Lokalsport Südhessen

Landessportbund Förderprogramm läuft noch bis Ende 2021

Nur 89 Vereine stellen Antrag

Archivartikel

Frankfurt.Der Breitensport ruht in ganz Deutschland und auch bei den hessischen Sportvereinen macht sich gerade aufgrund des zweiten Lockdowns immer mehr Verdruss breit. Der Landessportbund Hessen (lsbh) zieht zwar für sein Förderprogramm „Mehr Prävention für unser Sportland Hessen“ eine positive Zwischenbilanz. Seit dem landesweiten Projektstart am 1. August hätten sich 89 Sportvereine daran beteiligt, heißt es in einer Mitteilung. Sie alle eine ein Ziel: Sie wollen den Präventionssport in ihrem Verein auf- oder ausbauen. „Während der Corona-Pandemie zeigt sich einmal mehr, wie wichtig ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung ist. Denn sportliche Betätigung stärkt das Immunsystem, beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, verhindert Adipositas und tut nicht zuletzt der Psyche gut“, wirbt Ralf-Rainer Klatt, Vizepräsident Sportentwicklung des lsbh, für das Programm.

7600 Clubs in Hessen

Schaut man sich die Zahlen jedoch an, wird deutlich dass sich Vereine bei der Bewerbung sehr zurückhalten: In Hessen gibt es 7600 Sportvereine. Von denen haben sich 89 für eine Förderung beworben. 87 Anträge wurden bislang positiv entschieden. Sie kommen aus ganz Hessen, kleinere Einspartenvereine sind genauso vertreten wie Großvereine mit mehreren Tausend Mitgliedern. Für 20 Prozent der antragstellenden Vereine sei Prävention dabei absolutes Neuland. „Das Förderprogramm wirkt also durchaus als Initialzündung“, sagte Klatt. Außerdem freut er sich, „dass wir aus allen 23 Sportkreisen Anträge erhalten haben“. Die meisten kommen aus dem Main-Kinzig-Kreis (10) gefolgt von den Sportkreisen Region Kassel sowie Darmstadt-Dieburg (je 9).

Zahlreiche Starterkits verschickt

Bis jetzt wurde im Rahmen des Programms die Ausbildung von 53 Übungsleiterinnen und Übungsleiter B „Sport in der Prävention“ gefördert: Hierbei übernahm der Landessportbund die Hälfte der Ausbildungskosten.

Besonders gut sei das sogenannte Starterkit angekommen: Es enthält Kleingeräte wie Thera-Bänder oder Pylonen, die beim Präventionssport zum Einsatz kommen können. 78 solcher Pakete habe der Landessportbund inzwischen an die Vereine versendet.

Wo die Clubs weiteren Unterstützungsbedarf sehen, hat der Landessportbund im Rahmen einer Projekt-Evaluation ebenfalls gefragt. Neben dem Wunsch nach wohnortnahen Fortbildungen und mehr Austausch sind es vor allem zwei Dinge, die den Vereinen Kopfzerbrechen bereiten: Die Akquirierung neuer Übungsleiter sowie knappe Raumkapazitäten.

Neben dem Landessportbund seien also auch die politischen Entscheidungsträger gefragt: „Ausreichend und passend ausgestattete Sportstätten sind eine wichtige Gelingensvoraussetzung für guten Präventionssport – und damit auch für eine gesunde Gesellschaft“, richtet sich Ralf-Rainer Klatt an die Entscheider auf kommunaler, Landes- und Bundesebene. Das Programm läuft noch bis 31. Dezember 2021.

Info: Mehr Infos unter yourls.lsbh.de/praeventionssport

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