ihrer Erfolge in Ungarn und der beiden Siege des Schwesterautos war dem Akka-ASP-Rennstall die Team-Gesamtwertung der Blancpain GT World Challenge Europe nicht mehr zu nehmen. „Dass wir am Ende auch noch diesen Titel holen konnten, ist eine tolle Belohnung für die harte Arbeit des gesamten Teams“, zollte Bastian dem französischen Rennstall großen Respekt. In den Rennen auf dem Hungaroring wurde dem 29-jährigen Routinier und seinem Kollegen nichts geschenkt. „Das war schon im ersten Lauf extrem intensiv. Ich musste einen Rückstand von 30 Sekunden aufholen, um den Führenden zu kriegen und habe das in der letzten Runde geschafft“, blickte der Langstreckenspezialist auf das Überholmanöver gegen den Aston Martin von Aaro Vainio/Hugo de Sadeleer zurück. Erschwerend kamen die äußeren Bedingungen hinzu. In Ungarn schüttete es. „Ich kann mich nur beim Team bedanken, dass es uns eine solche Rakete hingestellt hat“, erklärte Bastian. So fuhren die Mercedes-Piloten die Plätze eins und zwei in ihrer Klasse heraus und sicherten sich den Titel in der Sprintwertung.

Uneinholbar vorn

Beim Finale der Blancpain GT Series in Barcelona ist Bastian die Saison mit der Meisterschaft in der Gesamtwertung (Kombination aus Endurance Cup und World Challenge Europe) das historische Triple nicht mehr zu nehmen. Der Hemsbacher führt die Wertung vor den letzten beiden Rennen mit 228,5 Punkten an.

Sein härtester Verfolger ist ausgerechnet Timur Boguslavskiy (203 Zählern). Da ich mir auf der Langstrecke aber das Auto mit ihm teile, kann ich ganz ohne Druck fahren. Das ist auch mal ein ganz schönes Gefühl“, blickt Bastian entspannt auf das Wochenende. „Aber natürlich fahren wir da nicht einfach nur mit“, versichert er. Den spanischen Sekt sollte das Team auf jeden Fall schon mal kalt stellen.

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