Lokalsport Südhessen

Fußball-Gruppenliga Aufsteiger Eintracht Bürstadt hat seinen Kader in der Breite verstärkt

Sigmund setzt auf Rotation

Bürstadt.Eintracht Bürstadt ist in einer beneidenswerten Situation. Nicht nur, dass der Verein zum ersten Mal in seiner nun 54 Jahre alten Clubgeschichte in der Fußball-Gruppenliga Darmstadt am Ball ist. Nein, die Ried-Elf ist auch der einzige Club aus dem Verbreitungsgebiet dieser Zeitung, der in dieser Klasse spielen darf. Längst sind der FV Hofheim, der FSV Riedrode und nun auch der TV Lampertheim keine Gruppenligisten mehr.

Da trifft es sich ausgezeichnet, dass in der kommenden Saison trotzdem Derbys auf die Bürstädter warten. Das erste davon steht gleich am 5. August an, denn zum Saisonbeginn gastieren sie beim Verbandsliga-Absteiger FC 07 Bensheim. Eine Begegnung, die erstmals seit 24 Jahren eine Neuauflage unter Punktspielbedingungen findet.

Intensive Einheiten

„Wir werden die Vorbereitung nutzen, damit wir in den Spielen entsprechend fit sind“, hat Eintracht-Trainer Benjamin Sigmund bereits intensive Bewegungseinheiten angekündigt. Gegenüber der Vorsaison ist die Leistungsdichte größer geworden. Dies liegt auch an den Zugängen, die mit Bedacht und Augenmaß ausgewählt wurden. Vitali Becker, der Torjäger des VfB Lampertheim, bringt herausragende Sprintqualitäten mit und wusste schon immer, wo das gegnerische Tor steht. Auch einen wie Vassili Theodorou (seither FSV Riedrode) kann die Eintracht bestens gebrauchen. Er zählt zu den spielstarken Akteuren im Mittelfeld und hat einen harten Schuss. Sein fußballerisches Einmaleins erlernte Theodorou einst bei der Eintracht. Neben ihm könnte Jolex McNeal (Azzurri Lampertheim) spielen. Er ist ein robuster Mittelfeldspieler mit sehr gutem Defensivverhalten. Aber auch Klaudi Buraku und Xhino Dushaj, die beide von der FSG Bensheim kamen, werden eine gewichtige Rolle in der neu formierten Eintracht-Mannschaft spielen. Während Buraku ein Innenverteidiger mit gutem Stellungspiel ist, ist Dushaj ein intelligenter Mittelfeldspieler mit großem Laufvermögen. Hinzu kommen die beiden ehemaligen Jugendspieler Paul Herpel und Niklas Herzberger. „Diesen beiden gehört die Zukunft bei Eintracht Bürstadt. Der Verein wird noch viel Freude an ihnen haben“, betont Sigmund.

Basis für Klassenerhalt legen

So ist die Eintracht nun in der Breite wesentlich besser aufgestellt. „Das wird dazu führen, dass ich vielmehr rotieren muss, damit einige Spieler im Rhythmus bleiben“, kündigt Sigmund wechselreiche Wochen an der Bürstädter Wasserwerkstraße an. Er sieht seine Mannschaft aber auf einem guten Weg und hofft die Gruppenliga-Tauglichkeit alsbald herstellen zu können.

„Bald werden wir unsere Hausaufgaben gemacht haben. Und da bleibt nur noch zu hoffen, dass viele Fußballinteressierte zu unseren Heimspielen kommen“, wünscht sich Sigmund neben vielen Punkten, die bald die Basis für den Klassenerhalt legen sollen, auch einen guten Zuschauerzuspruch. s hia

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