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Fußball-Gruppenliga FSG Riedrode verliert das Finale gegen Wald-Michelbach und beklagt zwei Verletzte / Am Sonntag kommt Alsbach

„Pokal-Aus schnell abschütteln“

Archivartikel

Riedrode.Der große Wurf im Bergsträßer Kreispokal ist der FSG Riedrode verwehrt geblieben: Das Finale gegen Verbandsligist Eintracht Wald-Michelbach ging am Mittwochabend mit 0:3 (0:1) verloren. Viel Zeit zum Trauern bleibt der Mannschaft des Trainerduos Duro Bozanovic/Andreas Keinz allerdings nicht. Schon am Sonntag (15.30 Uhr) beginnt die neue Gruppenliga-Saison. Zum Auftakt kommt Alsbach.

Vassilis Chatzigiannakis erzielte in der 13. Minute die 1:0-Führung für Wald-Michelbach. Dem frühen Rückstand vor 200 zugelassenen Zuschauern in Mitlechtern war ein Fehler der FSG im Aufbau vorausgegangen. „In den ersten 20, 25 Minuten waren wir doch sehr nervös. Die Anspannung war dem einen oder anderen anzumerken“, stellte Riedrodes Coach Keinz fest.

Nach der hektischen Anfangsphase fingen sich die Blau-Schwarz-Gelben, doch in der Offensive tat sich der Gruppenligist schwer. „Wald-Michelbach war sehr stabil und hat kaum etwas zugelassen, auch wenn der Gegner in den ersten 25 Minuten nach der Pause kaum stattgefunden hat“, erklärte Bozanovic. „Jedes Mal, wenn wir in den gefährlichen Bereich kamen, hat Wald-Michelbach ein Foul gezogen. Taktisch haben sie das sehr clever gemacht“, merkte Keinz an.

Das Foul, das einen Strafstoß und das 0:2 von Jan Gebhardt zur Folge hatte (88.), stufte das FSG-Trainerduo als fragwürdig ein, aber auch diese Aktion wurde durch einen Fehler der Riedroder eingeleitet. Das 0:3 von Niklas Halblaub (90.) fiel nach einem Konter. Nach dem 13:12-Sieg im Elfmeterschießen gegen den FC 07 Bensheim im Viertelfinale im Februar und dem 2:1-Halbfinalcoup gegen Verbandsligist SV Unter-Flockenbach vor einer Woche verpasste die FSG also die nächste Pokalüberraschung. Die Riedroder traten den Heimweg trotzdem erhobenen Hauptes an. „Ein Finale spielt man ja nicht alle Tage. Der Spielausgang spiegelt außerdem nicht den Spielverlauf wider“, fand Keinz, dass das Ergebnis „zwei Tore zu hoch ausgefallen ist“.

An den Folgen der Pokalduelle wird die FSG derweil wohl länger zu knabbern haben. „Marvin Dell musste mit Verdacht auf Muskelfaserriss vom Platz. Ilias Hamzi ist zur Pause verletzt raus“, berichtet Keinz. Vor allem der Ausfall von Königstransfer Dell – der frühere KSC- und Waldhof-Junior kam von Wormatia Worms II – könnte Riedrode wehtun, auch wenn Bozanovic mit Tomislav Tadijan, Timo Seyfried und Fitim Hajdaraj gleich drei Alternativen für die Sechser-Position benennen konnte.

Nach dem Halbfinale hatte Stürmer Patrick Landwehr über muskuläre Probleme geklagt. Für den Ligaauftakt fraglich sind zudem Qendrim Dzackaj (Fußprellung) und Oliver Schrah (Probleme am Sprunggelenk). Sicher ausfallen werden die Langzeitverletzten Dominic Kohl und Marc Kress. Dagegen stand der zuletzt angeschlagene Mario Basyouni im Pokalfinale wieder in der Startelf.

„Für uns gilt es, das Ergebnis vom Mittwoch schnell abzuschütteln. Es gibt keinen Grund, uns hängen zu lassen. Wir haben eine gute Mannschaft“, betont Keinz – wohl wissend, dass die Alsbacher ebenfalls über gute Spieler verfügen: „Sie haben als langjähriger Verbandsligist zuletzt immer zur Spitzengruppe der Liga gehört. Generell muss aber jede Mannschaft zusehen, wo sie nach einem halben Jahr ohne Pflichtspiele steht.“

Dass die FSG schon zwei Pflichtpartien absolviert hat, sieht Bozanovic übrigens nicht als Vorteil. „Die anderen Teams hatten dafür Testspiele. Außerdem ist unsere Vorbereitung nicht so optimal gelaufen. Wir hatten immer wieder Verletzte und Urlauber und mussten unsere Tests fast immer mit denselben 13, 14 Mann bestreiten“, hätte sich der Ex-Stürmer „mehr Breite“ gewünscht.

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