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Fußball-Gruppenliga Trainer einigt sich mit der Eintracht frühzeitig auf eine Zusammenarbeit für die Saison 2020/21

Sigmund verlängert in Bürstadt

Archivartikel

Bürstadt.Es ging dann doch ganz schnell: Fußball-Gruppenligist Eintracht Bürstadt und Spielertrainer Benjamin Sigmund arbeiten auch in der kommenden Spielzeit zusammen. Das erklärten Bürstadts Fußball-Abteilungsleiter Marcus Haßlöcher und Sigmund im Gespräch mit dem „Südhessen Morgen“.

Die Übereinkunft über die frühzeitige Verlängerung der Zusammenarbeit war demnach das Ergebnis einer Unterredung, die Haßlöcher und Sigmund mit dem Eintracht-Vorsitzenden Rainer Beckerle und dem zweiten Vorsitzenden Marco Schwaier am Dienstagabend führten. „Vorstand, Trainer und Sportliche Leitung bilden hier eine gute Einheit. Wir haben ein paar allgemeine Punkte angesprochen und schnell zueinandergefunden, als es darum ging, wie wir die Zukunft sehen“, sagte Haßlöcher: „Wir ziehen weiterhin an einem Strang und werden mit großer Freude zusammen in die neue Runde gehen.“

Anpassungen erforderlich

Im „Südhessen Morgen“-Bericht vom 30. Januar hatte Trainer Sigmund strukturelle Veränderungen gefordert, um die Eintracht langfristig in der Gruppenliga zu sehen („Der Anpassungsprozess von Vereinsseite ist noch nicht abgeschlossen. [...] Wir sind nicht mehr in der A-Liga“). Von der generellen Bereitschaft im Eintracht-Umfeld, den nächsten Schritt zu machen, hatte der 40-Jährige auch die Fortsetzung der Ende 2015 begonnenen Zusammenarbeit abhängig gemacht.

„Ich wollte von Vereinsseite absolute Rückendeckung haben für alle Entscheidungen, die ich treffe, und für alle Ziele, die ich als Trainer setze“, erklärte Sigmund jetzt. Der Mann, der die Eintracht als A-Liga-Meister 2017 und als Kreisoberliga-Meister 2018 auf direktem Wege zum erstmaligen Aufstieg in die Gruppenliga führte, zeigte Verständnis: „Eine Struktur lässt sich nicht über Nacht umwerfen, für den Verein ging alles sehr schnell. Aber man ist hier bereit, diesen Weg zu gehen. Ich bin guter Dinge, dass das klappt.“ In der Gruppenliga Darmstadt belegt die Eintracht nach 19 Spieltagen den achten Tabellenplatz.

Zusätzlich ausschlaggebend für den früheren Regionalliga-Spieler (früher unter anderem bei VfR und Waldhof Mannheim, Eintracht Frankfurt II, Wormatia Worms) war der Rückhalt innerhalb seiner Mannschaft. „Ich mag die Bezeichnung ‚Vater des Erfolgs‘ nicht. Garant des Erfolgs ist nur immer die Mannschaft. Ich war der, der am Ruder stand“, führte der Eintracht-Coach aus: „Aber wenn man so etwas mit aufgebaut hat, verlässt man nicht gerne das Schiff. Ich bin stolz auf die Jungs und freue mich, dass auch sie wollten, dass ich weitermache. Es ist mir nicht schwergefallen.“

Am Samstag absolvierte die Sigmund-Elf, die über den Winter durchtrainierte, ihr erstes Testspiel im neuen Jahr. Beim ASV Feudenheim (Kreisklasse A2 Mannheim) errang die Eintracht einen 4:3 (2:0)-Erfolg. Am Sonntag (14 Uhr) testet Bürstadt zu Hause gegen den Odenwälder A-Ligisten KSG Vielbrunn. Am 12. Februar (19.30 Uhr) wird es ernst: Der SV Unter-Flockenbach, zurzeit Dritter in der Verbandsliga Süd, kommt zum Kreispokal-Viertelfinale an die Wasserwerkstraße. Vor dem Restrundenauftakt gegen den FC 07 Bensheim am 1. März absolviert die Eintracht auch Testpartien gegen die U23 des SV Waldhof (15. Februar) und beim badischen Verbandsligisten VfB Gartenstadt (22. Februar).

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