Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche Der FV Biblis nimmt die Favoritenrolle im Lokalderby an / SG-NoWa-Coach Stark erwartet Trotzreaktion seines Teams

Personalnot beschäftigt beide Trainer

Archivartikel

Biblis.Am Sonntag müssen sich die Fußballfans in Biblis früher als sonst auf den Weg zum Kunstrasenplatz im Bibliser Pfaffenau-Stadion machen. Bereits um 12 Uhr steigt dort das A-Liga-Derby zwischen den beiden Bibliser Clubs FV Biblis und SG Nordheim/Wattenheim.

„Ein Spieler von uns hat am Nachmittag eine Kindstaufe, deshalb wurde das Spiel nach vorne verlegt“, hat FVB-Trainer Thomas Roth mit dem früheren Anpfiff kein Problem. Mehr Kopfzerbrechen bereitet dem Coach der Hausherren da schon die weiterhin angespannte Personalsituation bei den Blau-Weißen. „Trotzdem müssen wir uns angesichts der Tabellensituation am Sonntag sicherlich die Favoritenrolle gefallen lassen, auch wenn unsere personelle Situation jetzt nicht unbedingt dafür spricht“, weiß Roth. Der FVB ist mit 25 Punkten Tabellenvierter.

Die SG NoWa rutschte hingegen nach der 0:4-Heimklatsche gegen den SV Winterkasten mit nur zehn Zählern auf Relegationsrang 14 ab. Diese Niederlage liegt Trainer Jens Stark noch immer schwer im Magen. „Obwohl ich den SVW beobachtet und die Mannschaft darauf hingewiesen hatte, dass sie mit langen Bällen operieren, haben wir uns mit langen Bällen überwinden lassen. Das war unser bisher schlechtes Saisonspiel. Darauf erwarte ich am Sonntag eine Trotzreaktion der Mannschaft“, macht Stark klar.

Weitere Spieler erwünscht

Über das Auftreten seines Teams kann sich Roth nicht beklagen. Obwohl er bisher noch kein einziges Mal die gleiche Startelf ins Rennen schicken konnte, haben die Blau-Weißen den Unbillen getrotzt und aus den zurückliegenden sechs Ligaspielen 13 Punkte geholt. So siegten die Bibliser zuletzt beim SSV Reichenbach mit 2:1. Dort hatten sie in den vergangenen Jahren gerade mal einen Punkt entführt. „Der Zusammenhalt und die Einstellung stimmen bei uns. Ich hoffe, dass der eine oder andere das erkennt und im Winter zu uns kommt“, wünscht sich der Coach mehr Alternativen.

Der Kader ist vor dem Derby erneut geschrumpft. Die Neuzugänge Alexander Rückher und Thomas Stuber hat es mit Verletzungen erwischt. „Jonas Drolshagen und Marcel Heisse fallen weiterhin aus, Kevin Zorn hat sich verletzt und Roy Ruffini war zuletzt krank, ich hoffe das er am Sonntag spielen kann“, sah sich Roth am Dienstag sogar gezwungen, das Training aus Personalmangel abzusagen. „Wie es bei den drei Kronauers aussieht, muss man sehen, ich denke das zumindest Ramon spielen kann“, ist die Familie am Sonntagnachmittag in Sachen Kindstaufe gefordert. Da freut es Roth, dass Kapitän Patrick Wagner nach einem Spiel Rot-Sperre schon beim Sieg in Reichenbach wieder mitwirken durfte.

„Bisher hat es der FVB immer geschafft, noch irgendwelche Spieler auszugraben. Wenn wir am Sonntag Dennis de Sousa Barba nicht in den Griff bekommen, dann wird es ganz schwer für uns“, rechnet Gästecoach Stark mit einem „sehr, sehr schweren Spiel“. Das Verletzungspech hat auch die NoWa nicht verschont. „Mit Sören Hembach und Fabian Torger fallen unsere Innenverteidiger aus“, muss Stark außerdem weiter auf Jonas Pixberg verzichten. Die Abwehr bereitet dem NoWa-Trainer am meisten Kopfzerbrechen. „Wir haben 37 Tore erzielt und damit sechs mehr als zum selben Zeitpunkt in der vergangenen Saison. Aber wir haben auch schon 39 Gegentore kassiert. Das ist viel zu viel“, stellt der Coach fest. „Wir haben 22 bis 26 Mann im Training und trainieren sehr gut“, rätselt der SG-Coach, warum sich dies nicht stärker in den Ergebnissen widerspiegelt. „Da führen ich und mein Co-Trainer Daniel Theiss zurzeit viele Gespräche mit den Spielern“, will Stark mit der NoWa nicht im Tabellenkeller überwintern.

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