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Fußball-Gruppenliga Mit Dell, Salzmann und Landwehr verstärkt sich Riedrode namhaft / Zudem kommen Wegerle, Hamzi, Hajdaraj und Lucchese

Sieben auf einen Streich für die FSG

Archivartikel

Riedrode.Unabhängig davon, wann die Fußballsaison 2020/21 losgeht, hat die FSG Riedrode ihre Planungen für die neue Runde vorangebracht. Und sich namhaft verstärkt: Wie das FSG-Trainerduo Andreas Keinz/Duro Bozanovic auf Nachfrage bekannt gab, schließen sich Jan-Marvin Dell, Fitim Hajdaraj, Ilias Hamzi, Patrick Landwehr, Gianluca Lucchese, René Salzmann und Henrik Wegerle dem Gruppenligisten an.

„Wir wollten uns in Breite und Qualität verstärken und frisches Blut reinbringen. Ich denke, das ist uns gut gelungen“, erklärt Keinz: „Der aktuelle Kader besteht zum Großteil aus ehemaligen SG- und FSV-Spielern und kennt sich schon sehr lange.“

Dass das nicht nur Vorteile mit sich bringt, hat der Gruppenliga-Aufsteiger vor allem in den Wochen vor der Winterpause erkennen müssen. Da gesellte sich zu diversen Ausfällen ein weiteres Problem: Teamintern ließ das Konkurrenzdenken nach. „Da hat sich die Mannschaft von selbst aufgestellt“, erinnert sich Keinz: „Aber nur, wenn im Training Konkurrenzkampf herrscht, schaffe ich es, am Sonntag Top-Leistungen zu bringen.“

Bislang keine Abgänge

Bozanovic sieht die Blau-Schwarz-Gelben jetzt besser aufgestellt. „Wir haben jede Position mindestens doppelt besetzt“, freut sich der frühere Oberliga-Stürmer und glaubt: „Es wird sehr schwer, in die Stammelf zu kommen.“ Dass Spieler, die mit der Ersatzbank oder einer Nichtnominierung vorliebnehmen müssen, die Lust verlieren, erwartet Bozanovic nicht: „Es wird harte Entscheidungen geben. Wichtig ist, dass die Jungs ihren Egoismus dann hinten anstellen und korrekt reagieren. Der Erfolg des Teams steht an erster Stelle.“

Dass die FSG noch keine Abgänge zu verzeichnen hat, spricht dafür, dass die etablierten FSG-Kicker vor der neuen Situation nicht zurückschrecken. „Ein, zwei Leute wollen kürzertreten“, weiß Bozanovic. Offen ist, ob Innenverteidiger Dominic Kohl seine Karriere fortsetzen wird. Der 27-Jährige kuriert zurzeit einen Knorpelschaden aus, es ist nicht seine erste schwere Knieverletzung. „Wir üben keinen Druck auf ihn aus“, betont Bozanovic.

Unter den Neuen ragt der Name Jan-Marvin Dell heraus. Der 27-jährige defensive Mittelfeldmann, der in der Jugend unter anderem für den SV Waldhof, Karlsruher SC und SV Sandhausen am Ball war, kommt von Landesligist Wormatia Worms II. 2013 wurde Dell Gruppenliga-Meister mit dem VfR Bürstadt. 2019 wiederholte er diesen Erfolg mit dem SV Unter-Flockenbach, den er als Kapitän anführte. „Ein absoluter Typ und Führungsspieler“, schwärmt Bozanovic. „Ein Mann mit sehr viel Erfahrung und ein großer Gewinn für uns“, ergänzt Keinz. Mit Patrick Landwehr, der vom zurückziehenden Verbandsligisten SG Unter-Abtsteinach kommt, holt die FSG einen alten Bekannten zurück. Der 27-jährige Angreifer ging bis 2016 lange Jahre für den FSV Riedrode auf Torejagd. „Ein toller Fußballer mit einer guten Einstellung“, sagt Bozanovic.

Ziel: In der Liga etablieren

Mit René Salzmann (33 Jahre) lotste die FSG ein Urgestein des TV Lampertheim in den Bürstädter Stadtteil. Auch dieser Name steht für sich. „Für mich ist René einer der stärksten Stürmer im Kreis Bergstraße in den vergangenen Jahren. Einer, der viel Kraft und Dynamik mitbringt“, charakterisiert Keinz den Mann, der seit der C-Jugend das TVL-Trikot trug. Ebenfalls bei den Turnern wurde Henrik Wegerle ausgebildet. Der 29-jährige Abwehrmann kommt von Kreisoberligist Tvgg Lorsch und kennt die Gruppenliga aus TVL-Zeiten. „Ein abgeklärter Mann mit einem guten Eröffnungsspiel“, so Keinz.

Bei Mittelfeld-Allrounder Ilias Hamzi (20 Jahre, FC Fürth), Rechtsverteidiger Fitim Hajdaraj (20, SG Einhausen) und Flügelspieler Gianluca Lucchese (20, SV Unter-Flockenbach) lag der Fokus mehr auf der Perspektive. Doch auch ihnen trauen Bozanovic und Keinz zu, schnell eine gute Rolle einzunehmen.

Apropos gute Rolle: Als Zeichen an die Konkurrenz oder gar als Angriff auf die Top-Plätze will der Tabellenzehnte der unterbrochenen Saison die sieben Neuen nicht verstehen. „Wir wollen uns etablieren und nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, meint Keinz dazu: „Die anderen Teams werden sich auch verstärken. Wir hatten schon Qualität im Kader und haben jetzt weitere Qualität dazubekommen. Das freut uns.“ Bozanovic gibt sich genauso diplomatisch: „Der Verein hat in Zusammenarbeit mit uns Trainern einen guten Job gemacht.“

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