Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche Die SG Riedrode hat am Sonntag mit der Eintracht Bürstadt einen starken Aufsteiger zu Gast / Andreas Keinz macht Nähe zu Abstiegsrängen keine Angst

Optimismus trotz Verletzungspechs

Riedrode.In der Fußball-Kreisoberliga Bergstraße reihen sich in dieser Saison die Derbys aneinander. So stand für die SG Riedrode zuletzt gerade erst der Ortsvergleich mit dem FSV auf dem Programm. Das nominelle Auswärtsspiel ging für die Gelb-Schwarzen dabei allerdings verloren, die sich dem Rivalen mit 1:0 (0:0) geschlagen geben mussten. Am Sonntag (15.15 Uhr) ist die SGR auf dem Riedroder Waldsportplatz aber wieder das Heimteam, wenn der SV DJK Eintracht Bürstadt schon zum nächsten Bürstädter Lokalderby vorstellig wird. "Es ist immer schön Derbys zu spielen, aber egal gegen wen wir spielen, es ist unser Ziel, Punkte einzufahren", sagt SGR-Trainer Andreas Keinz, der mit den Gelb-Schwarzen bisher mit einem Sieg, drei Unentschieden und zwei Niederlagen nach sechs Spielen auch ebenso viele Punkte auf der Habenseite hat.

Drei Routiniers fehlen der SGR

Bereits satte 13 Zähler hat der starke Aufsteiger Eintracht Bürstadt in den ersten sechs Partien gesammelt, der damit hinter dem aktuellen Tabellenführer Tvgg Lorsch von Platz zwei der Kreisoberliga grüßt. "Wenn uns vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir zu diesem Zeitpunkt bereits 13 Punkte haben könnten, dann hätten wir das sofort unterschrieben. Überbewerten darf man das allerdings auch nicht. Die Jungs merken nun, dass sie konkurrenzfähig sind, aber in dieser Liga gilt es, Woche für Woche alles abzurufen", sagte Eintracht-Spielertrainer Benjamin Sigmund, der nichts von Höhenflügen hält.

Grenzen bekamen die Grün-Weißen von der Wasserwerkstraße denn auch am Dienstagabend im Testspiel beim VfR Mannheim aufgezeigt, denn der aktuelle Zweite der Verbandsliga Nordbaden bezwang mit einem Perspektivkader den Zweiten der Kreisoberliga Bergstraße klar mit 6:1.

"Die Eintracht ist vorne brutal gut besetzt. Sie haben mit Hakan Yazici, Marroqui Cases, Jens Hartmann und Andre Bandieramonte Spieler in ihren Reihen, die wissen wie man Tore schießt. Da gilt es hinten stabil zu stehen", sagte Keinz. Er vermisst weiterhin SGR-Torjäger Dennis Böck, der mit Patellasehnenproblemen immer noch nicht einsatzfähig ist. "Fabian Neeb macht das vorne sehr gut, aber er ist noch jung. So ein Spieler wie Dennis fehlt uns natürlich. Nicht nur wegen seiner Tore, auch seine Präsenz fehlt uns", so Keinz, der zudem mit Ümit Erdem und Robert Drzyzga auf zwei weitere Routiniers verzichten muss.

"Natürlich ist unsere Situation alles andere als einfach, aber wir haben einen breiten Kader und die Jungs haben alle mein Vertrauen. Die Mannschaft braucht eben auch etwas Zeit", sagte der SGR-Coach. Er sieht trotz der Nähe zum Tabellenkeller keinen Anlass zur Panik.

Bei der Eintracht gibt es mit Andre Bandieramonte im Moment mit bereits sieben Saisontoren dagegen einen unerwarteten Top-Scorer, der zuletzt beim 7:2-Heimsieg über Eintracht Wald-Michelbach II gleich dreimal traf. "Viele hatten ihn nicht auf der Liste, ich dagegen schon. Er ist erst 18 Jahre alt und hat nicht immer den einfachsten Charakter. Ich kann mit solchen Spielern aber umgehen, und er hat seine Chance in der ersten Mannschaft genutzt", ist ETB-Trainer Sigmund gespannt, ob der Youngster seine gute Form auch weiterhin bestätigen kann.

Trotz des Kantersieges gegen Wald-Michelbach gefiel dem Coach der Grün-Weißen der Auftritt seines Teams letzten Sonntag nicht. "Wir haben wieder zwei Gegentore gekriegt, das ärgert mich. Und dass wir nach dem 4:0 dachten, es geht schon irgendwie so weiter. Daher bin ich, auch wenn es zur Pause 4:0 für uns stand, in der Kabine noch einmal lauter geworden", so Sigmund. Im Gegensatz zur SG Riedrode können die Gäste von der Eintracht im Derby personell aus dem Vollen schöpfen.

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