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Fußball-Gruppenliga Verdiente 1:2-Niederlage sorgt für Ärger bei der FSG / Leistungseinbruch nach der Pause

Riedrode enttäuscht in Heppenheim

Heppenheim.Bei der FSG Riedrode bleibt die Inkonstanz die große Konstanz. Am Sonntag verlor der Aufsteiger das Gruppenliga-Derby beim von Aiad Al-Jumaili trainiertem FC Sportfreunde Heppenheim mit 1:2 (1:1).

Der positive Effekt des 6:1-Heimerfolgs gegen Türk Gücü Rüsselsheim, mit dem die Riedroder zuletzt eine Schwächephase mit nur einem Sieg aus acht Ligapartien beendet hatten, ist damit wieder verpufft. Das FSG-Trainerduo Duro Bozanovic/Andreas Keinz ärgerte sich hinterher aber weniger über die Niederlage als solche, sondern vor allem über die indiskutable Vorstellung in der zweiten Halbzeit. „Bis auf einen Kopfball von Dominic Kohl nach einer Ecke hatten wir in der zweiten Hälfte keine Chance mehr. Das war sehr dünn. Wenn man sich so viele Abspielfehler leistet wie wir, kann man in der Gruppenliga kein Spiel gewinnen. Dafür ist das Niveau zu hoch, da brauchen wir auch nichts schönzureden“, war Keinz vollends bedient.

Dabei hatte die FSG vor 130 Zuschauern im Heppenheimer Starkenburg-Stadion eigentlich gut in die Partie gefunden. „In der ersten Halbzeit waren wir die aktivere Mannschaft, da hat Heppenheim viel mit langen Bällen agiert“, fand Keinz. Einer dieser langen Bälle fand in Jesse Dorval einen pfeilschnellen Abnehmer. Der aus Nordheim stammende Sportfreunde-Stürmer profitierte davon, dass ein Riedroder das Abseits aufhob und schob das Kunstleder aus spitzem Winkel zum 1:0 ins lange Eck (22.). Die FSG schüttelte sich kurz – und antwortete mit einer sehenswerten Kombination über Sinisa Pitlovic und Timo Seyfried in der Zentrale. Beim Schuss von Pitlovic war Heppenheims Keeper Alexander Schneider noch zur Stelle, für den Abstauber zum 1:1-Ausgleich stand dann jedoch Marcel Daniel bereit (31.).

Was nach dem Seitenwechsel folgte, konnte Keinz nur beschreiben, aber nicht erklären. „Die ersten 20 bis 25 Minuten nach der Pause waren wirklich schwach von uns. Da waren viele Ungenauigkeiten drin, unser Umschaltspiel hat nicht mehr funktioniert und die zweiten Bälle gingen an Heppenheim“, zählte Keinz auf. So kam es, wie es kommen musste. Nach einem langen Pass auf Markus Mo Amar spielte dieser quer zu Helnathan Scott – und Heppenheims Angreifer überwand FSG-Torwart Chris Keilmann zum 2:1-Endstand (69.).

Abseits vor dem 1:2?

Auch bei dieser Szene ließ Keinz nach dem Abpfiff keine Ausreden gelten. „Mir haben ein paar Heppenheimer gesagt, dass dem 2:1 ein klares Abseits vorausgegangen ist. Ich habe das nicht gesehen und muss sagen: Wir haben aufgrund der zweiten Halbzeit nicht unverdient verloren und müssen uns an die eigene Nase fassen“, stellte der FSG-Coach klar.

Am kommenden Wochenende ist die FSG spielfrei. Zum Jahresabschluss am 8. Dezember schauen die Blau-Schwarz-Gelben (27 Punkte), die hinter den siegreichen Teams aus Höchst, Alsbach und Heppenheim von Platz sechs auf Rang neun zurückfielen, beim Fünften FC 07 Bensheim vorbei. Das Team von Ex-Zweitliga-Profi Elton da Costa präsentierte sich beim 3:1-Erfolg im Verfolgerduell gegen den Vierten VfR Fehlheim in blendender Verfassung. cpa

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