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Spieler der Woche Azzurri-Torjäger Nunzio Pelleriti zahlt das Vertrauen zurück, das der Trainer in ihn setzt

Rückkehr in die Familie

Archivartikel

Lampertheim.Am vergangenen Sonntag erzielte Nunzio Pelleriti beim 3:2-Heimsieg der Associazione Sportiva Azzurri Lampertheim über den Kreisoberligaabsteiger FC Ober-Abtsteinach in der 46. Minute das 1:0. Für den Stürmer des Lampertheimer A-Ligisten war es das 16 Saisontor im zwölften Ligaspiel.

„Das Tor hat er richtig schön gemacht. Nach der ersten Halbzeit hat er noch mit sich gehadert, weil er zwei gute Chancen ausgelassen hatte. Ich habe ihm gesagt, dass er so weitermachen soll, dann wird das Tor schon kommen. Nach 35 Sekunden in der zweiten Halbzeit war es dann ja schon soweit“, freut sich Azzurri-Coach Martin Göring, wie sich Nunzio Pelleriti derzeit präsentiert.

Emotionale Rückkehr

In den zurückliegenden sechs A-Liga-Spielen hat der Angreifer stets getroffen und dabei satte 13 seiner bisherigen 16 Saisontreffer erzielt. „Im Moment läuft einfach alles perfekt. Es macht großen Spaß, in dieser Mannschaft zu spielen. Wenn man dann als Stürmer auch noch so trifft, dann ist das einfach geil! Ich zahle damit das Vertrauen zurück, das der Trainer in mich setzt“, ist diese Saison für Pelleriti etwas Besonderes, hatte er doch nicht unbedingt damit gerechnet, noch einmal bei den Azzurri seine Zelte aufschlagen zu können.

„Ich habe die Azzurri damals nicht im Guten verlassen“, räumt Pelleriti ein, wenn er sich an seinen Wechsel im Winter 2016/17 erinnert, als er die von Martin Göring gecoachten Italiener in Richtung des Lokalrivalen und Ligakonkurrenten VfB Lampertheim verließ. Dass er sich deswegen an die eigene Nase fassen musste, war dem Fan des AC Mailand längst klargeworden, doch ob er eine weitere Chance bei den Azzurri erhalten würde, dessen war sich der Lampertheimer mit italienischen Wurzeln nicht sicher.

„Nach dem großen Umbruch beim VfB stand ich kurz vor einem Wechsel zum FC Olympia Lampertheim in die B-Liga. Da hat mich mein Onkel Giuseppe Sanfilippo angerufen und gefragt, ob ich Interesse hätte zu den Azzurri zurückzukehren“, war für Pellerit der Anruf des Spielausschussvorsitzenden der Azzurri ein wichtiges Signal. „Mit meinem älteren Bruder Giuseppe Pelleriti hatte ich auch einen Fürsprecher bei den Azzurri“, blickt Nunzio dankbar auf die weitere Entwicklung zurück.

„Ich habe Nunzio beim VfB beobachtet, wo er zu den Leistungsträgern gehörte. Wir haben uns dann zu einem Gespräch getroffen, das sehr gut verlief“, berichtet Azzurri-Trainer Göring. „Da wurde alles, was war, ausgeräumt und ich habe dem Trainer auch versprochen, dass ich mir künftig keine dummen Karten mehr einhandeln werde“, weiß Pelleriti, dass sein südländisches Temperament in der Vergangenheit manchmal mit ihm durchging.

„Er hat sich in der Vorbereitung voll reingehängt und ist jetzt absolut fit, wie die ganze Mannschaft. Das ist ein große Plus für uns“, hat Göring wohlwollend registriert, dass sich Pelleriti auch nicht mehr zu schade ist, sich in die die Defensive einzuschalten. „Ich arbeite jetzt viel mehr für die Mannschaft als früher und habe meinen Wechsel zu den Azzurri nicht bereut. Hier sind alle eine große Familie“, ist Nunzio Pelleriti froh, wieder ein Teil dieser Familie zu sein. „Jetzt wollen wir solange oben mit dabei bleiben wie es geht. Hätten wir den Drei-Punkte-Abzug nicht, stünden wir jetzt auf Platz zwei“, bedauert der Mittelstürmer.

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