Lokalsport Südhessen

American Football Am Samstag soll bei den Gladiators der nächste Derbysieg her / Guter Teamgeist für den Trainer wichtiger als mögliche Meisterschaft

Redskins wollen in Gernsheim sofort nachlegen

Archivartikel

Bürstadt.Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt den Bürstadt Redskins nach dem 54:28-Heimsieg gegen die Gernsheim Gladiators am vergangenen Sonntag nicht. Das Gute: Dem Gegner geht es genauso. Am Samstag (Kick-off: 16 Uhr) ist das Team von Headcoach Jürgen „Charlie“ Zühlsdorf zu Gast im Gernsheimer Stadion am Kaffeedamm.

Während es sich für die Redskins um die dritte von vier Begegnungen in der Süd-Gruppe der American-Football-Verbandsliga Mitte handelt, stehen die Gernsheimer „Gladiatoren“ schon vor ihrem letzten Gruppenmatch. Bürstadts Ausgangslage ist unverändert: Um im letzten Spiel gegen Tabellenführer Rodgau Pioneers (6:0 Punkte) am 8. Juni eine Chance auf Platz eins in der Süd-Gruppe zu haben, muss ein zweiter Derbyerfolg gegen Gernsheim her. Für die Gladiators, die in drei Partien drei Niederlagen kassierten, wird es vor allem um einen versöhnlichen Abschluss der Hauptrunde gehen.

Vom deutlichen Heimsieg im Hinspiel will sich Bürstadts Cheftrainer nicht blenden lassen. „Die Gernsheimer können theoretisch noch Zweiter werden, für sie ist dieses Spiel der letzte Strohhalm“, erwartet Zühlsdorf ein „gutes Stück Arbeit“, wie er betont: „Die Gladiators sind nicht ungefährlich. Ganz so deutlich wie am Sonntag wird es dort vermutlich nicht. Wenn wir aber an unsere Leistung anknüpfen und motiviert zur Sache gehen, sage ich einen Sieg für uns voraus.“

Sportart in Bürstadt etablieren

Unabhängig vom weiteren Saisonverlauf – bei einem Gruppensieg spielen die Redskins am Wochenende vom 22./23. Juni gegen den Nord-Sieger Koblenz Gladiators um den Aufstieg in die Landesliga Mitte – zieht „Charlie“ eine positive Zwischenbilanz. „Ich sehe die Fortschritte im Team. Die Jungs haben Spaß und einen guten Teamgeist. Sie konnten auch mit der 0:17-Niederlage gegen Rodgau gut umgehen. Das ist für mich wichtiger als die Meisterschaft“, holt der Ludwigshafener aus. Für „Charlie“ ist sowieso der Weg das Ziel: „Wenn die Meisterschaft für uns herausspringt, ist das gut – sie ist aber kein Muss. Wir wollen American Football nachhaltig in Bürstadt etablieren und interessant für die Menschen in der Region machen.“

Dass die Redskins neben einem Erfolg in Gernsheim auch einen Sieg in Rodgau benötigen, der das 0:17 aus dem Hinspiel egalisiert, bereitet dem 55-Jährigen keine Sorgen: „Wir können das schaffen, weil die Offense läuft.“ Nach dem Touchdown-Festival am vergangenen Sonntag – achtmal brachten die „Rothäute“ das Football-Ei in der Endzone unter – ist das Selbstvertrauen groß. „In der Offense werde ich nichts umstellen“, stellt „Charlie“ klar.

In der Defense, die vier Touchdowns zuließ, will Zühlsdorf das Defense-Backfield optimieren. Mit Eric Ruppert und Ruben Konrad fallen zwei Cornerbacks aus – also jene Abwehrleute, die die gegnerischen Passempfänger stören sollen. „Wir wissen, woran wir arbeiten müssen“, ist Zühlsdorf, der die Reise nach Gernsheim mit einem 35-Mann-Kader antreten wird, „guter Dinge, dass wir das in den Griff bekommen“.

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