Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche Kreisoberliga-Tabellenführer erwartet Verfolger VfR Bürstadt zum Derby in der Fußball-Kreisoberliga

Riedrode sinnt auf Revanche

Riedrode.In Bürstadt steht am Sonntag (15.15 Uhr) ein ganz besonderes Duell in der Fußball-Kreisoberliga Bergstraße auf dem Programm. Das Lokalderby zwischen Spitzenreiter FSG Riedrode und dem Tabellenzweiten VfR Bürstadt, die in der Tabelle gerade einmal zwei Punkte voneinander trennen, sorgt für Spannung. Auf beiden Seiten fiebert man dem Topduell auf dem Waldsportplatz in Riedrode entgegen. „Es ist das Spiel Erster gegen Zweiter und ein Derby, für dieses Spiel muss man keinen extra motivieren“, weiß Andreas Keinz, der den Tabellenersten aus Riedrode gemeinsam mit Duro Bozanovic trainiert. „Das Hinspiel haben wir mit 0:2 verdient verloren und dabei eines unserer bisher schlechtesten Spiele gemacht. Das wollen wir am Sonntag natürlich besser machen“, sieht Keinz gegen den Lokalrivalen noch eine Rechnung offen.

Göbel mit Respekt vor FSG

VfR-Trainer Karl-Heinz Göbel sieht seine Schwarz-Weißen trotz des Hinspielsieges nicht als Favoriten an: „Wir treten bei der besten Mannschaft der Liga an. In Riedrode ist es gelungen, aus zwei guten Mannschaften eine sehr gute zu formen.“ Die FSG schoss sich zuletzt zum Wiederbeginn in der Kreisoberliga mit einem 7:1-Sieg bei der TSV Auerbach warm. „Vielleicht war dieser Sieg aber doch ein bisschen zu teuer erkauft“, blieb der Jubel von Keinz und der ganzen Fußball-Spielgemeinschaft Riedrode nicht ungetrübt, zog sich doch FSG-Torhüter Christian Knecht nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler einen Schienbeinbruch zu. „Christian kam sofort nach Bensheim ins Krankenhaus und wurde noch am Sonntagabend erfolgreich operiert. Diese Situation war für uns alle erst mal ein Schock, aber wir haben dann eben auch für ihn gespielt. “

Mit vier Toren zeigte dabei auch FSG-Stürmer Sinisa Pitlovic, dass er aktuell gut drauf ist. Beim VfR Bürstadt ging dagegen am vergangenen Sonntag die lange Leidenszeit von Kadir Kilic zu Ende, der auch gleich das goldene Tor beim 1:0-Heimsieg über den FC Starkenburgia Heppenheim erzielte.

„Für Kadir war es das erste Spiel nach acht Monaten Verletzungspause, da ist es natürlich klar, dass er noch nicht wieder da sein kann, wo er vor der Verletzung war“, ist Karl-Heinz Göbel dennoch froh, dass der 21-Jährige wieder mitwirken kann, schließlich sind die Schwarz-Weißen aktuell von schweren Verletzungen nicht verschont. Robin Schäfer und Yusuf Ekin laborieren an einem Kreuzbandriss.

„Bei Robin Schäfer ist die Operation gut verlaufen. Yusuf Ekin arbeitet selbstständig und konnte daher noch nicht operiert werden. Bei ihm ist es fraglich, ob er überhaupt wieder auf den Fußballplatz zurückkehrt“, hatte Göbel daher eigentlich Winterneuzugang Muharrem Reka als Ekin-Ersatz eingeplant. „Aus privaten Gründen wird es für ihn allerdings kaum möglich sein, in dieser Runde für uns aufzulaufen“, ist der Bruder von VfR-Spieler Besim Reka nicht der einzige Winterneuzugang beim Tabellenzweiten, der nur äußerst begrenzt zur Verfügung steht. Vincenzo Lucchese und Kevin Krezdorn arbeiten selbstständig, da fehlt oft die Zeit für den Fußball“, berichtet Göbel, der zudem noch verkraften muss, dass Lukas Bamberg studiumsbedingt pausiert.

„Über die Gruppenliga mache ich mir daher aktuell auch keine Gedanken. Unser Ziel bleibt es, die 49 Punkte-Marke aus der Vorsaison zu übertreffen – und da sind wir auf einem guten Weg“, sieht der Gästecoach am Sonntag den größeren Druck auf den Schultern der Hausherren lasten. „Nach den nächsten beiden Spielen werden wir wohl schon sehen können, in welche Richtung es für uns geht“, weiß FSG-Coach Keinz dagegen, dass das Stadtderby gegen den VfR Bürstadt und das nachfolgende Match beim TV Lampertheim im Kampf um die Meisterschaft und den Gruppenliga-Aufstieg von großer Bedeutung sind.

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