Lokalsport Südhessen

Fußball Die zweiten Mannschaften starten am Wochenende in die neue zweigleisige D-Liga

Ried-Reserven bereit für neue Ziele

Archivartikel

Ried.Was wäre die Kreisliga D Bergstraße ohne die vielen zweiten Mannschaften? In der neugebildeten, nun nur noch zweigeteilten, D-Liga D spielen in der kommenden Saison fünf Teams aus dem Verbreitungsgebiet des Südhessen Morgen: Der TV Lampertheim II, die SG Olympia/VfB Lampertheim II, der FC Alemannia Groß-Rohrheim II, die SG Nordheim/Wattenheim II und der VfR Bürstadt II. Sie alle treten in der Staffel I an, die die Mannschaften im westlichen Teil des Fußballkreises vereint.

TV Lampertheim II: Nach dem Rückzug der ersten Mannschaft vor zwei Jahren aus der Gruppenliga, stellte der TVL zunächst keine Reserve, holte dies aber zur Saison 2019/20 nach. Und hier wäre der Elf des neuen Trainers Mirco Geschwind fast der große Coup gelungen. Doch letztlich mussten die Turner der zweiten Mannschaft von Olympia Lorsch den Vortritt lassen. Dies aber stärkt das Lampertheimer Selbstbewusstsein für die kommende Runde.

„Wir wollen oben mitspielen“, gibt Pressesprecher Frank Willhardt die Marschroute aus. Personell sieht es gut aus, denn nach ordentlichem Zuwachs aus dem eigenen Nachwuchsbereich stehen 30 Akteure zur Verfügung.

SG Nordheim/Wattenheim II: Ohne große Aufregungen läuft schon seit vielen Jahren der Reservespielbetrieb in den beiden Bibliser Gemeindeteilen. Dies liegt vor allem an der erfolgreichen Arbeit von Jonas Embach, der die NoWa-Reserve nun schon in der sechsten Saison trainiert. Assistiert wird ihm dabei von Philipp Avemarie.

In der neuen Saison will die SG einen einstelligen Tabellenplatz erreichen. Dies erscheint aufgrund der in der vergangenen Saison gezeigten Leistungen machbar. Zu was sie spielerisch in der Lage ist, stellte die Embach-Elf beispielsweise am 28. September 2019 beim 7:1-Heimsieg über die zweite Mannschaft des TVL unter Beweis. Gegen andere Spitzenmannschaften lief es allerdings nicht so gut.

FC Alemannia Groß-Rohrheim II: Wehmütig erinnern sich die Verantwortlichen an die Saison 2007/08, als die FCA-Reserve immerhin an der Aufstiegsrelegation zur Kreisliga C teilnahm. Seit dieser Zeit hat die zweite Mannschaft des Traditionsvereins höchstens zaghaft an das Tor zur zweituntersten Klasse geklopft.

„Vielleicht gelingt es uns, endlich mal wieder, oben mitzuspielen“, hofft Vorsitzender Klaus Anthes auf eine bessere Zeit der Alemannia-Reserve. Auf den neuen Trainer Toni Bruno wartet in jedem Fall eine knifflige Aufgabe.

SG Olympia/VfB Lampertheim II: Irgendwie alles anders ist bei der zweiten Mannschaft der neugegründeten Spielgemeinschaft. Das Gros dieser zweiten Mannschaft bildet die ehemalige Reserve des VfB Lampertheim, die aber auch einen ordentlichen Aderlass hinnehmen musste. Gemeinsam mit den Spielern des FC Olympia, der zuvor über keine Reserve verfügte, soll nun eine schlagkräftige Truppe zusammenwachsen. Ziel der Spielgemeinschaft ist es, nicht nur mit der ersten Mannschaft in den nächsten fünf Jahren in der Kreisoberliga zu spielen, sondern den Unterbau innerhalb dieser Zeit in der Kreisliga B zu etablieren. Trainer der zweiten Mannschaft ist Tim Feldhinkel. „Nur weil wir jetzt eine Spielgemeinschaft haben, braucht keiner Wunderdinge zu erwarten. Doch wir sind letztlich viel zu gut, um nur im Tabellenkeller zu landen“, erklärt SG-Sportausschussmitglied Patrick Andres.

VfR Bürstadt II: „Die Jungs arbeiten wie die Berserker“, freut sich Pressesprecher Norbert Krezdorn über den Trainingsfleiß der Elf von Trainer Carol Koch, der von Andreas Kautzmann und Kevin Krezdorn unterstützt wird. Sportlich soll es endlich mal besser laufen: Ein einstelliger Tabellenplatz wird angestrebt. Großartig ist ohnehin das Identifikationsvermögen mit dem VfR Bürstadt. So gibt es nicht wenige Spieler des VfR II, die ein Vorstandsamt beim ehemaligen Zweitligisten bekleiden. „Wenn wir uns über die Zukunft unseres Vereins Gedanken machen, dann geht das nur darüber, dass wir die Spieler unserer zweiten Mannschaft in unsere Überlegungen mit einbeziehen“, freut sich VfR-Ehrenvorsitzender Franz-Josef Eitge auf das Engagement der jungen Leute mit VfR-Stallgeruch. hias

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