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Olympia Athletensprecher Hartung warnt vor Infektionen

Schwere Zeiten

Berlin.Athletensprecher Max Hartung fürchtet auf dem Weg zu den Olympischen Spielen im Sommer in Tokio mehr Infektionen unter Sportlerinnen und Sportlern mit dem Coronavirus. „Inmitten der derzeitigen Pandemie-Lage werden nun überall auf der Welt Wettbewerbe abgehalten, die mit Blick auf den Corona-Schutz wohl nicht mit der Effizienz und dem organisatorischen Geschick ausgerichtet werden, wie man es den Organisatoren von Tokio zutraut“, sagte der 31 Jahre alte Säbelfechter den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Um sich vorzubereiten oder zu qualifizieren, müssten die Sportlerinnen und Sportlern nun reisen und „das Wagnis eingehen, sich möglicherweise anzustecken“, sagte Hartung. „Ich mache mir mehr Sorgen um Infektionen unter Sportlern bei den Qualifikationswettkämpfen, die jetzt anstehen.“ Es stünden schwere Entscheidungen für viele Sportler an, sagte der Weltmeister und viermalige Europameister.

Eine bevorzugte Behandlung bei den Impfungen gegen das Virus fordert auch Hartung nicht, nachdem sich bereits der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann, diesbezüglich klar positioniert hatte: „Ich habe bisher keinen Sportler gehört, der schreit: „Ich bin jetzt dran.“ Kein Athlet werde einem Menschen, der ein höheres Gesundheitsrisiko habe, sagen, dass sein Sport wichtiger sei als das Leben eines anderen. Er spricht sich aber für ein gewisses Mitspracherecht aus. Die Athletinnen und Athleten würden ein Teil einer gesamtgesellschaftlichen Debatte darüber sein wollen, welche Vorgehensweise bei den Impfungen gewählt werden sollte. dpa

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