Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche Fußball-B-Ligisten FSG II und SG Hüttenfeld trennen sich 1:1-Unentschieden

Riedrode schafft Remis in Unterzahl

Riedrode.Die Fußballfans in Riedrode taten am Sonntag gut daran, schon am frühen Sonntagnachmittag dem B-Liga-Derby zwischen der FSG Riedrode II und der SG Hüttenfeld auf dem Waldsportplatz beizuwohnen. Und das nicht nur, weil das anschließende Gruppenligaspiel zwischen der FSG Riedrode und dem FC Fürth wegen eines Coronaverdachtsfalles bei den Hausherren aus Riedrode (siehe eigener Bericht) erst gar nicht angepfiffen wurde. Das Derby zwischen der FSG II und der SGH war vor allem in Halbzeit eins ein sehr ansehnliches B-Liga-Spiel, das letztlich 1:1 (0:0)-Unentschieden endete.

Trotz der Punkteteilung konnten die Riedroder Platz zwei behaupten – und auch sonst fühlte sich das Remis für die Hausherren letztlich besser an, die nach einer Roten Karte gegen Maurice Gündling wegen Tätlichkeit ab der 41. Minute in Unterzahl agierten.

„Der Gegenspieler stand auf der Hand von Maurice, da wollte er sich losreißen – was der Schiedsrichter als Tätlichkeit interpretiert hat. Das war schon sehr unglücklich“, bedauerte FSG-II-Coach Andreas Zinke. „Wenn du solange in Unterzahl spielst und nach einem 0:1-Rückstand zum Ausgleich kommst, dann ist dieses Ergebnis für uns okay. Für mich ist Hüttenfeld auch stärker, als es ihre aktuelle Tabellenposition aussagt“, konnte Zinke sich mit der Punkteteilung anfreunden.

Rot für Gündling in der 41. Minute

Dass die SGH durch das Unentschieden in der Tabelle einen Platz verlor und jetzt Elfter ist, konnte Coach Jury Mai dabei wohl eher verschmerzen, als das Endresultat von 1:1.

„Die FSG II ist immerhin Tabellenzweiter – und wir sind hierher gekommen, um nicht zu verlieren. Das haben wir geschafft. Trotzdem bin ich nicht ganz zufrieden. Wir haben in der ersten Halbzeit zwar die ersten fünf Minuten verschlafen, müssen aber zur Pause selbst in Führung liegen. In der zweiten Halbzeit hat man dann gar nicht gemerkt, dass wir einen Mann mehr auf dem Platz haben. Da wollten wir viel zu sehr mit dem Kopf durch die Wand“, führte Mai die fehlende Kaltschnäuzigkeit der Grün-Weißen auch auf das zuletzt etwas angekratzte Selbstvertrauen zurück.

Das schien sich auch nach vier Minuten bemerkbar zu machen, als SGH-Torwart Robin Lammel in höchster Not gegen FSG-II-Torjäger Dominik Wiegand rettete. In der achten Minute antwortete die SGH, als Tobias Lerchl die Hereingabe von Kevin Rathgeber nur knapp verpasste. Als Andreas Rünger alleine auf das von Christian Knecht gehütete FSG II-Tor marschierte, hatten die Gäste schon fast den Torschrei auf den Lippen, doch Rünger scheiterte an Knecht und vergab die bis dato dickste Chance im Spiel. In der 26. Minute waren dann wieder die Gastgeber an der Reihe.

Der stets agile Mirko Alimi sah das Kunstleder bei seinem Schuss fast schon im SGH-Tor zappeln, doch Tobias Lerchl klärte den Schuss mit dem Kopf von der eigenen Torlinie. Kurz vor der Pause folgte dann der Platzverweis für den Riedroder Maurice Gündling und die FSG II fand sich ab der 41. Minute in Unterzahl wieder.

Nachdem Max Rhein eine Rathgeber-Ecke zum 1:0 (55.) für die SGH eingenickt hatte, schien sich die Überzahl der Gäste auch auf der Anzeigetafel bemerkbar zu machen, doch Riedrode gelang es immer wieder, die SGH unter Druck zu setzen. Mirko Alimi erwies sich als ständiger Gefahrenherd für die Hüttenfelder Defensive.

Alimi gelingt Ausgleich

So war es auch kein Zufall, dass Dominik Wiegand den Ball auf Alimi durchsteckte, der zum umjubelten 1:1-Ausgleich (67.) ins Hüttenfelder Tor traf.

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