Lokalsport Südhessen

Spieler der Woche Routinier des Fußball-B-Ligisten FV Hofheim blickt optimistisch in die Zukunft

Schader hofft auf Trendwende

Archivartikel

Hofheim.„Es macht natürlich mehr Spaß, wenn man gewinnt“, sagt Oliver Schader. Mit dem FV Hofheim musste er in der Fußball-Kreisliga B sechs Spiele lang auf den ersten Saisonsieg warten. Am vergangenen Sonntag war es endlich soweit. Bei der SG Odin Wald-Michelbach II gewannen die Blau-Weißen mit 4:0 (1:0), wobei Schader mit dem 1:0 (45.) und 2:0 (47.) die Weichen stellte. Tom Schön schloss sich dem „Doppelpacker“ dabei noch an, als er für die Gäste aus dem Ried die Treffer zum 3:0 (54.) und 4:0 (88.) beisteuerte.

„In der ersten Halbzeit haben wir gar nicht gut gespielt. Praktisch mit dem Pausenpfiff habe ich dann das 1:0 gemacht, da war schon etwas Glück dabei, dass der Ball da durch schlüpft“, freute sich Schader darüber, dass der zuletzt nicht eben vom Glück verfolgte FVH auch einmal ein wenig Hilfe von der Glücksgöttin Fortuna bekam. Direkt nach der Pause machte der 40-Jährige da weiter, wo er zuvor aufgehört hatte und beförderte das Kunstleder zum 2:0 ins Netz der Odenwälder.

Früher Spielertrainer

„Beim 8:1 in der ersten Runde des Kreispokals gegen den A-Ligisten TG Trösel ist uns auch ein Erfolg gelungen, aber vielleicht war dieser Sieg schon etwas trügerisch“, räumt Schader ein. Ende August steuerte er sogar einen Dreierpack bei. Zum Auftakt in die B-Liga musste der FVH dann aber fünf Niederlagen in Folge einstecken, was auch zum Rücktritt von Trainer Markus Lösch führte, der mit den Blau-Weißen nach dem freiwilligen Rückzug aus der Kreisliga A in der B-Klasse den Neubeginn gestalten wollte.

„Das ist einfach sehr unglücklich gelaufen“, berichtet Schader, der weiß, wovon er spricht. Schließlich war er selbst von Sommer 2017 bis Herbst 2019 Spielertrainer in Hofheim, ehe er im Oktober 2019 dieses Amt in einer ähnlichen Situation zur Verfügung stellte. Seinem Heimatverein blieb der 40-Jährige aber bis heute weiterhin als Spieler treu.

Der Doppelpack in Wald-Michelbach tat Schader auch persönlich gut. „Im Training haue ich fast jedes Ding rein und in den Spielen hatte es dagegen überhaupt nicht geklappt. Da beginnt man dann schon ein wenig an sich zu zweifeln“, hofft Schader, dass der Sieg unter dem bisherigen Co-Trainer Sascha Seitz als Cheftrainer nun für eine Trendwende steht. „Mit Weiher bekommen wir es am Sonntag natürlich mit einem dicken Brocken zu tun, aber unser Sieg sollte der ganzen Mannschaft Auftrieb geben.“ Schader ist optimistisch: „Gerade bei unseren jungen Spielern war das Selbstvertrauen nach den Niederlagen natürlich angeschlagen – aber bei uns will jeder und versucht alles.“

Den Fußballplatz hat der 40-Jährigen sehr vermisst, als Corona den Ball nicht nur im Ried zum Stillstand brachte. „Meine Frau Chantal hat sich natürlich darüber gefreut, dass ich mehr Zeit für die Familie hatte, aber mir haben der Fußball und das Training schon gefehlt. Ich mache das ja auch, um körperlich fit zu bleiben“, berichtet Schader.

Fast sechs Monate ohne regelmäßiges Fußballtraining wirken noch immer nach. „Das merke ich aktuell noch, da beginnt es schon mal aber der 60. Minute zu zwicken“, erläutert Schader, der vor der neuen Saison überlegt hatte, seine Karriere zu beenden. „Solange ich mit meiner Leistung der Mannschaft noch helfen kann und Spaß daran habe, geht es jetzt aber erst mal weiter“, ist er froh, dass der Ball nun wieder rollt.

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