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Handball-Bezirksoberliga Unnötige 22:25-Niederlage bei SKG Bonsweiher / Trainer Schmied kritisiert Chancenverwertung

Rückschlag für TVL

Lampertheim.„Kämpferisch war das eine wirklich gute Leistung, aber wenn man seine Chancen nicht reinmacht, dann verliert man eben“, musste Achim Schmied, Trainer des Handball-Bezirksoberligisten TV Lampertheim, nach dem Spiel beim alten Rivalen SKG Bonsweiher erkennen. Mit 22:25 (12:17) unterlagen die Spargelstädter im Odenwald und erlebten nach zwei Pflichtsiegen gegen Mannschaften, die eher im hinteren Drittel der Liga erwartet werden, erstmals in dieser Runde einen Rückschlag.

„Und das völlig unnötig“, wie Schmied meinte. „Wir hatten genügend Möglichkeiten, aber irgendwie war der Wurm drin. Es war ein sehr intensives und für die vielen Zuschauer sicherlich tolles Spiel – aber mit dem Ergebnis können wir natürlich nicht zufrieden sein“, haderte er.

Von Beginn an lief Lampertheim bei der neuformierten Mannschaft der Bonsweiherer einem Rückstand hinterher. Beim 6:11 wurde es Achim Schmied zu viel und er nahm eine Auszeit (16.), versuchte sein Team wachzurütteln und stellte seine Deckung etwas um, ließ fortan offensiver agieren. Zwar erhöhten die Gastgeber unmittelbar danach mit einem Doppelschlag binnen 20 Sekunden sogar auf 13:6 (18.), aber danach lief es etwas besser. Die technischen Fehler des TVL wurden weniger und die Chancen zumindest etwas konsequenter verwertet. Auch die taktische Variante mit dem siebten Feldspieler fruchtete einige Male. „Gut war es dennoch nicht, was wir im Angriff fabrizierten“, so Schmied, der beim Fünf-Tore-Rückstand zur Pause aber nach wie vor an einen Sieg glaubte: „Schließlich hatte Bonsweiher nur einen dünnen Kader und schon zwei verletzungsbedingte Ausfälle“, sagte der Coach.

SKG beklagt Ausfälle

Tatsächlich mussten die beiden SKG-Leistungsträger Kevin Urban (Knie) und Alexander Schemenauer (Rücken) schon in Hälfte eins raus und konnten nicht mehr mitwirken, was Bonsweihers Coach Frank Schmiedel mächtig ärgerte: „Lampertheim hat sehr robust gespielt. Aber dafür mache ich ihnen absolut keinen Vorwurf. Das ist Handball. Es war aber schon bitter, dass die Schiedsrichter eine sehr großzügige Linie verfolgten. Ein paar mehr Zeitstrafen gegen sie oder überhaupt einen einzigen Strafwurf für uns hätte man schon geben können.“

Im zweiten Abschnitt schaffte es Lampertheim tatsächlich, schnell auf 14:17 zur verkürzen (33.), aber dann vergab Matthias Zielonka einen Strafwurf, die Gastgeber erhöhten wieder bis auf 22:17– und als der TVL nochmals auf drei Tore heran kam (19:22), wurden drei Würfe vom Kreis vergeben. „Das war einfach zu viel, was wir vorne haben liegengelassen“, musste Schmied dann mit ansehen, wie die SKG clever weiter spielte und beim 25:19 vier Minuten vor dem Ende den Sack endgültig zumachte.

„Kämpferisch kann ich keinen Vorwurf machen. In der letzten Saison haben wie einige Male nach Rückständen aufgesteckt und dann deutliche Niederlagen kassiert. Das war diesmal viel besser. Jeder hat gekämpft. Aber wenn man vorne nicht trifft, dann kann man nicht gewinnen“, resümierte der enttäuschte Lampertheimer Coach. „Wir wollten uns nach den beiden Pflichtsiegen zum Rundenstart steigern und gegen einen stärkeren Gegner auch besser auftreten. Das ist leider nur phasenweise gelungen.“ Sein Gegenüber, SKG-Trainer Schmiedel, war nach der Schlusssirene hin und her gerissen: „Ich bin mächtig stolz auf meine Jungs, wie sie aufgetreten sind und auch die Ausfälle kompensiert haben. Aber gleichzeitig müssen wir hoffen, dass die drei Verletzten von heute schnell wieder fit werden, denn unser Kader ist nicht groß“, musste er in der 40. Minute auch noch die Knöchelverletzung von Benedikt Brehm mit ansehen.

„Intensives Spiel“

Beide Trainer waren sich aber einig: „Das war ein intensives, tolles Handballspiel“, wobei Schmied natürlich lieber zumindest einen Punkt aus dem Odenwald mitgenommen hätte. „Jetzt müssen wir uns am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Erfelden zusammenreißen“, blickte der Lampertheimer gleich wieder nach vorne.

SKG-Tore: Silber (8), Brehm (4), Maaß, Walter (je 3), Wiegand (2), Ruppert, Schemenauer (je 1).

TVL-Tore: Redig (7), Mischler (3), Karb, Deissler, König, Gaebler (je 2), Zielonka (2/2), Eschenauer, Bohrmann (je 1). me

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