Lokalsport Südhessen

Radsport Lokalmatador Degenkolb hofft am 1. Mai auf Start bei „Eschborn-Frankfurt“

Sehr gute Besetzung

Eschborn.Einst ging es „Rund um den Henninger Turm“, jetzt wird die Tradition der berühmten Taunusschleife unter dem neuen Markennamen „Eschborn-Frankfurt“ fortgeschrieben. „Das Rennen gehört zu den Klassikern im Radsport“, sagte Organisator Claude Rach am Montag bei einer Pressekonferenz in Eschborn. Auch das hochkarätige Fahrerfeld sei diesmal am 1. Mai „mehr Klasse als Masse“.

Das Radrennen gehört seit 2017 zum Portfolio des mächtigen Tour-de-France-Veranstalters A.S.O. aus Frankreich. Die Zeit der Gründerfamilie Achenbach-Moos ist seitdem Geschichte. Wie bedeutend das Rennen für die A.S.O. ist, verdeutlicht das Erscheinen des Chefs Jean-Etienne Amaury am Montag. „Die Historie war der Grund für den Einstieg. Was hier geleistet wird, können wir auf Rennen in anderen Orten übertragen“, sagte Amaury, dessen Sport-Organisation auch im Golf- und Motorsport engagiert ist.

Der Radsport profitiert, die Taunusschleife ist beliebt wie schon lange nicht mehr. 20 Top-Teams stehen zwei Wochen vor dem Startschuss in Eschborn auf der Liste. 140 Fahrer wollen die mehr als 200 Kilometer in Angriff nehmen. Die deutschen Teams Bora-hansgrohe und Sun-Web wollen bei ihrem Heimrennen vorne mitmischen.

16 deutsche Pedaleure sind gemeldet. Vorneweg John Degenkolb, der als Sieger von 2011 praktisch an seiner Haustür in Oberursel vorbeifahren kann. Degenkolb ist nach seinem Sturz bei Paris-Roubaix allerdings noch auf Formsuche. „Eine Schleimbeutel-Verletzung im Knie“, sagte der Profi im Team Trek-Segafredo am Montag und hofft, rechtzeitig zu seinem Heimrennen fit zu werden. Im Vorjahr jagte der Wahl-Hesse als Dritter über die Ziellinie vor der Alten Oper in Frankfurt. Vor ihm auf Rang zwei Rick Zabel, der Sohn von Sprintkönig Erik Zabel. Der hatte 2017 seinen Kapitän Alexander Kristoff zum Sieg geführt. Der Norweger startet jetzt für UAE-Team Emirates.

Zabels Lieblingsrennen

In Tony Martin Martin und Marcel Kittel hat Zabel namhafte Mitstreiter bei Katusha-Alpecin. „Eschborn-Frankfurt ist mein Lieblingsrennen“, sagte Zabel, der sein fünftes Profijahr absolviert. Auf einen Start hofft auch André Greipel. Nach einem Schlüsselbeinbruch kämpft der Routinier aus dem Team Lotto-Soudal um seine Form. Die 212 Kilometer lange Strecke hat es nicht nur für Sprinter in sich. Der schwere Anstieg in Ruppertshain wird in diesem Jahr dreimal anstatt nur einmal befahren, die Billtalhöhe ist nach sieben Jahren Pause wieder Teil der Strecke und wird gleich zweimal überquert. Geändert wird auch die Zielanfahrt. Sie führt in Frankfurt über den Hainer Weg, der bis 2001 die Zielgerade des Rennens war. Gestartet wird um 12 Uhr, die Zielankunft wird gegen 17.15 Uhr erwartet. lhe

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