Lokalsport Südhessen

Spieler der Woche Daniel Patti macht gegen den SVS seinen zweiten Dreierpack / Sicherer Schütze vom Elfmeterpunkt

Schwanheim als Lieblingsgegner

Archivartikel

Bürstadt.Daran, dass der Einstand des neuen Trainers Attila Jambor beim C-Ligisten Eintracht Bürstadt II vor einer Woche als gelungen bezeichnet werden konnte, hatte Daniel Patti nicht unerheblichen Anteil. Mit einem lupenreinen Hattrick in der zweiten Halbzeit markierte der 35-jährige Routinier alle drei Treffer für die Reserve der Grün-Weißen. Durch die Tore in der 59., 69. und 83. Minute hatte Patti dabei im Auswärtsspiel gegen den SV Schwanheim eine 3:0-Führung für sein Team herausgeschossen.

„Ich hatte sogar noch eine zweihundertprozentige Torchance, wo ich das Ding eigentlich rein machen muss. Am Ende wurde es in diesem Spiel dann ja noch mal richtig eng, denn Schwanheim hat gerade in der Schlussphase viel Druck gemacht und kam bis zur 90. Minute auf 2:3 heran. Noch in der 90. Minute ist dann auch ihr Torwart mit nach vorne gegangen und hat mit seinem Kopfball den Torpfosten getroffen, da hatten wir schon mächtig Glück“, hätte Patti auf so viel Spannung am Ende dieser C-Liga Begegnung gerne verzichtet.

20 Tore in 21 Spielen

Dabei scheint die Mannschaft aus dem Bensheimer Ortsteil dem Bürstädter Angreifer ganz offensichtlich gut zu passen, denn schon beim 6:1-Heimsieg im Hinspiel trug sich Patti gegen die abstiegsgefährdeten Blau-Gelben aus Schwanheim dreifach in die Torschützenliste ein. „In dieser Saison sind mir bisher drei Dreierpacks gelungen, zwei davon waren gegen Schwanheim. Die scheinen mir zu liegen“, sagt der 35-Jährige, der sowohl im Rückspiel beim zwischenzeitlichen 2:0 für ETB II in der 69. Minute als auch im Hinspiel die 1:0-Führung in der sechsten Spielminute per Foulelfmeter erzielte. „Ich bin bei uns nun mal der Elfmeterschütze. Bei den Freistößen dürfen aber längst andere ran, die das besser können als ich“, hat Patti vom Punkt allerdings eine bemerkenswerte Quote. Alle sechs Strafstöße die er schoss, landeten auch im gegnerischen Kasten.

Doch nicht nur vom Elfmeterpunkt zeigt sich Patti treffsicher, der in Lampertheim-Hofheim eine Kfz-Werkstatt und Tankstelle betreibt. In bisherigen 21 Saisonspielen konnte er inklusive der verwandelten Elfmeter schon 20 Tore für sich verbuchen. Obwohl es ihm der Beruf mit zwölf bis 13 Arbeitsstunden am Tag nicht immer leicht macht, versucht Patti wann immer möglich im Training mit dabei zu sein. „Zum Eintracht-Gelände sind es von mir zu Hause vielleicht 200 oder 300 Meter“, hat es der 35-Jährige zu seinem Arbeitsplatz nach Hofheim dann doch ein Stück weiter.

Familienzuwachs kostet Schlaf

Im Hause Patti gab es erst vor acht Wochen weiteren Zuwachs, gesellte sich doch Töchterchen Maila zu ihren Schwestern Mia (8 Jahre) und Mara (5 Jahre). „Mit dem Schlafen ist das jetzt für mich und meine Frau Janina so eine Sache. Morgens um sechs Uhr mache ich ja schon die Tankstelle in Hofheim auf. Da könnte ich schon etwas mehr Schlaf vertragen“, sagt der frisch gebackene Papa mit einem Schmunzeln. Spaß haben will er mit der Eintracht-Reserve auch in den verbleibenden Ligaspielen. „Ganz nach oben wird wohl nicht mehr viel gehen, allerdings können wir auch nicht mehr schlechter abschneiden, als auf Platz sechs.“ „Wir waren ja nie zum Aufstieg verdammt, aber hätten wir in dieser Saison nicht ganz soviel Verletzungspech gehabt, hätten wir vielleicht weiter oben jetzt noch ein Wörtchen mitreden können. Außerdem darf man nicht vergessen, dass wir eine zweite Mannschaft sind, während die Teams, die in der C-Liga vor uns stehen, allesamt erste Mannschaften sind“, gibt Patti zu bedenken. Am vergangenen Sonntag hatte er im Heimspiel von Eintracht Bürstadt II gegen den FV Biblis II (3:3) keine Chance, seine starke Quote vom Elfmeterpunkt oder seine Torquote ausbauen, weil er wegen einer Konfirmation nicht mitwirken konnte.

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