Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche FSV Riedrode gewinnt dank des späten Treffers das Riedderby in der Kreisoberliga beim VfR Bürstadt mit 1:0 / Schambers 100-Prozentige nicht drin

Pitlovic trifft den VfR ins Herz

Bürstadt.Mit dieser 69. Spielminute im gestrigen Kreisoberligaderby zwischen dem VfR Bürstadt und dem FSV Riedrode – das der FSV mit 1:0 (0:0) gewann – wird wohl nicht nur VfR-Stürmer und Co-Trainer Christoph Schamber noch lange hadern. Nachdem Schamber FSV-Keeper Maximilian Kölsch hatte aussteigen lassen, erwarteten alle Anwesenden, dass der Ball gleich im Netz des Riedroder Tores zappeln würde, doch dieser rollte parallel zur Torlinie weiter und wurde geklärt.

„Ich dachte auch, dass es ein Tor wird, aber dann ist der Ball noch mal kurz aufgesprungen. Trotzdem muss ich da das 1:0 machen“, gab sich Schamber selbstkritisch. „Wenn er den macht, läuft es wahrscheinlich anders. Aber so haben wir uns diesen Sieg erkämpft“, durfte sich Gästecoach Duro Bozanovic dagegen über den Sieg im Lokalderby freuen, der den Blau-Weißen aus Riedrode im Jahr 2018 auch den ersten Dreier in der Kreisoberliga bescherte.

VfR belohnt sich nicht

„Wir haben großen Wert auf unsere Defensive gelegt und nur sehr wenig zugelassen. Natürlich hatten wir auch etwas Glück, aber ich bin stolz auf meine Mannschaft, die sich wieder einmal in der Liga belohnt hat“, freute sich der FSV-Trainer umso mehr über die drei Punkte, weil der 2:1-Sieg gegen den Verbandsligisten FC 07 Bensheim im Halbfinale des Kreispokals seine Spuren bei den Riedrodern hinterlassen hatte.

„Sinisa Pitlovic und Yll Krasniqi hatten aus dem Spiel gegen Bensheim noch Blasen an den Füßen und es waren schon einige angeschlagen“, konnte Bozanovic nicht ganz aus dem Vollen schöpfen, dessen Tipp von 1:0 dennoch wahr wurde.

Die Hausherren vom VfR mussten auf den auf Krücken gehenden Kadir Kilic verzichten, der sich am Mittwoch einer MRT-Untersuchung unterziehen wird. Die Schwarz-Weißen versuchten dennoch von Beginn an die Gäste unter Druck zu setzen, die mit Sören Heiderich und Dominic Kohl aber gleich zwei Türme in der Schlacht aufboten. Kam doch etwas auf den FSV-Kasten, war Torhüter Maximilian Kölsch zur Stelle. Er war auch in der zehnten Minute schneller am Ball als VfR-Angreifer Niels Döhren. In der 13. Minute lenkte FSV-Goalie Kölsch einen Schamber-Freistoß über die Latte, bei der anschließenden Ecke von Christoph Schamber verpasste VfR-Stürmer Dennis Böck das Kunstleder nur knapp.

In der 18. Minute gab der FSV ein offensives Lebenszeichen von sich, als Marc Kress eine Hereingabe von Sinisa Pitlovic knapp verfehlte. In der 32. Minute war Schamber der gegnerischen Abwehr fast schon enteilt, als er doch noch gestoppt werden konnte. Auch Timo Seyfried versuchte sein Glück, erneut war jedoch Kölsch zur Stelle (42.).

In einem durchaus emotionalen Derby hatten die Hausherren vom VfR auch nach Wiederbeginn die besseren Chancen. So schoss Schamber über das Tor (58.) und Böck scheiterte erneut an Kölsch (61.). Die 69. Minute hätte eigentlich das 1:0 für den VfR bringen müssen, doch was stattdessen geschah ist bekannt. Nun wurde der FSV auch Dank der Hereinnahmen von Tomislav Tadijan und Amer Gara Hassan aber deutlich mutiger. Sören Heiderich trieb seine Jungs noch einmal an. Der FSV-Abwehrspieler hatte in der 77. Minute mit einem Kopfball noch Pech. In der 81. Minute netzte Pitlovic aber zum viel umjubelten 1:0 für den FSV ein. Noch gab sich der VfR nicht geschlagen. Doch weder der unermüdliche Yusuf Ekin per Freistoß (82.) noch Schamber (88.) trafen. In der 90. Minute jubelte der VfR erneut, der Unparteiische Domenic Kellert versagte Schambers Treffer wegen Abseits die Anerkennung.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel